Newsletter

herMoney Newsletter

Registrieren Sie sich jetzt zu unserem kostenlosen Newsletter und verpassen Sie nie wieder die neuesten Tipps und Neuigkeiten für Ihr finanzielles Wohlergehen.

Jetzt Finanzwissen sichern

Werbung

Wer an der Börse die Dividenden im Blick hat, fährt langfristig hohe Gewinne ein. Wir erklären, wie’s geht.

Inhalt:

Wie hoch ist die Dividendenrendite der DAX-Unternehmen im Durchschnitt?

Wie wichtig ist eine hohe Dividendenrendite bei der Aktienauswahl?

Wer zahlt die höchste Dividende im DAX?  

Wie berechnet man die Dividendenrendite?

Liste: Die höchsten erwarteten Dividendenrenditen 2021

Wann zahlen DAX-Unternehmen die Dividende?

Die Dividendenrendite sollte nicht zu stark schwanken

Gibt es unter den DAX-Dividendenaktien auch Dividenden-Aristokraten?

herMoney Tipp 

Dividendenrenditen von DAX-Unternehmen: Das Wichtigste in Kürze

Die Dividendenrendite dient als Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Je höher, desto besser. Aber sie sollte nie der einzige Grund für den Kauf einer Aktie sein.

Hohe Dividenden zahlen aktuell E.ON und BASF. Analysten erwarten, dass beispielsweise RTL und Freenet im Lauf des Jahres 2021 ebenfalls sehr hohe Dividendenrenditen auszahlen werden.

Sogenannte Dividenden-Aristokraten sind dafür bekannt, seit Jahrzehnten stabile Dividenden auszuzahlen. Dazu gehören beispielsweise SAP und Fresenius.   

Werbung

Wie hoch ist die Dividendenrendite der DAX-Unternehmen im Durchschnitt?

Gerade mal 2,4 Prozent beträgt die durchschnittliche Dividendenrendite des DAX derzeit. So stark schwanken Aktienkurse gelegentlich an einem einzigen Tag! Die erwartete Kurssteigerung ist beim Aktienkauf oft die größte Motivation der Anlegerinnen, doch sie sollte nicht die einzige sein.

Dividenden, also die Ausschüttungen von Unternehmen an ihre Aktionäre, sind eine zusätzliche Einnahmequelle. Auf Dauer sogar eine besonders lukrative!

Wie wichtig ist eine hohe Dividendenrendite bei der Aktienauswahl?

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Aktien mit einer hohen Dividendenausschüttung langfristig unter dem Strich mehr einbringen als jene, die ihren Anteilseignern kein Geld zukommen lassen.

Nobelpreisträger Eugene Fama und sein Kollege Kenneth French verglichen dazu die Ergebnisse von US-Aktiengesellschaften von 1927 bis 2014. Aktien von Firmen, die Dividenden ausgezahlt hatten, brachten im Durchschnitt 10,5 Prozent Ertrag pro Jahr. „Nur“ 8,5 Prozent waren es dagegen bei dividendenlosen Aktien.

Mehr dazu erfährst du in unserem Podcast:

Wer zahlt die höchste Dividende im DAX?

Einige DAX-Unternehmen lassen ihren Aktionären gar keine oder nur eine dürftige Dividende zukommen, andere hingegen bedienen die Anteilseigner großzügig. Deutsche Aktien mit optisch hoher Dividende sind die Münchener Rück und die Allianz, die 9,80 beziehungsweise 9,60 Euro ausschütten.

Doch der absolute Betrag hat wenig Aussagekraft. Erst wenn man die Dividende einer Aktie in Relation zum Kurs setzt, lassen sich die Ergebnisse vergleichen (dazu gleich mehr). Die Rangliste der Dividenden deutscher Aktien führt E.ON an. Der Energieversorger schüttet 0,48 Euro aus.

Deutsche Aktien mit hoher Dividende

  • E.ON: 5,32 %
  • BASF: 4,89 %
  • Allianz 4,72 %
  • Münchener Rück: 4,12 %
  • Deutsche Telekom: 3,95 %

Quelle: Boersengefluester.de / DataSelect Premium (13.01.2021)

Wie berechnet man die Dividendenrendite?

An sich brauchst du keinen Taschenrechner und musst auch nicht groß rechnen, wenn du Dividenden vergleichen willst. Denn im Internet finden sich viele Übersichtstabellen mit aktuellen Zahlen.

