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100.000 Euro anlegen: So wirst du zur Millionärin!

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Simin Heuser

2. Juli 2024

Viele Menschen träumen davon, ihre erste Million zu erreichen. Wie du 100.000 Euro clever anlegst und damit Millionärin werden kannst!

 

Inhalt

Mit 100.000 Euro zur Millionärin: Das Wichtigste in Kürze

IconEin unerwartetes Erbe oder eine Schenkung ist vermutlich der schnellste Weg, 100.000 Euro anzusparen. Auch durch eigene Arbeit ist das möglich, erfordert jedoch ein stabiles Einkommen sowie eine langfristige Sparstrategie.

IconDer Schlüssel, um aus den 100.000 Euro eine Million zu machen, liegt in der Nutzung des Zinseszins-Effekts. Durch die Zinsen und Zinseszinsen, die aus einer Anfangssumme von 100.000 Euro entstehen, kann über die Zeit ein beträchtliches Vermögen wachsen.

IconAchte bei deinen Investitionen auf Steuern, Verwaltungskosten und die Inflation. Diese Punkte spielen eine entscheidende Rolle und können die tatsächliche Rendite deiner Investitionen mindern.

Von 100.000 Euro zur ersten Million: So geht’s!

„Die ersten 100.000 Euro sind die schwersten!“, heißt es. Vielleicht hast du diesen Spruch schon einmal gehört. Er macht klar, dass der Beginn des Vermögensaufbaus oft die größten Herausforderungen mit sich bringt. Doch mit der richtigen Strategie und Disziplin kannst du diesen großen Meilenstein erreichen und mit 100.000 Euro den Weg zu deiner ersten Million ebnen. Wir erklären, wie das geht!

Bevor du den Weg zu deiner ersten Million gehst, müssen jedoch zunächst die Grundlagen der finanziellen Absicherung erledigt sein. Das bedeutet unter anderem, dass bereits die wichtigsten Existenzrisiken für dich und deine Liebsten abgesichert sind, du keine Konsumschulden hast und dir einen Notgroschen – abgesehen von den 100.000 Euro – angespart hast. Welche weiteren To-Dos du vor deinem langfristigen Vermögensaufbau unbedingt erledigt haben solltest, erfährst du in unserem Fünf-Schritte-Plan zur finanziellen Unabhängigkeit.

100.000 Euro durch ein Erbe: Herausforderungen und Überlegungen

Ein unerwartetes Erbe oder eine Schenkung ist vermutlich der schnellste Weg, 100.000 Euro zu erreichen. Erbschaften gehen jedoch häufig auch mit emotionalen, rechtlichen und steuerlichen Herausforderungen einher. Neben der Erbschaftssteuer kann es außerdem zu familiären Konflikten kommen, die im Rahmen einer Erbschaft oder einer Schenkung geklärt werden müssen.

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Mit 100.000 Euro zur Millionärin – allein durch Arbeit?

Ja, es ist möglich, 100.000 Euro durch Arbeit anzusparen. Klar ist aber auch: Diese Summe ist eine große Herausforderung! Um 100.000 Euro anzusparen, benötigt man Disziplin, ein stabiles und im besten Fall hohes Einkommen und eine durchdachte Sparstrategie.

Aber wie lange braucht man, um 100.000 Euro anzusparen? Die Dauer hängt von deinem Einkommen und den damit möglichen monatlichen Ersparnissen ab. Wenn du jeden Monat beispielsweise durchschnittlich 500 Euro zur Seite legen könntest, würde es etwa 16,5 Jahre dauern, die 100.000 Euro zu erreichen.

Anstelle deine 100.000 Euro jedoch „nur“ auf dem Tagesgeld- oder Girokonto anzulegen, macht es Sinn, bereits ab dem ersten Euro mit dem Investieren zu beginnen! Denn wie wir wissen: Auch Kleinvieh macht Mist. ETF-Sparpläne sind teilweise bereits ab 1 Euro monatlich möglich und können jederzeit pausiert oder angepasst werden. So nutzt du von Beginn deiner Anlage von 100.000 Euro Zinsen und Zinseszinsen, die den Sparprozess über die Jahre stark beschleunigen können.

Nutze den Zinseszins-Effekt!

Der Zinseszins ist einer der mächtigsten Mechanismen, um 100.000 zu verdoppeln oder daraus eine Million zu machen. Investierst du dein Geld beispielsweise in einen thesaurierenden ETF, der also die Erträge gleich wieder anlegt, verzinsen sich diese Erträge wieder mit. Du bekommst also Zinsen auf deine Zinsen. Mit der Zeit ist es damit möglich, dein Vermögen exponentiell zu vermehren.

