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Viele ETF-Namen enthalten kryptisch anmutende Abkürzungen. Aber was bedeuten sie? herMoney klärt auf!

Inhalt

Nach welchen Kriterien wird ein ETF gebildet?

Ausschüttend oder thesaurierend?

Hedged oder nicht hedged?

ETF-Namen erklärt: Das Wichtigste in Kürze

Wer das kleine 1 x 1 der ETF-Begriffe kennt, kann gezielt investieren.
Beispiel: iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc)
iShares = Anbieter
Core MSCI World: Index, auf den sich der ETF bezieht
UCITS ETF = entspricht EU-Investmentdirektive
USD (Acc) = thesaurierend in Dollar

„ACC“ steht für ″accumulating“ (= thesaurierend) und ″DIST“ für ″distributing“ (= ausschüttend).

“Hedged” bezeichnet die Währungssicherung. Wer in ETFs investiert, die auf andere Währungen laufen, hat ein Währungsrisiko, das abgesichert werden kann.

Du interessierst dich für ETFs? Fein! Dann weißt du, dass du mit einem ETF kostengünstig in einen Index investierst, der eine Technologie, eine Zusammenstellung von Unternehmen oder eine Branche abbildet. Zudem ist dir klar, dass sich ein ETF ähnlich wie der Index entwickelt, auf den er sich bezieht.

Nach welchen Kriterien wird ein ETF gebildet?

Reicht dieses Wissen aus, um zu investieren? Denkst du! Denn es ist gar nicht so einfach, einen passenden ETF herauszupicken. Die Namen enthalten oft kryptische Abkürzungen wie ACC, UCITS, USD oder mehr. Das führt mitunter dazu, dass Anlegerinnen Überraschungen mit ihren ETFs erleben, weil sie die Bezeichnungen nicht richtig interpretieren konnten. Dabei enthält der Fondsname alle wichtigen Informationen. Darum haben wir ein kleines ETF-Lexikon für dich zusammengestellt.

ETF-Namen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehr Infos zu ETFs findest du übrigens auch in unserem großen herMoney ETF-Guide.

Der Index

Alle ETFs enthalten den Namen des Index, auf den sie sich beziehen. Das kann der DAX sein, der die Wertentwicklung der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften zusammenfasst, der Euro STOXX 50 (das sind die 50 umsatzstärksten, börsennotierten Unternehmen des Euro-Währungsgebiets) oder der MSCI World Index, der 1.600 Aktien aus 23 Industrieländern widerspiegelt.

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Es gibt aber auch ETFs, die sich auf exotische Indizes beziehen. So mancher wurde nur „erfunden“, um einen ETF auf dieser Basis zu konstruieren. Das kann ein Index sein, der aus Unternehmen besteht, die sich mit der Blockchain-Technologie beschäftigen. Oder ein Index mit Firmen, die eine hohe Frauenquote in den Führungsetagen haben haben. Oder ein Index, der Unternehmen bestimmter Branchen bündelt. Oder, oder, oder.

Ausschüttend oder thesaurierend?

Viele ETFs tragen entweder die Abkürzung „ACC“ oder „DIST“ im Namen. „ACC“ steht für ″accumulating“ (= thesaurierend) und ″DIST“ für ″distributing“ (= ausschüttend). Du siehst: Der englische Sprachgebrauch ist in der Fondsbranche geläufig, weil die Fondsgesellschaften ihre Produkte international vermarkten wollen. Deshalb machen Fondsnamen wenig Sinn, die nur in Deutschland verständlich sind.

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Wenn ein Fonds ausschüttet, dann verteilt er die Erträge, die erwirtschaftet wurden, an seine AnlegerInnen. Das geschieht meistens einmal im Jahr. „Thesauriert“ ein Fonds seine Erträge hingegen, schüttet er sie nicht aus, sondern sammelt sie an – die Dividenden werden also reinvestiert. Entsprechend schneller wächst dann der Anteilswert, weil ja durch die Ausschüttung kein Geld aus dem Fonds abfließt.

Was bedeutet UCITS?

Nicht wenige ETFs haben in ihrem Fondsnamen die Abkürzung UCITS stehen. Damit soll deutlich gemacht werden, dass es sich um einen Fonds handelt, der der EU-Investmentdirektive entspricht, das heißt alle Regelungen dieser Vorschrift einhält. Die Abkürzung UCITS ist ebenfalls ein Anglizismus. Ausgeschrieben heißt das ″untertakings for collective investments in transferable securities“ (= Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren).

Was Anfängerinnen vor dem ersten ETF-Kauf sonst noch wissen sollten, erfährst du in dieser Podcast-Folge des herMoney Talks:

ETF-Namen erklärt: Hedged oder nicht hedged?

Einige ETFs tragen ein Währungskürzel im Namen, das aus drei Buchstaben besteht. So steht USD beispielsweise für US-Dollar oder EUR für Euro. Im Regelfall entspricht die Fondswährung dem jeweiligen Index.

Unterschiedliche Währungen

Wenn es nicht der Euro ist, geht man ein Währungsrisiko ein, hat auf der anderen Seite genauso eine Währungschance. Weicht die Fondswährung aber von der Indexwährung ab (z. B. wenn der ETF auf den Swiss Market Index (SMI) nicht auf Schweizer Franken, sondern auf Euro lautet), muss man nachfragen: Rechnet der Fonds auf die Fremdwährung um oder wird die Währung in irgendeiner Form gemanagt?

Ein ETF mit dem Namenszusatz ″hedged“ ist währungsgesichert. Wechselkursschwankungen wirken sich also nicht auf dein Investment aus. Das kann vor Währungsverlusten schützen, auf der anderen Seite kannst du nicht von Entwicklungen auf dem Devisenmarkt profitieren. Für die Absicherung ist ein kleiner Aufschlag bei den Kosten fällig.

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herMoney Tipp

Es lohnt sich, den jeweiligen ETF, in den du investieren möchtest, genau unter die Lupe zu nehmen. Vor allem solltest du wissen, wie der zugrunde liegende Index zusammengesetzt ist. Dabei hilft das Internet – dort kannst du die Namen der ETFs oder der Indizes eingeben, für die du dich interessiert. Denn ein guter Wissensstand schützt vor bösen Überraschungen.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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