Die Dividendenrendite ist aber auch leicht zu errechnen: Man setzt lediglich die Dividende in Relation zum Aktienkurs. Würde zum Beispiel die Münchener Rück bei einem Aktienkurs von 250 Euro eine Dividende von 10 Euro ausschütten, wäre die Dividendenrendite 4 Prozent.

Die Formel lautet:
Dividendenrendite = Dividende/Aktienkurs* 100
Bei unserem Beispiel wäre das: (10/250)*100 = 4 %

Liste: Die höchsten erwarteten Dividendenrenditen 2021

Die Dividendenrenditen einzelner deutscher Aktien unterscheiden sich stark:

Die höchsten erwarteten Dividendenrenditen des DAX in 2021:

  • E.ON: 5,40 %
  • Allianz: 5,10 %
  • BASF: 5,09 %
  • Münchner Rück 4,44 %
  • Deutsche Telekom: 4,04 %

Die höchsten erwarteten Dividendenrendite des MDAX in 2021:

  • Rational: 0,86 %
  • Wacker Chemie: 0,82 %
  • Scout24: 0,76 %
  • Bechtle: 0,74 %
  • Compugroup: 0,63 %

Werbung

Die höchsten erwarteten Dividendenrenditen des TecDAX in 2021:

  • Freenet: 8,69 %
  • Telefonica: 7,05 %
  • Deutsche Telekom: 3,95 %
  • Software AG: 2,31 %
  • Siemens Healthineers: 1,79 %

Die höchsten erwarteten Dividendenreniten des SDAX in 2021:

  • RTL: 6,30 %
  • Hamborner Reit: 5,32 %
  • DWS Group: 5,23 %
  • Deutsche Pfandbrief: 4,87 %
  • Talanx: 4,74 %

Quelle: Börse online (14.01.2021), Börsengeflüster (02.02.2021)


Du suchst nach möglichst sicheren Aktien?
Dann könnten diese Titel für dich interessant sein

 


Wann zahlen DAX-Unternehmen die Dividende?

Wann und wie das Geld überwiesen wird, läuft nach einem festen Plan. Der Vorstand einer Aktiengesellschaft schlägt die Höhe der Dividende vor. Darüber abgestimmt und final beschlossen wird sie aber von der Hauptversammlung, dem jährlichen Treffen der Anteilseigner. Jeder Aktionär und jede Aktionärin – auch du – kannst daran teilnehmen und mitbestimmen.

Besitzt du die Aktie am Tag der Hauptversammlung, erhältst du auch die Dividende. Du musst das Wertpapier also nicht das ganze Jahr halten, wie das bei Anleihen üblich ist. Allein der Tag der Hauptversammlung ist entscheidend. Ausgezahlt wird das Geld neuerdings drei Geschäftstage später.

Andere Länder, andere Sitten: In den USA und in weiteren Ländern schütten die Firmen die Dividenden nicht einmal jährlich, sondern quartalsweise aus. Auch halbjährliche Dividendenzahlungen sind möglich.

Wann die einzelnen Hauptversammlungstermine in diesem Jahr stattfinden, bestimmen die Unternehmen. Die Dividendentermine für 2021 für DAX-Aktien stehen also bereits fest. Einen schnellen Überblick über die bevorstehenden Dividendentermine von DAX-Unternehmen ermöglichen Hauptversammlungs- und Dividendenkalender.

Die Dividendenrendite sollte nicht zu stark schwanken

Dividendenaktien sind besonders attraktiv, wenn sie kontinuierlich, also Jahr für Jahr Geld überweisen. Denn was nützt eine hohe Auszahlung in einem Jahr, wenn dann wieder mehrere Jahre Flaute ist und die Einnahmen ausbleiben.

Vorsichtig solltest du sein, wenn die Dividendenrendite stark schwankt. Dann solltest du vor einem Investment erst einmal die Ursachen ergründen. Rein rechnerisch schnellt die Dividendenrendite in die Höhe, wenn der Aktienkurs eingebrochen ist. Das liegt möglicherweise an der allgemeinen Börsenentwicklung, oft aber auch am Unternehmen selbst. In diesem Fall gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Prüfe, ob das Geschäftsmodell noch stimmig ist oder es stärkere Wettbewerber gibt, die den Markt zunehmend beherrschen.

Vorsicht ist auch beim DivDAX angebracht, der Blue Chips (bestimmte Aktien großer Unternehmen) mit hoher Dividendenrendite widerspiegelt. Er besteht lediglich aus 15 Dividendenaktien und berücksichtigt nur die Höhe der Dividende, nicht aber die Dividendenkontinuität. Unvorhersehbare Ereignisse wie die Corona-Krise können die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Umso besser, wenn es trotzdem eine Ausschüttung gibt.