Ob es allerdings möglich ist, 100.000 Euro in beispielsweise 5 Jahren zu erwirtschaften, hängt von deinem Startkapital ab. Hättest du bereits 50.000 Euro auf der Seite und würdest jeden Monat 500 Euro für 5 Prozent Zinsen anlegen, hättest du die 100.000 nach 5 Jahren fast erreicht.

Um den Zinseszins-Effekt besser zu verstehen, haben wir eine detaillierte Rechnung für dich ausgearbeitet.

Zinseszins-Effekt: Beispiel für die Berechnung

Du legst 5.000 Euro für vier Jahre zu einem festen Zinssatz von 2 Prozent pro Jahr an. Am Ende des ersten Jahres erhältst du damit 100 Euro Zinsen, sodass dein Kapital auf 5.100 Euro wächst. Im zweiten Jahr bekommst du 102 Euro Zinsen, wodurch dein Sparvermögen auf 5.202 Euro steigt. Im dritten Jahr erhältst du 104,04 Euro Zinsen und dein Konto wächst auf 5.306,04 Euro. Im vierten Jahr bekommst du 106,12 Euro Zinsen, was dein Kapital auf 5.412,16 Euro erhöht. Ohne Zinseszinseffekt würdest du jedes Jahr gleichbleibend 100 Euro Zinsen erhalten und nach vier Jahren lediglich 5.400 Euro haben.

Weitere Beispiele gefällig? Nutze unseren herMoney Zinseszinsrechner und erfahre, was dir Zins und Zinseszins bringen!

Wie kann man 100.000 Euro am besten anlegen?

Wenn du 100.000 Euro zur Verfügung hast, geht es darum, dieses Kapital möglichst sicher und gewinnbringend anzulegen. Der Schlüssel hierzu liegt in renditeorientierten Anlagen mit aktiven Fonds oder ETFs (Exchange Traded Funds). Eine höhere Rendite geht jedoch auch immer mit einem erhöhten Risiko einher.

100.000 Euro anlegen: Entwickle deine persönliche Strategie!

Daher kommt hier eine grundlegende Regel der Geldanlage ins Spiel: Nicht alle Eier in einen Korb legen! Dieser Satz erinnert uns daran, unsere Investments auf mehrere Anlageklassen zu verteilen, um das Verlustrisiko bestmöglich zu streuen. Du hast damit außerdem die Möglichkeit, an der Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen teilzunehmen.

Zu den verschiedenen Anlageklassen gehören nicht nur Aktien, aktive Fonds und ETFs, sondern auch Anleihen, Festgeld, Tagesgeld, Immobilien oder Edelmetalle wie Gold. Es gibt viele Möglichkeiten, dein Vermögen zu strukturieren, je nach deinen individuellen Zielen und deiner Risikobereitschaft.

Wenn du auf hohe Renditen aus bist, könnte ein größerer Anteil deines Portfolios in Aktien-ETFs oder -Fonds investiert werden. Bist du hingegen eher risikoscheu, könnten Sicherheitsbausteine wie Anleihen(-ETFs) oder Gold mehr Gewicht in deinem Portfolio haben. Ein beliebtes Beispiel ist das Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest. Das Modell empfiehlt Risikofreudigen, 20 bis 25 Prozent des Kapitals risikoarm zu investieren und den Rest in Aktien, ETFs oder aktive Fonds.

100.000 Euro sicher anlegen

Für den risikoarmen Teil deines Portfolios bieten sich verschiedene Ansätze an. So könntest du einen Teil deiner 100.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto parken, um flexibel auf finanzielle Engpässe reagieren zu können. Eine weitere Möglichkeit für deine 100.000 Euro ist die sogenannte Zinstreppe, bei der du dein Geld als Festgeld mit unterschiedlichen Laufzeiten anlegst, um von eventuell steigenden Zinsen zu profitieren.

Ein Investment in Gold kann ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung sein, um dein Risiko weiter zu streuen. Gold dient häufig als Absicherung in turbulenten Zeiten, weshalb vorsichtige Anlegerinnen und Anleger dazu neigen, fünf bis maximal zehn Prozent ihres Kapitals in Gold zu investieren.

