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Wasser ist lebensnotwendig. Wie du von Wasser-Investments profitieren und gleichzeitig nachhaltig investieren kannst.

Inhalt

Sind Wasser-ETFs sinnvoll?

Die besten Wasser-ETFs
> Tabelle
> Zusammensetzung
> Nachhaltigkeit

Risiko

Wasser-ETFs: Das Wichtigste in Kürze

Der Wasser-Bedarf könnte Experten zufolge weltweit steigen. Davon würden natürlich auch Wasser-ETFs profitieren.

Der beste Wasser-ETF hat in den letzten 5 Jahren eine Rendite von 12 % erzielt (iShares Global Water ETF USD Dist).

Nicht alle Wasser-ETFs sind nachhaltig. Wer einen grünen Wasser-Fonds sucht, kann die Morningstar-Nachhaltigkeitsbewertung prüfen oder auf den Begriff “sustainable” im Fonds-Namen achten.

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Viele Frauen fühlen sich von der Idee angesprochen, in Wasser zu investieren. Jeder auf der Welt sollte ausreichend zu essen und sauberes Wasser zu trinken haben – diesen Anspruch würde sicher ein Großteil aller Frauen unterschreiben. Wie schön wäre es, wenn man diesem Ziel mit seinen Investitionen ein wenig näherkommen könnte!

Zu einem gewissen Teil geht das tatsächlich, aber leider nicht mit 100-prozentiger Wirksamkeit. Es gibt nämlich speziell ausgerichtete Aktienfonds, die gezielt auf Unternehmen setzen, die im weiteren Sinne mit Wasser zu tun haben. Wie du die besten Wasser-ETFs findest, erklären wir dir in diesem Artikel.

Sind globale Wasser-ETFs sinnvoll? Mögliche Renditen in der Zukunft

Mit Sicherheit hat Wasser Zukunft, denn ohne Wasser geht auf dieser Erde nichts. Viele ExpertInnen sehen für die Wasser-Branche gute Perspektiven. So schreibt beispielsweise die Vermögensverwaltung „Grünes Geld“ auf ihrer Website: „Wasserfonds profitieren vom weltweit steigenden Bedarf nach sauberem Trinkwasser. Während in Schwellenländern der Bedarf durch die wachsende Bevölkerung wächst, ist der Bedarf in den Industrieländern durch marode Wassersysteme begründet. In London schätzt man, dass 2009 ca. 60% des Trinkwassers durch undichte Rohrsysteme verloren gingen.“

Tatsächlich lag die Wertentwicklung vieler Wasserfonds in den vergangenen drei Jahren um die 12 bis 15 % pro Jahr. Allerdings waren die vergangenen drei Jahre generell gute Aktien-Jahre. Man weiß nie, wie es in der näheren Zukunft weitergeht.

Welches Wasser-Unternehmen die besten Zukunftsaussichten hat, versuchen Managerinnen aktiv verwalteter Wasser-Fonds herauszufinden. Sie setzen dann auf die Firmen, die ihnen am vielversprechendsten vorkommen.

Die besten Wasser-ETFs im Vergleich

Weil das Thema „Wasser“ offenbar viele Menschen anspricht, ist die Anzahl an Fonds mit diesem Fokus auf eine stattliche Größe angewachsen. Aber was ist nun der beste Wasser-ETF oder aktiver Wasser-Fonds? Wir haben das Analyse- und Datenhaus Morningstar um eine Liste mit den aktuellen besten Wasser-Fonds gebeten.

Generated by wpDataTables

Quelle: Morningstar, 03.03.2022

Index-Check: Die Zusammensetzung der Wasser-ETFs

Der iShares Global Water ETF bezieht sich auf den S&P Global Water Index. Dieser Index enthält 48 weltweite Unternehmen, die im Bereich der Wasserkraft und ähnlicher Themen rund um Wasser tätig sind.

