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30 Jahre Einheit – Zeit, einen genaueren Blick auf die Situation Ost/West zu werfen. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut WSI hat den Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern auf den Arbeitsmärkten in West- und Ostdeutschland untersucht und wirft zunächst einen Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Systeme in DDR und BRD:

In der DDR wurde mit gezielten Maßnahmen schon früh versucht, Frauen in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Auch das Leitbild der berufstätigen Mutter und das einer eigenständigen Existenzsicherung durch Erwerbsarbeit wurde gesellschaftlich befördert.

Gegensätzlich dazu entwickelte sich die Rolle der Frau in der BRD: Aufgrund der schlechten ökonomischen Lage sank Ende der 1940er Jahre die Nachfrage nach (weiblicher) Arbeit. Politische Maßnahmen wie Steuerfreibeträge und die Einführung des Kindergeldes haben das traditionelle Familienbild weiter befördert.

Die Auswirkungen sind bis heute spürbar, zum Beispiel beim Gender Pay Gap: Während der Gender Pay Gap im Westen etwa 21 Prozent beträgt, liegt er im Osten nur bei etwa 7%. Einer der Gründe: Im Osten leben deutlich mehr Familien mit dem Vollzeit/Vollzeit-Modell. Laut Studie liegt das einerseits an einer deutlich umfassenderen Kinderbetreuung und andererseits daran, dass das Lohnniveau im Osten so gering ist und die Familie keine andere Wahl hat.

Die Studie zeigt zwar insgesamt, dass sich die beiden kulturell vormals stark unterschiedlichen Teile Deutschlands seit der Wiedervereinigung teilweise deutlich angeglichen haben. Allerdings sind die grundlegenden Unterschiede der politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen und Erwartungen bis heute spürbar.

 

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