Mehr Rendite: 100.000 Euro in ETFs anlegen

Den wichtigsten Bestandteil für den langfristigen Vermögensaufbau deiner 100.000 Euro bilden jedoch weiterhin aktive Fonds oder ETFs. Um auch hier das Risiko zu streuen, solltest du auf eine breite internationale Streuung in deinem Depot achten. ETFs, die den MSCI World Index abbilden, investieren beispielsweise in mehrere hunderte bis tausende Unternehmen weltweit. Die besten ETF-Sparpläne auf den MSCI World, findest du hier.

Für eine zusätzliche Streuung innerhalb deines ETF-Portfolios kannst du außerdem ETFs auf den MSCI Emerging Markets Index in Betracht ziehen. Weitere Details zu Schwellenländer-ETFs findest du hier. Darüber hinaus hast du die Möglichkeit, dein Depot noch weiter zu diversifizieren, indem du in spezialisierte Bereiche wie Wasserstoff-ETFs und andere Nischen investierst.

Weitere Beispiele und Informationen darüber, wie du die passende ETF-Portfolio-Strategie findest, kannst du hier nachlesen.

Beispielrechnung: Wie du mit 100.000 Euro zur Millionärin wirst!

Angenommen, du legst 100.000 Euro in einen thesaurierenden ETF mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 7,3 Prozent* an:

  • Nach dem ersten Jahr würdest du rund 7.300 Euro Zinsen erwirtschaften, die direkt reinvestiert werden. Dadurch erhöht sich dein investiertes Kapital auf 107.300 Euro.
  • Im zweiten Jahr erzielst du dann einen Zuwachs von 7.832,90 Euro, sodass dein Kapital auf insgesamt 115.132,90 Euro anwächst.
  • Nach fünf Jahren wären aus den ursprünglichen 100.000 Euro bereits 142.232,42 Euro geworden. Um die magische Marke von einer Million Euro zu erreichen, benötigst du bei einer durchschnittlichen Rendite von 7,3 Prozent* rein rechnerisch etwa 32 Jahre und 9 Monate.

*Die durchschnittliche jährliche Rendite einer Sparplaneinzahlung in globale Aktienfonds betrug in den vergangenen 30 Jahren 7,3 Prozent (Quelle: BVI; Stand: 31.05.2024).

100.000 Euro anlegen: Berücksichtige Steuern, Kosten und Inflation!

Reichen 100.000 Euro, um Millionärin zu werden? Der Betrag von 100.000 Euro ist eine solide Basis für deine finanzielle Unabhängigkeit. Mit der richtigen Strategie und ein wenig Geduld können 100.000 Euro tatsächlich ausreichen, um im Laufe der Zeit Millionärin zu werden.

Aber Achtung: Wenn du langfristig Vermögen aufbauen möchtest, solltest du die Auswirkungen von Steuern, Kosten und der Inflation nicht unterschätzen. Diese drei Faktoren können die tatsächlichen Erträge der Geldanlage deiner 100.000 Euro erheblich mindern und den Weg zur ersten eigenen Million bedeutend verlängern.

Kapitalerträge sind in Deutschland steuerpflichtig. Das bedeutet, dass Zinsen, Dividenden und die realisierten Kursgewinne mit der Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer belegt werden. Dank Freistellungsauftrag ist zwar einen Teil der Erträge steuerfrei, doch für höhere Beträge – wie bei 100.000 Euro – bleibt die Steuerlast weiterhin spürbar.

Achte außerdem auf die Verwaltungskosten deiner Fonds und ETFs, die Transaktionsgebühren beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren und die Gebühren deines Depots. All diese Kosten schmälern deine tatsächliche Rendite und sollten daher bei der Auswahl der Anlageprodukte berücksichtigt werden. Vergleichsangebote wie der herMoney Depotvergleich helfen dir, kostengünstige Lösungen zu finden.

Auch die Inflation erschwert den realen Vermögensaufbau. Sie mindert die Kaufkraft deines Geldes, wodurch der reale Wert deines Vermögens mit der Zeit abnimmt. Es ist also entscheidend, nicht nur auf nominale Renditen zu achten, sondern auch die reale Rendite – also die Rendite nach Abzug der Inflation – im Blick zu behalten. Historisch lag die Inflationsrate in Deutschland bei etwa 2 Prozent, doch in jüngster Zeit haben wir auch höhere Werte erlebt.

Rechenbeispiel

Berücksichtigt man in unserem Rechenbeispiel eine durchschnittliche Inflationsrate von rund 2,7 Prozent*, benötigt man bereits einen Anlagehorizont von ganzen 51 Jahren und 3 Monaten, damit deine 100.000 Euro zu einer Million Euro anwachsen! Dies bedeutet eine zusätzliche Zeitspanne von etwa 21 Jahren im Vergleich zu einem Szenario ohne Inflation.

* Quelle: EZB; Stand: Q3/2023

FAQ

Sind 100.000 Euro viel Geld?

Das kommt auf deine finanziellen Ziele an. Was möchtest du mit den 100.000 Euro tun? Möchtest du dir beispielsweise eine Eigentumswohnung kaufen, sind die 100.000 Euro zwar eine gute Grundlage für die Finanzierung eines Immobilienkredites, ohne Kredit wird der Traum der eigenen Immobilie jedoch nicht möglich sein. Jedenfalls nicht in Deutschland.

Ist man mit 100.000 Euro reich?

Die Ergebnisse der Studie zum deutschen Haushaltsnettovermögen des Instituts der Deutschen Wirtschaft aus dem Jahr 2018 zeigen: 100.000 Euro sind zwar ein beträchtlicher Betrag, aber gelten nicht unbedingt als “viel Geld” im Sinne von Reichtum, besonders im Kontext der Vermögensverteilung in Deutschland.

Das Nettovermögen eines Haushalts setzt sich aus Immobilien- und Finanzvermögen (z.B. Tagesgeldkonten, Sparguthaben, Wertpapiere sowie Versicherungen) abzüglich aller Verbindlichkeiten wie Hypotheken, Konsumenten- und Ausbildungskredite zusammen. Um als Alleinstehende im Jahr 2018 zu den vermögensreichsten 10 Prozent der Haushalte in Deutschland zu gehören, war ein Nettovermögen von mehr als 305.700 Euro erforderlich, also fast die dreifache Menge! Bei Haushalten mit zwei Personen zählt man sogar erst ab 601.100 Euro zu den vermögensreichsten 10 Prozent.

Wie viel Zinsen und Dividenden bekomme ich für 100.000 Euro?

Das hängt natürlich davon ab, welche Anlageklasse und welche Bank du wählst. Möchtest du 100.000 Euro beispielsweise als Festgeld anlegen, bekommst du je nach Anlagedauer womöglich 3 Prozent Zinsen. Das wären dann rund 3.000 Euro pro Jahr. Bei einem ETF mit 6 Prozent Rendite wäre es doppelt so viel.

Achtung: Wenn du deine 100.000 Euro als Tagesgeld anlegst, sind die Zinsen mager und du kannst dein Vermögen kaum vermehren. Achte daher auf ein ausgewogenes Portfolio mit mehreren Bausteinen.

Wie lange kann man von 100.000 Euro leben?

Wie lange man von 100.000 Euro leben kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Lebensstil, Wohnsituation, Lage, persönliche Ausgaben durch Lebensmittel, Auto, Versicherungen und vieles mehr. Um herauszufinden, wie lange du von 100.000 Euro leben kannst, musst du zunächst deinen monatlichen Bedarf schätzen. Beläuft sich dein monatliches Budget beispielsweise auf rund 2.000 Euro, kannst du – ohne die Inflation zu berücksichtigen – etwa 50 Monate oder umgerechnet etwas mehr als 4 Jahre von deinem Ersparten leben.

Angst vor großen Summen: Was tun mit 100.000 Euro?

Frauen sollten ebenso wie Männer groß denken, wenn es um ihr finanziellen Ziele geht. Die Anlage größerer Beträge wie 100.000 Euro bietet Frauen die Möglichkeit, langfristig finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen und ihre Ziele zu verwirklichen. Oftmals zögern wir, größere Summen anzulegen, aus Angst vor Risiken oder aufgrund von traditionellen Finanzstereotypen. Doch gerade in einer Zeit, in der finanzielle Bildung und Eigenständigkeit immer wichtiger werden, ist es entscheidend, diese Bedenken zu überwinden.

IconherMoney Tipp

Du hast über 100.000 Euro auf dem Konto, bereits ETFs im Depot und möchtest einen Schritt weitergehen? Mit Einzelaktien kannst du zusätzliche Schwerpunkte setzen und höhere Renditen einfahren!

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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Simin Heuser

Simin Heuser hat Volkswirtschaftslehre studiert und war bereits für verschiedene Fondsgesellschaften und Fintechs tätig. Sie schreibt unter anderem als freie Autorin über Finanz- und Versicherungsthemen.

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