Die größten Positionen:
– American Water Works Co Inc (amerikanisches Wasserversorgungsunternehmen)
– Xylem Inc (amerikanische Firma, die Anlagen zur Wasseraufbereitung herstellt)
– Veolia Environnement SA (französisches Unternehmen mit Schwerpunkt Abwasser, Abfall- und Energieversorgung)

Der Lyxor MSCI Water ESG Filtered ETF hat als Referenz-Index den MSCI ACWI IMI Water ESG Filtered Net Total Return Index. Hier sind 39 Unternehmen gelistet.

Die größten Positionen:
– Waste Management Inc (amerikanisches Unternehmen im Bereich Abfall / Abwasser)
– Veolia Environnement SA
– American Water Works Co Inc

Der L&G Clean Water UCITS ETF orientiert sich am Solactive Clean Water Index. Dieser ETF enthält die Aktion von 56 Unternehmen.

Die größten Positionen:
– Metso Outotec Corp (Recycling & Co.)
– Sulzer AG (Pumpen, Motoren, etc.)
– Aalberts NV (Rohrsysteme, Montagetechnik etc.)

Wer unter den Wasser-ETFs noch nicht fündig geworden ist, kann sich auch aktive Wasser-Fonds ansehen.

Generated by wpDataTables

Quelle: Morningstar, 03.03.2022

 

Wie finde ich einen nachhaltigen Wasser-Aktien-ETF?

Nicht alle Wasser-ETFs fokussieren sich auf das Aufbereiten oder Abfüllen von Trinkwasser, sondern die Bandbreite ist sehr umfangreich. Sie reicht von Wasseraufbereitungsunternehmen über Produzenten von Abfüll-Anlagen bis hin zu Bewässerungssystemen für die Landwirtschaft oder Herstellern von Klospülungen. „Wie bitte, Klospülungen?!“ fragst du dich jetzt vielleicht erstaunt.

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Tatsächlich hat in einem der ältesten Wasserfonds – dem im Januar 2000 aufgelegten Pictet-Water-Fonds –der bekannte Schweizer Klospülungshersteller Geberit einen nicht gerade geringen Portfolio-Anteil von 3,2 %. Warum auch nicht? Immerhin fließt durch eine Klosett-Spülung Wasser. Und die Wichtigkeit von WCs ist nicht von der Hand zu weisen. Aber mit Trinkwasser hat dieses Investment nicht viel zu tun. Das ist weder gut noch schlecht, du solltest es nur wissen.

Wir schreiben das deshalb so ausführlich, um zu zeigen: Es reicht nicht, einfach in einen Wasserfonds zu investieren und die Sache ist gut.

Wenn du einen nachhaltigen Wasser-Fonds kaufen möchtest:
– achte auf den Begriff „nachhaltig“ („sustainable“) im Namen. Entsprechende Fonds legen ausdrücklich Wert auf die Erfüllung bestimmter Umwelt- oder Sozial-Aspekte und wollen der Wasserknappheit auf der Welt entgegenwirken. Wenn dir dieser Aspekt wichtig ist, solltest du einen nachhaltigen Wasser-ETF auswählen.
– schau dir an, welche Wasser-Fonds eine hohe oder überdurchschnittliche Nachhaltigkeitsbewertung erhalten haben.

Legt man eines dieser beiden Kriterien zugrunde, kommen nur aktive Wasser-Fonds in Frage Nämlich:
– Fidelity Sust Water & Waste A Acc EUR
– RobecoSAM Sustainable Water Eqs F EUR
– SWC (LU) EF Sustainable Global Water JT
– Allianz Global Water W EUR
– DWS Global Water LD
– FBG 4Elements P
– Pictet-Water I EUR
– ÖkoWorld Water Life C

Reine Trinkwasser-ETFs oder ETFs für Wasserversorgung oder Wasseraufbereitung gibt es bisher nicht. Die meisten investieren breit in Wasser-Aktien aus aller Welt, sind also „world water ETFs“ oder „global water funds“. Ob du dann einen thesaurierenden oder ausschüttenden Wasser-ETF wählst, hängt von deinem Bedürfnis nach Liquidität ab. Hier erklären wir die Unterschiede thesaurierender und ausschüttender ETFs.

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Welche Auswahlkriterien sind außerdem wichtig?