Stehen Unternehmen wirtschaftlich und finanziell auf soliden Beinen und sind strategisch gut positioniert, können sie die Aktionäre auch in Krisenjahren zuverlässig mit einer Ausschüttung bei Laune halten.


Grünes Trendthema Wasserstoff
Mit diesen Aktien kannst du einsteigen

 


Gibt es unter den DAX-Dividendenaktien auch Dividenden-Aristokraten?

Aktiengesellschaften, die ihre Ausschüttungen über Jahrzehnte hinweg stabil halten oder gar steigern können, haben einen eigenen Namen: Dividenden-Aristokraten. Unter den weltweiten Dividenden-Aktien gibt es mehrere, vor allem in den USA. Zu ihnen zählen zum Beispiel IBM und Coca-Cola. Auf die dividendenstärksten Aktien des amerikanischen S&P-500-Index kannst du ganz einfach mit einem ETF wie dem SPDR S&P US Dividend Aristocrats (ISIN: IE00B6YX5D40, WKN: A1JKS0) setzen.

Im DAX ist Fresenius das Vorzeige-Unternehmen, das im Mai 2021 eine Dividende von 0,85 Euro auszahlt und damit die Ausschüttung zum 28. Mal in Folge erhöht. Mit einer Dividendenrendite von 2,2 Prozent schafft es der Gesundheitskonzern aber nicht auf die oberen Ränge in den Vergleichstabellen.

Ähnlich hoch ist die Dividendenrendite von SAP, sie liegt bei 2,3 Prozent. Der Walldorfer Konzern gilt neben Fresenius ebenfalls als zuverlässiger Dividendenzahler.

Kontinuierliche und idealerweise steigende Ausschüttungen sind für Anleger*innen oft wichtiger als eine hohe einmalige Dividendenzahlung. Zudem haben steigende Dividenden einen besonderen Charme: Kauft man die Aktie und hält sie über mehrere Jahre, steigt im Laufe der Zeit die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital.

Den Effekt kontinuierlich wachsender Dividenden zeigt folgende Rechnung: Wer heute 10.000 Euro in eine Aktie mit 2,2 Prozent Dividendenrendite steckt und die Dividenden wieder anlegt, hat bei unveränderten Kursen und gleichbleibender Dividende nach 25 Jahren knapp 5.000 Euro mehr auf der hohen Kante. Das wirkt nicht überragend, da geht noch mehr.

Erhöht das Unternehmen die Ausschüttung jährlich um 5 Prozent, sind es rund 11.400 Euro mehr und bei 8 Prozent verdreifacht sich der Kapitaleinsatz. Stetig steigende Dividenden sorgen also für zusätzlichen Schub. Genau das, was Anleger*innen sich wünschen.

Werbung

herMoney Tipp

Solide Dividendenaktien bringen kontinuierliche Erträge und ein hohes Maß an Stabilität. Wenn du keine Einzelaktienrisiken eingehen möchtest, kannst du auch breit gestreut in Dividendentitel investieren – mit ETF oder aber mit einem aktiv gemanagten Fonds, bei dem ein Profi die Auswahl trifft. Die breite Streuung über viele Unternehmen reduziert das Anlagerisiko!

Aktien kaufen: So geht’s

1. Schritt: Überlege, ob Aktien die richtige Anlage für dich sind. Wenn du einsteigen willst, solltest du bereit sein, dich in die Thematik einzuarbeiten. Nur dann wirst in der Lage sein, vielversprechende von riskanten Aktien zu unterscheiden. Für Anfänger*innen und Frauen, die sich nur wenig kümmern wollen, bieten sich ETFs an.

2. Schritt: Überlege, welche Wirtschaftszweige du für vielversprechend hältst. Vergleiche verschiedene Unternehmen der entsprechenden Branche und prüfe wichtige Kennzahlen.

3. Schritt: Im besten Fall verkaufst du deine Aktien erst, wenn sie Höchstkurse erreicht haben. Tipp der Börsen-Ikone Beate Sander: Schlechte Titel können ganz aussortiert werden, Top-Werte bleiben aber im Depot. Hier dienen Teilverkäufe lediglich dazu, die Gewinne neu anzulegen und so weiter Vermögen aufzubauen.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

Beitrag teilen: