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Die Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB) Jutta Allmendinger hat kürzlich eine sehr pessimistische Prognose für Frauenkarrieren geliefert: Um drei Jahrzehnte sei der erreichte Fortschritt zurückgeworfen. Bedeuten würde das beispielsweise eine Frauenerwerbsquote von unter 60 Prozent statt 72 Prozent wie heute (Zahl von 2018).

Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung zeigt: 27 Prozent der Frauen haben während der Corona Krise ihre Arbeitszeit reduziert, um die Kinderbetreuung zu gewährleisten. Die Gleichberechtigung bei der Kinderbetreuung hat durch Corona der Studie zufolge spürbar gelitten: Eine zuvor gleiche Aufteilung der unbezahlten Arbeit halten nur noch rund 60 Prozent der Paare aufrecht.

Die Forscherinnen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts warnen davor, dass sich der Gender Pay Gap auch langfristig vergrößern könnte – falls die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise noch länger spürbar bleiben und Frauen deshalb möglicherweise nicht zu ihren vorherigen Arbeitszeiten zurückkehren können.

Und warum nehmen viele Frauen ihre Partner nicht hartnäckiger in die Pflicht? Bettina Kohlrausch, die Verfasserin der Studie, vermutet, dass die Verhandlungen darüber, wer was übernimmt, oftmals gar nicht stattfinden, weil sich die Ereignisse überschlagen. Oder die Verhandlungen gingen zulasten des Partners aus, der weniger verdient – und das sind in vielen Fällen leider noch immer die Frauen.

 

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