Neben der Ausrichtung des Wasser-Fonds spielen auch die Kosten eine Rolle. Klar sind niedrige Kosten gut. Aber die aktiven Fonds zeigen durch ihre Performance, dass sie ihre oft deutlich höhere Managementgebühr manchmal wert sein können. Dass aktiv gemanagte Fonds eine höhere Gebühr verlangen als ETFs, die lediglich einen Index nachbilden, ist verständlich, denn hier analysiert das Fondsmanagement in einem aufwändigen Prozess einzelne Unternehmen.

Lass dich von dem sehr kostengünstigen KBI Water-Fonds übrigens nicht zu sehr locken: Seine Gebührenstruktur ist auf Großanleger gemünzt. Wenn du diesen Fonds überhaupt über deine Depotstelle erwerben kannst, dann nur mit Summen ab 10.000 Euro.

Darüber hinaus sind natürlich die Wertentwicklungen der Vergangenheit einen Blick Wert.

Wenn du diese Dinge beachtest, kannst du die Auswahl gut eingrenzen und findest bestimmt deinen Lieblingswasserfonds!


 

Wie hoch ist das Risiko von Wasserfonds?

Bei den in der Tabelle aufgeführten Wasser-Fonds handelt es sich ausnahmslos um Aktienfonds. Entsprechend hoch ist das Risiko. Es wird in der Tabelle mit der sogenannten „Standardabweichung“ über drei und fünf Jahre angegeben. Ein Wert zwischen 13,5 und 18,5 bedeutet, dass es in der Vergangenheit tüchtig auf und ab ging, aber das kennen wir ja von Aktienfonds!

Alles in allem ist zu beachten: Wasserfonds sind ziemlich speziell ausgerichtete Themen-Aktienfonds. Daher sind sie eher nicht als Basis-Investment geeignet, sondern als eng fokussierter Portfolio-Baustein. Solche Spezialitäten kannst du einsetzen, wenn dir ein Weltportfolio aus ein paar global ausgerichteten Aktien-ETFs zu langweilig erscheint. Mehr über die Zusammensetzung von ETF-Portfolios erfährst du hier.

Du hältst Wasser für ein profitables Zukunftsthema, sozusagen für das „blaue Gold“? Warum nicht? Dann widme diesem Thema einen Teil deines Depots. Mehr als 5 bis 10 % sollte er aber nicht ausmachen, denn das wäre ein hohes Risiko.

Insbesondere fortgeschrittene Anlegerinnen setzen gern unterschiedliche Schwerpunkte in ihrem Portfolio. Sie verwenden dazu vielleicht auch einzelne Wasser-Aktien oder speziell ausgerichtete Fonds. Aber natürlich kannst du auch als Anfängerin in einen Wasserfonds investieren. In jedem Fall solltest du etwas Zeit für deine Anlage haben. Bei Aktienfonds sind Anlagezeiträume von 5 oder 10 Jahren besser als zu kurzfristige Engagements. Über längere Zeiträume kann sich eine Delle nämlich eher wieder ausgleichen.

Als Sparplan eigenen sich Wasser-ETFs oder Wasser-Fonds natürlich auch.

herMoney Tipp

Wasser ist ein Thema, das ans Herz geht, weil Leben ohne Wasser nicht möglich ist. Ein Wasserfonds als „Special“ in deinem Depot könnte daher eine Überlegung wert sein. Aber das Thema sollte eine Beimischung bleiben, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden. Außerdem gibt es so viele andere interessante Themen, in die du vielleicht auch gern investieren möchtest! Hier nur einige Beispiele: Wasserstoff-ETFs, ETFs auf erneuerbare Energie oder Rohstoffe oder Batterie-ETFs, die auf den E-Mobilitätstrend setzen.

 

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchen Sie ein Depot. Das können Sie bei Ihrer Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kaufen Sie nicht irgendwelche Fonds. Machen Sie sich erst Gedanken, wie Ihr Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfahren Sie hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lesen Sie es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit Ihr Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb sollten Sie einmal pro Jahr prüfen, ob Ihr Depot noch Ihrem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalten Sie einen kühlen Kopf und sitzen Sie die Kursschwankungen einfach aus. Ganz mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.