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Schritt 1:
Existenzrisiken
absichern
Schritt 2:
Altersversorgung
optimieren
Schritt 3:
Vermögen
aufbauen

Vermögen aufbauen in den Fünfzigern

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Du bist schon einige Zeit im Job und hast sicherlich schon ein paar Rücklagen gebildet. Vielleicht hast du auch ein kleines Vermögen geerbt. Aber lässt du dein Geld auch für sich arbeiten? Oder machst du in Gelddingen einfach dicht und deponierst dein Geld auf deinem Giro- oder Festgeldkonto? Da wärst du zumindest in großer Gesellschaft. Denn die Deutschen hatten laut Bundesbank-Bericht Ende vergangenen Jahres mehr als 2,3 Billionen Euro Guthaben auf Giro-, Tagesgeldkonten und Co liegen. Liegt dein Geld dort auch? Hoffentlich nicht! Denn ein Vermögen aufbauen, soviel ist sicher, kannst du so nicht!

Mache dir folgendes bewusst:

Wenn du 50.000 Euro zehn Jahre lang zu (bereits optimistischen) 0,5 % Zinsen auf einem Sparbuch anlegst, hast du am Ende 52.557 Euro Kapital.

Investiere dein Geld stattdessen über zehn Jahre in einen Aktienfonds, der (konservativ angesetzt!) fünf Prozent Rendite pro Jahr für dich erwirtschaftet, stehen am Ende gut 81.000 Euro zu Buche.

52.557 Euro oder mehr als 81.000 Euro? Du hast die Wahl! Am besten, du beginnst gleich jetzt, dich mit dem Thema Geldanlage zu befassen.

Selbst ist die Frau!

Es gibt Frauen, die überlassen alle Finanz-Entscheidungen ihrem Partner. Wir hoffen, du gehörst nicht dazu! Falls doch, ist es höchste Zeit, das zu ändern. Auch wenn du dich zu 100% auf deinen Partner verlassen kannst, ist es nicht ratsam, das Heft komplett aus der Hand zu geben. Zum einen, weil du völlig aufgeschmissen wärst, wenn dein Partner stirbt oder die Ehe in die Brüche geht. Zum anderen, weil du bestimmt auch individuelle Ziele hast.

Kann ich nicht, gibt es nicht!

Du bist der Meinung, dass du dich in Gelddingen nicht auskennst? Dann ändere das, schließlich geht es um dein Geld. Du musst auch gar keine Expertin sein, um dein Geld vernünftig anzulegen – zum Beispiel in Fonds oder ETFs. Falls du aber tiefer einsteigen wollen, kannst du schnell selbst zur Expertin werden. Nimm dir ein wenig Zeit für eine gründliche Einarbeitung. Wir helfen dir dabei – und informieren dich über unseren Newsletter regelmäßig über wesentliche Themen der Geldanlage. Du wirst sehen: Bereits nach kurzer Zeit findest du dich bestens zurecht.

Geldanlage ist keine Männersache!

Du bist der Meinung, dass dein Partner sich besser um deine Finanzen kümmern kann als du selbst? Ein Irrtum. Denn Börse ist ein Spiel mit Erwartungen; es gelten die Gesetze der Psychologie. Neben Informationen benötigst du als Investor vor allem eine gehörige Portion Intuition, mit der du als Frau in der Regel bestens ausgestattet bist. Wen wundert´s, dass weibliche Privatanleger oft erfolgreicher sind. Die Direktbank ING Diba hat beispielsweise Ende 2019 über 806.000 Wertpapierdepots ausgewertet. Das Ergebnis: Weibliche Privatanleger waren mit durchschnittlich 24,11 Prozent Rendite erfolgreicher als männliche mit 23,5 Prozent. Also nur Mut: Das kannst du auch!

Bestandsaufnahme!

In den Fünfzigern solltest du ein bis zwei Brutto-Jahresgehälter auf der hohen Kante haben – alles was mehr ist, ist erfreulich! Wenn es weniger sein sollte, musst du jetzt schnellstens Gas geben!

Mach’ dir sich nichts vor: Es schafft Freiheit, wenn du dir den Friseurbesuch, die Massage oder den Trip nach Italien auch im Rentenalter noch leisten kannst. Ob du für solche Extras ein wenig „Spielgeld“ hast oder nicht, macht den Unterschied, ob du dich später als ältere Dame oder als alte Frau fühlst und wahrgenommen wirst.

