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3.000 Euro brutto ist in etwa das Durchschnittsgehalt in Deutschland. Wir erklären, mit welchen Tricks du netto mehr herausbekommst.

Inhalt

Wie viel Geld bleibt mir netto bei 3.000 brutto?

Was wird von meinem Lohn abgezogen?

Sind 3.000 Euro brutto ein gutes Gehalt?

Wie viel muss ich verdienen, um 2.000 oder 2.500 Euro netto zu haben?

Fünf Tipps für mehr Netto vom Brutto

3.000 brutto in netto umgerechnet: Das Wichtigste in Kürze

Wie viel netto übrig bleibt, hängt zum Beispiel von deiner Steuerklasse ab. Häufig sind es um die 2.000 Euro, die am Ende auf dem Konto landen. Mit Kind ist es meist etwas mehr, zum Beispiel 2.200 Euro.

Mehr bleibt dir vom Bruttogehalt, wenn du eine Steuererklärung abgibst und Sachzuwendungen mit deinem Arbeitgeber vereinbarst. Manchmal lohnt sich auch ein Steuerklassenwechsel.

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Wie viel Geld bleibt mir netto bei 3.000 brutto?

Das Gehalt für den neuen Job klingt gut – aber ist es das wirklich? Von deinem Bruttolohn werden sowohl Steuern als auch Sozialabgaben abgezogen. Wie viel am Ende übrig ist, hängt von vielen Faktoren ab: Hast du Kinder? Bist du Mitglied in der Kirche? Was ist deine Steuerklasse?

Wie viel Geld dir netto bei 3000 brutto bleibt, zeigt dir der folgende Rechner:

© by brutto-netto-rechner.info

Was wird von meinem Lohn abgezogen?

Als Arbeitnehmerin musst du von deinem Bruttogehalt zum einen Steuern abführen. Dazu zählen:

  • Lohnsteuer: Sie ist eine Vorauszahlung auf die Einkommensteuer und wird auf deine Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhoben.
  • Kirchensteuer: Der Steuersatz liegt bei neun Prozent der Einkommensteuer beziehungsweise acht Prozent in Bayern und Baden-Württemberg.
  • Solidaritätszuschlag: Seit Januar 2021 zahlen rund 90 Prozent der Steuerzahler keinen „Soli“ mehr. Einige wenige müssen aber weiterhin 5,5 Prozent der Einkommensteuer abgeben.

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Etwa 20 Prozent deines Bruttolohns musst du für Sozialversicherungen zahlen. Dazu zählen:

  • Rentenversicherung: 9,3 Prozent
  • Arbeitslosenversicherung: 1,2 Prozent
  • Pflegeversicherung: 1,65 Prozent, wenn du keine Kinder hast und 1,525 Prozent für Eltern
  • Krankenversicherung: 7,3 Prozent plus die Hälfte der Zusatzbeiträge

1. Beispiel: 3.000 Euro brutto in netto umgerechnet bei Steuerklasse I

Angenommen, du bist ledig und hast keine Kinder. Du bist in Nordrhein-Westfahlen angestellt, verdienst 3.000 Euro im Monat und zahlst keine Kirchensteuer. Du bist gesetzlich bei der Krankenkasse versichert. In Steuerklasse I bleiben dir von deinen 3.000 Euro brutto in diesem Fall noch 2.013,84 Euro netto übrig.

2. Beispiel: 3.000 brutto in netto umgerechnet bei Steuerklasse III

Dein Partner und du habt ein gemeinsames Kind und lebt in Sachsen. Du verdienst 3.000 Euro im Monat. Aus der Kirche bist du ausgetreten und du bist gesetzlich krankenversichert. In diesem Fall bleiben dir am Ende des Monats 2.248,42 Euro von deinem Bruttogehalt übrig.

Gängige Fragen einfach erklärt

Was ist meine Steuerklasse – sollte ich sie wechseln?

Deine Lohnsteuerklasse ist von großer Bedeutung für die Höhe deines Nettoeinkommens. Du bist ledig und hast keine Kinder? Dann bist du in Steuerklasse I. Steuerklasse II gilt für Alleinerziehende. Welche Steuerklasse sich für Ehepaare lohnt, erfährst du hier.

Welchen Einfluss hat mein Wohnort auf meinen Nettolohn?