Jetzt – in den Fünfzigern – kannst du noch etwas tun! Aber mache es spätestens jetzt!

Soll-Ist-Vergleich

Vermutlich musst du einen Finanzplanungs-Nachmittag einlegen, um dir Gedanken zu machen, die notwendigen Unterlagen herauszusuchen und zu rechnen. Verschiebe das nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag, denn es geht um dich, um deine Zukunft!

Rede dir nicht ein, dass es wohl schon reichen wird, sondern rechne nach! Damit du weißt, wo du stehst, was du dir einmal leisten kannst, und ob sich eventuell noch Lücken auftun, die es zu schließen gilt.

Höchstwahrscheinlich sind es nur noch rund 15 Jahre, die du arbeiten wirst. Daher kann deine Planung jetzt schon ziemlich konkret sein: Wann willst du aufhören zu arbeiten? Von was wirst du dann leben? Wie hoch wird deine gesetzliche Rente, und eventuell die Betriebsrente und vielleicht eine private Rente sein? Wann werden diese jeweils einsetzen?

Wenn du weißt, was du an laufenden Rentenzahlungen erwarten kannst, überlege, wie viel du gern zusätzlich jeden Monat aus deinem Finanzpolster entnehmen möchtest. Und dann mache den Plausibilitäts-Check: Reicht dein Finanzpolster für deine Wunsch-Entnahme aus?

Eine exakte Planung gibt es nicht, schließlich weißt du nicht, wie lange du lebst. Die statistische Lebenserwartung für Frauen, die in den 1960er Jahren geboren sind, beträgt etwa 84 Jahre. Natürlich kannst du auch früher sterben oder viel älter werden. Um die Rechnung einfach zu halten, gehen wir hier von 30 Rentenjahren aus.

Die Lebenserwartung spielt für die gesetzliche Rente, die Betriebsrente und die private Rente keine Rolle – diese Renten werden bis zu Ihrem Lebensende gezahlt. Anders sieht es mit deinem privaten Polster aus. Wenn du Monat für Monat Geld zum Leben entnimmst, ist es irgendwann aufgebraucht!

Eine Beispielrechnung:

Angenommen, du beziehst bei Renteneintritt 1.300 Euro Rente und bräuchtest nach heutigem Stand aber 1.800 Euro, um ohne Einschränkungen über die Runden zu kommen, dann müsstest du 500 Euro im Monat aus deinem Vermögen „verbrauchen“. Zinsen und Inflation könnten sich gegenseitig annähernd aufheben und werden nicht berücksichtigt. Dann benötigst du in 25 bzw. 30 Rentenjahren also 150.000 bzw. 180.000 Euro – damit du eine Vorstellung von der Größenordnung hast.

Dein Finanzbedarf im Rentenalter hängt von vielen Faktoren ab. Bist du aktiv und hast teure Hobbys? Zahlst du hohe Beiträge für eine leistungsstarke private Krankenversicherung? Lebst du in der Stadt oder auf dem Land, wo die Mieten erschwinglich sind? Lebst du in den eigenen vier Wänden, so dass du gar keine Miete zahlst?

herMoney Tipp:

Überschlage, was du zu erwarten hast und was du brauchst. Das gibt Ihnen ein grobes Gefühl für die Größenordnung. Für konkrete Planungen ist es ratsam, sich Unterstützung von einem Profi zu holen!

Was tun, wenn es nicht reicht?

Wenn du bei deiner Berechnung zum Ergebnis kommst, dass du später aus dem Vollen schöpfen kannst und es locker reichen wird: Prima! Mach weiter so!

Wenn du zum Ergebnis kommst, dass es nicht reicht, verzweifle nicht! Du hast ja noch ein paar Jahre Zeit und kannst etwas tun! Lasse dich von einer kompetenten Beraterin oder einem kompetenten Berater unterstützen bei der Überlegung, wie du dein Finanzziel am besten erreichst. Ein Profi kann dir auch bei der Berechnung helfen. Wichtig ist, dass du agierst, denn die Wahrscheinlichkeit, dass eine gute Fee es bis zu deinem Renteneintritt schon richten wird, ist leider äußerst gering!

Welche Möglichkeiten habe ich?

Per Sparbuch ein Vermögen aufbauen? Vergiss es – das hat die Beispielrechnung gezeigt. Sparen allein bringt also keine Rendite. Der Grund: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins auf Null gesenkt, so dass die Banken für Ihre Spargroschen kaum Zinsen bieten können. Wenn du dein Geld aber unverzinst auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto oder auch auf einem Sparkonto schlummern lässt, musst du im Gegenteil sogar damit rechnen, dass es im Laufe der Zeit weniger wird. Oder anders ausgedrückt: Dass der Wert deines Geldes, die so genannte Kaufkraft, sinkt. Grund dafür ist die Inflation, also die Teuerung von Gütern und Dienstleistungen. Ziehen die Preise an, bekommst du weniger Ware für dein Geld.

Um Vermögen aufzubauen, musst du dein Geld investieren. Gute Unternehmen bieten gute Renditechancen. Du kannst dich an Unternehmen beteiligen per Aktie, oder aber du gewährst ihnen einen Kredit per Anleihe. Bei Aktien profitierst du von möglichen Kurssteigerungen an der Börse sowie von der Ausschüttung des Gewinns, der so genannten Dividende. Bei Anleihen erhältst du regelmäßig Zinsen, den sogenannten Kupon.

Anfängerinnen empfiehlt es sich, nicht gleich auf Einzelwerte zu setzen. Besser geeignet sind Fonds, die von Profis gemanagt werden. Der Vorteil: Dein Geld wird in viele Aktien oder Anleihen investiert, sodass die Risiken sinken. Fonds gibt es nicht nur für Aktien. Auch kannst du in Anleihenfonds (Rentenfonds) oder Mischfonds investieren, je nachdem, wie viel Risiko du eingehen möchtest.

Eine kostengünstige Alternative bilden ETFs. Das sind Fonds, die die Wertentwicklung einer Region, eines Marktes oder einer Branche abbilden – sie kommen also ohne einen Manager aus, der eine Auswahl trifft.

Um dein Geld in Aktien, Fonds oder ETFs zu investieren, benötigst du ein Wertpapierdepot. Im herMoney Depot-Vergleich haben wir die größten Depots hinsichtlich Kosten und Bedienbarkeit unter die Lupe genommen. Diese Depots haben in unseren Vergleich gut abgeschnitten!

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Risiken reduzieren

Wenn dein Ziel der (weitere) Aufbau deiner Altersvorsorge ist, hast du ja vermutlich noch über 10 Jahre vor dir, bis du in Rente gehen wirst. Bei Finanzanlagen spricht man da von einem „langfristigen Anlagehorizont“. In dem Fall braucht dein Augenmerk nicht so sehr auf einer gleichmäßigen Wertentwicklung zu liegen wie bei kurzfristiger Anlage. Wenn du aber Kurskorrekturen befürchten, kannst du die Risiken reduzieren, indem du „scheibchenweise“ investierst – zum Beispiel per Sparplan. Den bieten Banken für die meisten Fonds und ETFs an. Mit einem Sparplan investierst du monatlich, vierteljährlich oder jährlich einen von dir festgesetzten Betrag. Steigen die Kurse, gibt es weniger Anteile; bei Korrekturen dagegen bekommst du mehr Anteile für dein Geld, die in der darauf folgenden Erholung gute Renditeaussichten versprechen.

Das solltest du beachten

Du bekommst nichts geschenkt!

Viele Frauen interessieren sich nur wenig für den Kapitalmarkt und Finanzanlagen. Daher sind viele der Meinung, dass hier völlig andere Mechanismen wirken als im sonstigen Leben oder gar geheime Bünde im Verborgenen arbeiten.

Glaube in Finanzdingen nicht an Geheimwissenschaften oder Hokuspokus, sondern wende deinen gesunden Menschenverstand an. Wenn dir jemand eine Anlagemöglichkeit anbietet, die angeblich eine sehr hohe Rendite und kein Risiko bergen soll, sei skeptisch! Warum sollte ein Unternehmen, das problemlos einen Bankkredit zu 3 oder 4 Prozent bekäme, dir 8 Prozent Zinsen für dein Geld anbieten? Hat da jemand Geld zu verschenken und wählt dafür ausgerechnet dich aus? Wohl kaum! Wo eine hohe Rendite winkt, gibt es auch Risiken – das sagt der gesunde Menschenverstand, und so ist es auch im richtigen Finanz-Leben.

herMoney Tipp:

Lass’ dir keinen Bären aufbinden und dir keine „besonders attraktive“ Anlage aufschwatzen, die hohe Kosten verursacht und dein Kapital über viele Jahre bindet!

Deine Anlage muss zum Anlageziel passen!

Willst du für das Alter vorsorgen und langfristig investieren? Dann kannst du höhere Risiken eingehen, als wenn du kurzfristige Ziele verfolgst. Vielleicht möchtest du dir in den kommenden Jahren mit einer Weltreise einen teuren Herzenswunsch erfüllen? Vielleicht steht auch eine teure Zahnsanierung an, die du nicht aus dem laufenden Einkommen bezahlen kannst?

herMoney Tipp:

Unterscheide zwischen kurzfristigen und langfristigen Sparzielen – und teile dein Kapital bzw. deinen Sparbetrag entsprechend auf! Es ist empfehlenswert, die Strategie in regelmäßigen Abständen zu prüfen und anzupassen.

Deine Anlage muss zu Dir passen!

Die beste Geldanlage macht wenig Sinn, wenn du deswegen schlaflose Nächte verbringst. Kannst du dir Wertschwankungen deines Vermögens leisten? Und kannst du zwischenzeitliche Verluste auch aushalten?

herMoney Tipp:
Anlagestrategien gibt es für jede Risikoneigung – Deine Anlagestrategie sollte aber auf jeden Fall zu Deiner Risikoneigung passen. Überschätze dich nicht. Es macht wenig Sinn, zu hohe Risiken einzugehen und bei Kurskorrekturen in Panik mit Verlust zu verkaufen!

Reduziere die Risiken!

Du weißt nicht, welches Anlage-Produkt, welcher Fonds, welche Aktie sich künftig als besonders gut erweisen wird, und welche sich nur mittelprächtig oder gar schlecht entwickeln werden? Willkommen im Club! Mit Gewissheit weiß das leider niemand im Vorhinein! Aus diesem Grund ist es schlau, bei Finanzanlagen immer „auf mehreren Beinen zu stehen“, also breit zu streuen. Dadurch reduzierst du die Risiken.

herMoney Tipp:

Mit Fonds und ETFs bist du automatisch breit aufgestellt, mit mehreren Fonds oder ETFs noch viel breiter. Berücksichtige nicht nur unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, sondern streue auch über unterschiedliche Länder und Branchen.

Flexibel bleiben – auch beim Ausstieg

Mit Investmentfonds oder ETFs kannst du auch jederzeit und ohne Einhaltung von Fristen über dein angespartes Vermögen verfügen. Eins solltest du dabei im Hinterkopf behalten: Wenn du in Fonds investierst, die mitunter stark schwanken können (z.B. Aktienfonds), dann ist auch nicht jeder Zeitpunkt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf der Anteile. Wenn die Kurse an den Börsen fallen, werden Aktienfonds davon zwangsweise in Mitleidenschaft gezogen. Es ist unvorteilhaft und könnte dir Verluste bescheren, wenn du gerade dann verkaufen musst.

herMoney Tipp:

Behalte deine Investments im Blick. Wer du auf die 60 zugehst, solltest du beginnen, die Anlagerisiken peu à peu zu reduzieren und von Aktien- in Misch- oder Rentenfonds umzuschichten.

Bleibe am Ball!

Geldanlage ist kein Hexenwerk, aber ganz ohne Engagement kommst du nicht aus. Informiere dich über deine Möglichkeiten und nimm dir die Zeit, deine Investments in regelmäßigen Abständen zu adjustieren!

herMoney Tipp:

Du hast keine Zeit oder gar keine Lust, dich mit der Geldanlage zu beschäftigen? Deswegen gar nichts zu machen, wäre die schlechteste Lösung. Besser: Du suchst dir einen Berater, der sich um dein Geld kümmert. Oder aber du nutzt das digitale Angebot einiger Banken, die dir online je nach Anlagedauer und Risikoneigung konkrete Vorschläge machen.

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