Dein Bundesland beeinflusst die Höhe deines Nettogehalts. Zum einen variiert die Höhe der Kirchensteuer. Zum anderen sind die Sozialversicherungsbeiträge in den neuen und alten Bundesländern unterschiedlich hoch.

Ich bin verbeamtet – Was muss ich wissen?

Brutto- und Nettogehälter sind bei BeamtInnen anders als bei anderen Berufsgruppen geregelt. In der Regel müssen BeamtInnen mit weniger Abzügen rechnen, weil sie bei den Sozialabgaben sparen. So musst du als Beamtin beispielsweise keine Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Steuern zahlst du aber regulär wie jede Angestellte.

Ich bin Rentnerin – Mit welchen Abgaben muss ich rechnen?

Als Rentnerin fallen für dich Beiträge zu Arbeitslosen- und Rentenversicherung weg. Solltest du gesetzlich krankenversichert sein, musst du von deiner Rente weiterhin Beiträge zu Krankenversicherung (7,3 Prozent plus Zusatzbeitrag) und Pflegeversicherung (3,05 Prozent ohne Kinder, 3,3 Prozent mit Kindern) zahlen. Versteuert wird deine Rente mit deinem persönlichen Steuersatz und abhängig von deinem Rentenbeginn.

Sind 3.000 Euro brutto ein gutes Gehalt?

Du verdienst etwa 3.000 Euro brutto im Monat? Dann liegt dein Gehalt so ziemlich im Durchschnitt. Hier die durchschnittlichen Monatsverdienste in Deutschland aus dem Jahr 2020:

  • alle ArbeitnehmerInnen in Vollzeit: 3.975 Euro brutto
  • Frauen in Vollzeit: 3.578 Euro brutto
  • Männer in Vollzeit: 4.146 Euro brutto
  • Alle ArbeitnehmerInnen inklusive Teilzeit und geringfügige Beschäftigung: 3.092 Euro brutto

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Die Zahlen zeigen: Frauen verdienen noch immer deutlich weniger. Woran das liegt, erklärt Henrike von Platen im herMoney-Talk.

Wie viel muss ich verdienen, um 2.000 oder 2.500 Euro netto zu haben?

Bei dir steht die nächste Gehaltsverhandlung an und du möchtest mehr netto verdienen? Schauen wir uns an, wie hoch das Bruttogehalt jeweils sein müsste:

1. Beispiel: 2.000 Euro netto mit Steuerklasse I

Gehen wir davon aus, dass du in Nordrhein-Westfahlen wohnst und keine Kinder hast. Du bist kein Mitglied in der Kirche und bist gesetzlich krankenversichert. In diesem Fall müsstest du 2.991,94 Euro brutto im Monat verdienen.

2. Beispiel: 2.500 Euro netto mit Steuerklasse III

Du bist verheiratet, lebst in Bayern und hast ein Kind. Du bist Mitglied in der Kirche und bist gesetzlich krankenversichert. In diesem Fall müsstest du 3.442,38 Euro brutto im Monat verdienen.

Fünf Tipps für mehr Netto vom Brutto

Du möchtest mehr aus deinem Bruttolohn herausholen? Mit diesen Maßnahmen kannst du deinen Nettoverdienst erhöhen:

  • Steuererklärung abgeben: Wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Im Schnitt erhalten Bundesbürger bis zu 1.051 Euro pro Jahr zurück.
  • Sachzuwendungen vereinbaren: Gutscheine, Produkte oder Dienstleistungen sind als Sachbezüge ab 2022 bis zu 50 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Steuerklasse wechseln: Wenn sich deine Lebensumstände zum Beispiel durch eine Heirat ändern, solltest du prüfen, welche Steuerklasse die richtige für euch ist.
  • Krankenkasse wechseln: Einige Kassen zahlen einen Teil zurück, wenn du über einen bestimmten Zeitraum hinweg keine Leistungen in Anspruch nimmst. Du überlegst zu wechseln? Achte darauf, dass auch die zukünftige Krankenkasse deinen Anforderungen entspricht und genug Leistungen bietet.
  • Kirchenaustritt: Mit einem Austritt aus der Kirche sparst du dir die Kirchensteuer.

herMoney-Tipp

Noch viel wichtiger als die Steuerersparnis ist, dein Bruttogehalt richtig zu verhandeln. Wie du bis zu 40 Prozent mehr bekommst, erklärt ein Verhandlungscoach im herMoney-Talk.

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