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Muss ich bei 1.300 Euro Rente bereits Steuern zahlen? Welche Beiträge zahlen bessergestellte RentnerInnen? Was von der Rente bleibt.

Inhaltsverzeichnis

Immer mehr RentnerInnen zahlen Steuern
Muss ich eine Steuererklärung abgeben?
Steuerfreier Teil der Rente
Renten-Netto-Rechner

Abzüge bei 1.300 – 1.800 Euro Rente: Das Wichtigste in Kürze

Ein gewisser Teil deiner Rente ist steuerfrei. Wie viel, hängt davon ab, wann du in Rente gehst. Beispiel: Gehst du 2022 im Ruhestand und lebst in Westdeutschland, musst du auf 1.263 Euro monatliche Rente keine Steuern zahlen.

Eine pauschale Aussage, wie viele Steuern du bei 1.300, 1.800 oder 2.000 Euro Brutto-Rente zahlen musst, ist leider nicht möglich. Denn die Höhe der Steuern hängt davon ab, wie viel du absetzen kannst (Werbungskosten, Krankenkassenbeiträge, Behindertenpauschbetrag, Spenden etc.).

Beispiel: Susanne bekommt 1.800 Euro Rente und muss 987 Euro Steuern zahlen.

Das wäre schön: Endlich Ruhestand, mehr Zeit für Hobbys und Reisen und weniger Aufwand für lästigen Papier- und Behördenkram! Doch bevor du dich jetzt zu früh auf diese Zeit freust: Selbst als Rentnerin solltest du dich um deine Steuererklärung kümmern. Grund genug also, sich rechtzeitig mit der Frage zu befassen, was von der Rente eigentlich alles abgezogen wird.

Immer mehr RentnerInnen müssen Steuern zahlen!

„Ich bekomme nur 1.500 Euro Rente, das wird man doch nicht versteuern müssen, oder?“ Fragen wie diese sind für Dominic Eser, Beratungsstellenleiter der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. in Gießen, „ein Klassiker“.

Immer wieder fragen Frauen kurz vor dem Renteneintritt oder später nach einer Scheidung bei Eser nach, ob sie überhaupt eine Steuererklärung machen müssen. „Viele fallen aus allen Wolken, wenn sie ein Schreiben vom Finanzamt bekommen, das sie auffordert, eine Steuererklärung abzugeben.“ Die Frauen würden sich sorgen, Fehler zu machen und womöglich hohe Steuern zahlen zu müssen.

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„Doch das muss man grundsätzlich voneinander unterscheiden: Wenn eine Rentnerin aufgefordert wird, eine Steuererklärung abzugeben, heißt das noch lange nicht, dass sie auch Steuern zahlen muss“, erzählt Eser. „Grundsätzliche Steuerpflicht und tatsächliche Steuerzahlung sind nämlich zwei Paar Stiefel.“ Denn auch Rentnerinnen und Rentner profitieren von Freibeträgen und können bestimmte Ausgaben steuermindernd geltend machen.

Was bleibt von 1.300 Rente oder mehr?

Dabei gilt: „Jeder Fall ist individuell, so individuell wie es das Renteneintrittsalter und die Lebensumstände sind“, erklärt Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V..

Es kann daher sein, dass eine Rentnerin mit 2.000 Euro Bruttorente, die vor 2005 in Rente gegangen ist, keine Steuern zahlen muss. Eine Rentnerin mit 1.500 Euro im Monat, die 2022 in Rente geht, dagegen schon! Eine pauschale Antwort auf die Frage, was von der Rente bleibt, ist daher nicht möglich.

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Auch im Rentenalter kann sich an der Lebenssituation einiges ändern – als Stichworte seien zum Beispiel Scheidung, Tod des Ehepartners oder eine plötzliche Behinderung genannt: „Da Änderungen der persönlichen Lebensumstände steuerliche Auswirkungen haben können, kann es sinnvoll sein, sich beraten zu lassen“, empfiehlt Bauer.

Fakt ist: Immer mehr Menschen müssen im Ruhestand mit dem Finanzamt rechnen und eine Steuererklärung abgeben. Allerdings können sie auch ihre Steuerlast verringern.

herMoney zeigt dir beispielhaft für 1.800 Euro Rente, wie viele Abzüge du einkalkulieren solltest. Wir haben auch Tipps für dich, wenn du wissen willst, wie viel 1.300 Euro Rente brutto in netto sind. Ganz trivial ist das Ganze allerdings nicht. Denn eine pauschale Antwort, die für alle passt, lässt sich nicht geben. Daher der Reihe nach.

Gut zu wissen: Wie viel Rente bekommen Deutsche im Durchschnitt?

Heutige Altersrentnerinnen und -rentner kamen nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung Ende 2020 und nach Abzug der Krankenversicherung und der Pflegeversicherung auf folgende durchschnittliche Zahlbeträge: In den alten Bundesländern gab es für Männer im Schnitt 1.210 Euro, für Frauen dagegen nur 730 Euro. In den neuen Bundesländern liegen die Werte dichter beieinander: Männer erhielten im Schnitt 1.300 Euro und Frauen 1.075 Euro.

Deine Rentenlücke kannst du dir mit unserem Rentenlückenrechner ausrechnen:

Wie eigentlich unser Rentensystem funktioniert und warum sollten wir uns besser nicht darauf verlassen, dass der Staat eines Tages unseren wohlverdienten Ruhestand finanziert, erfährst du dieser Folge des herMoney 1×1:

Welche RentnerInnen müssen Steuern zahlen?

Mittlerweile muss laut der Stiftung Warentest bereits mehr als ein Drittel aller Rentnerinnen und Rentner in Deutschland Steuern zahlen (Quelle: Finanztest Steuer-Sonderheft 2022). Und diese Zahlen dürften weiter steigen.

Denn für jeden neuen Rentnerjahrgang ist ein höherer Anteil der Renten und Pensionen grundsätzlich steuerpflichtig – und damit wird auch für immer mehr Rentnerinnen und Rentner die Steuererklärung zur Pflichtübung. Grund dafür ist, dass seit 2005 die Besteuerung von Altersbezügen mit dem Alterseinkünftegesetz neu geregelt wurden.

Das funktioniert so: Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen derzeit nur zum Teil der Besteuerung. Wer bereits seit dem Jahr 2005 oder früher eine Rente bekommt, muss sie nur zur Hälfte versteuern. Der Anteil an der Rente, der nicht der Besteuerung unterliegt (der sogenannte individuelle Rentenfreibetrag in Euro), wird im Jahr nach Rentenbeginn festgesetzt und in der Zukunft grundsätzlich Jahr für Jahr steuermindernd angesetzt. Er verändert sich über die restliche Lebenszeit im Normalfall nicht mehr.

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Wichtig zu wissen: Der steuerpflichtige Teil der Rente (Besteuerungsanteil) hängt entscheidend vom Jahr des Rentenbeginns ab. Wenn du zum Beispiel 2022 in Rente gehst, dann bleiben von deiner gesetzlichen Rente, aber auch von Renten aus berufsständischen Versorgungswerken sowie Rürup-Renten, 18 Prozent steuerfrei. 82 Prozent sind dagegen steuerpflichtig. Dieser Wert bleibt auch in Zukunft bestehen. Jeder Rentnerjahrgang hat seinen eigenen Wert – und der steuerpflichtige Anteil steigt in Zukunft weiter an, bis im Jahr 2040 schließlich 100 Prozent erreicht sind.

Was gilt eigentlich bei Rentenerhöhungen?

Vorsicht: „Steigt die Bruttorente wegen einer Rentenerhöhung an, unterliegt der Rentenzuwachs stets zu 100 Prozent der Steuerpflicht“, erläutert Jana Bauer vom BVL. Das solltest du im Hinterkopf behalten. Daher kann es passieren, dass du irgendwann in Zukunft in die Steuerpflicht hineinrutschst, selbst wenn du zu Rentenbeginn noch nicht steuerpflichtig warst.

Übrigens: Im Herbst 2022 erhalten RentnerInnen aus dem dritten Entlastungspaket die Energiepreispauschale von 300 Euro brutto. Die Pauschale ist steuerpflichtig. Es kann daher passieren, dass Rentnerinnen allein wegen der Energiepreispauschale auf einmal eine Steuerklärung machen müssen.

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Welche RentnerInnen müssen eine Steuererklärung abgeben?

Ob du als Rentnerin eine Steuererklärung abgeben musst, hängt zunächst von der Höhe des Gesamtbetrags deiner Einkünfte ab. Dieser Gesamtbetrag besteht aus den steuerpflichtigen Rentenbeträgen abzüglich einer Werbungskostenpauschale von 102 Euro. In einem weiteren Schritt werden pauschal auch 36 Euro für Sonderausgaben anerkannt, die nicht Vorsorgeaufwendungen sind.

Das Finanzamt berücksichtigt außerdem die Basisbeiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Vorsorgeaufwendungen in unbegrenzter Höhe. Sollte der Höchstbetrag von 1.900 Euro (bei Ehegatten 3.800 Euro) noch nicht ausgeschöpft sein, können auch noch weitere Personenversicherungen wie eine Privathaftpflichtversicherung abgesetzt werden.

Auch bestimmte außergewöhnliche Belastungen können berücksichtigt werden. Daraus ergibt sich das zu versteuernde Einkommen. „Das Finanzamt verlangt in der Regel keine Steuererklärung, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte unter dem Grundfreibetrag liegt. Übersteigt der Gesamtbetrag der Einkünfte den Grundfreibetrag, aber liegt das zu versteuernde Einkommen unter dem Grundfreibetrag, fällt trotz Abgabepflicht keine Steuer an“, erläutert Eser. Der Grundfreibetrag im Veranlagungszeitraum 2022 beträgt 10.347 Euro pro Person. Zum 1. Januar 2023 soll er auf 10.632 Euro angehoben werden. 2021 lag der Wert bei 9.744 Euro.

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Dazu ein Beispiel: Wenn du 2020 in Rente gegangen bist und im zweiten Halbjahr 2022 in den alten Bundesländern nichts außer einer gesetzlichen Rente von 1.290 Euro beziehst, musst du keine Steuern zahlen. Näheres findest du in der folgenden Überblickstabelle des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine e.V., die dir schon mal eine grobe Orientierung ermöglicht. Eine pauschale Abzugstabelle für Renten, die für alle gilt, gibt es nicht.

Steuerfreie Rente im Jahr 2022

Du hast keine weiteren Einkünfte zum Beispiel aus einem Nebenjob oder einer Betriebsrente? Wie viel für dich an gesetzlicher Rente im Jahr 2022 steuerfrei bleibt, zeigt die nachfolgende Tabelle. Bist du zum Beispiel 2020 in Rente gegangen und bekommst eine Rente in den alten Bundesländern, dann bleibt eine Jahresrente von 15.082 Euro auf jeden Fall steuerfrei. (Quelle: Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V., September 2022)

Renten-
beginn
Rentengebiet West Rentengebiet Ost
Jahresrente 1) Monatsrente 2) Jahresrente 1) Monatsrente 2)
2005 20.248 € 1.731 € 18.822 € 1.615 €
2006 19.717 € 1.686 € 18.410 € 1.580 €
2007 19.279 € 1.648 € 18.065 € 1.550 €
2008 18.957 € 1.621 € 17.854 € 1.532 €
2009 18.571 € 1.588 € 17.586 € 1.509 €
2010 18.124 € 1.550 € 17.222 € 1.478 €
2011 17.789 € 1.521 € 16.952 € 1.455 €
2012 17.423 € 1.490 € 16.758 € 1.438 €
2013 17.044 € 1.457 € 16.562 € 1.421 €
2014 16.737 € 1.431 € 16.329 € 1.401 €
2015 16.511 € 1.412 € 16.187 € 1.389 €
2016 16.260 € 1.390 € 16.052 € 1.377 €
2017 15.972 € 1.366 € 15.828 € 1.358 €
2018 15.707 € 1.343 € 15.596 € 1.338 €
2019 15.435 € 1.320 € 15.366 € 1.319 €
2020 15.082 € 1.290 € 15.051 € 1.292 €
2021 14.979 € 1.281 € 14.979 € 1.285 €
2022 14.768 € 1.263 € 14.768 € 1.267 €

1) Bruttorente pro Person

2) Monatsrente zweites Halbjahr 2022

(gerechnet mit 3,05 % Beitrag zur Pflegeversicherung, 7,95 % zur Krankenversicherung

(durchschnittlicher Zusatzbeitrag))

Muss ich schon Steuern zahlen, sobald ich mit meinem zu versteuernden Einkommen oberhalb des Grundfreibetrags lande?

Du hast Glück, deine Rente fällt noch höher aus – und du fragst dich daher zum Beispiel, wie viel von 1.800 Euro Rente an Steuern zu zahlen sind?

Eser von der Lohnsteuerhilfe Bayern hat dazu ein Musterbeispiel für das Veranlagungsjahr 2021 für eine Frau berechnet, die 2020 erstmals Rente bezog. Nennen wir sie Susanne.

Susanne erhielt eine Bruttorente von 1.800 Euro pro Monat beziehungsweise 21.600 Euro pro Jahr. Steuerpflichtig waren davon 17.280 Euro. Abziehbar sind Werbungskostenpauschbetrag, Sonderausgabenpauschbetrag und Vorsorgeaufwendungen (zugrunde gelegt wurde ein Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag (7,3 % Anteil Rentnerin) und 3,05 % Pflegeversicherungsbeitrag (ohne Zuschlag für Kinderlose). Danach bleibt ein zu versteuerndes Einkommen von 14.906 Euro, auf das eine Steuer von 987 Euro festgesetzt werden würde.

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Auch bei höheren Renten ist es möglich, dass du keine Steuern zahlen musst. Denn viele andere Posten – etwa Spenden oder der Behindertenpausch­betrag (ab einem Grad der Behinderung von 20) – können die Steuerlast auf null reduzieren.

Tipp: „Wenn aufgrund einer (dauerhaften) Schwerbehinderung oder der Einstufung in Pflegegrad 4 oder 5 eine Steuer von null resultiert, können Rentnerinnen beim Finanzamt einen Antrag auf Befreiung von der Abgabepflicht für die Steuererklärung für die Zukunft stellen. Dem wird in der Regel stattgegeben“, rät Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine e.V. Und nicht zu vergessen: Unter Umständen lassen sich auch noch Handwerkerrechnungen und haushaltsnahe Dienstleistungen steuermindernd absetzen.

Um deine eigene Situation durchzurechnen und die nötige Steuererklärung zu machen, kannst du dich zum Beispiel bei einem Lohnsteuerhilfeverein beraten lassen. Hilfreich zur überschlägigen Kalkulation kann auch ein Brutto-Netto-Rentenrechner sein.

Steuerberechnungsprogramm für RentnerInnen: Wie viele Steuern fallen auf die Rente an?

Für eine erste Einschätzung kannst du das kostenlose Steuerberechnungsprogramm für Rentner der Stiftung Warentest nutzen. Es ist für die Steuerjahre 2016 bis 2022 erhältlich und steht hier zum Download zur Verfügung. Für die Daten­eingabe brauchst du die Rentenbe­zugs­mitteilung der Deutschen Rentenversicherung. Du kannst sie telefo­nisch (Tel. 0800 1000 4800) oder über die Website der Deutschen Rentenversicherung beantragen.

Steuerliche Abzüge ermitteln: Wie nutze ich den Renten-Rechner?

Um zu erfahren, was du netto erhält, trägst du deine Bruttorente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ein, außerdem das Jahr des Rentenbeginns und den Rentenanpassungsbetrag. Auch eine zweite Rente, zum Beispiel eine Witwenrente, ist im Detail anzugeben.

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Im nächsten Schritt fügst du Jahresrenten aus privaten Rentenversicherungen und aus betrieblichen Direktversicherungen ein, die nur mit dem Ertragsanteil besteuert werden.

Gut zu wissen: Die Höhe des Ertragsanteils richtet sich nach deinem Alter bei Rentenbeginn. Gehst du beispielsweise mit 66 Jahren in den Ruhestand, sind nur 18 Prozent deiner Rente steuerpflichtig. Bekommst du eine Riesterrente oder weitere Bezüge aus betrieblicher Altersvorsorge, die voll zu versteuern sind, etwa aus einem Pensionsfonds? Dann sind sie ebenfalls anzugeben. Gleiches gilt für die Bruttobeiträge aus Beamten- und Werkspensionen. Der Versorgungsfreibetrag ist je nachdem, seit wann die Pension fließt, unterschiedlich hoch.

Des Weiteren musst du auch etwaige Nebentätigkeiten auflisten, Werbungskosten (sofern sie mehr als 1.200 Euro betragen) und – falls vorhanden – Kapitaleinnahmen und von der Bank bereits einbehaltene Abgeltungsteuer. Hast du weitere Einkünfte, etwa aus Vermietung und Verpachtung oder selbständiger Tätigkeit, dann trage die Einnahmen abzüglich der Werbungskosten oder Betriebsausgaben ein. HausbesitzerInnen können zum Beispiel anteilig und innerhalb bestimmter Grenzen die Kosten für Gartenarbeiten oder HandwerkerInnen geltend machen.

Im nächsten Schritt erfasst du steuermindernde Ausgaben, also Basiskranken- und Pflegeversicherung, weitere Versicherungsbeiträge wie Krankenzusatzversicherungen oder eine Haftpflichtversicherung. Hausrat-, Kasko- und Rechtsschutzversicherungen dagegen nicht. Auch Spenden und Kirchensteuern darfst du absetzen.

Hattest du außergewöhnliche Belastungen zu tragen? Dazu zählen vor allem Krankheitskosten für Medikamente, Brillen, Zahnersatz und Co. Außerdem kannst du je nach persönlicher Situation noch einen Behinderten- oder Pflegepauschbetrag geltend machen. Die Höhe des Behindertenpauschbetrags ist abhängig vom Grad der Behinderung (GdB).

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Ich bin als Rentnerin freiwillig gesetzlich krankenversichert. Worauf muss ich achten?

Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte müssen aufpassen. Alle ihre Einnahmen, also nicht nur die gesetzliche Rente, sondern auch beispielsweise private Renten, Mieteinnahmen und Kapitaleinkünfte sind beitragspflichtig zum jeweiligen Kranken- und Pflegeversicherungssatz. Das kann eine Menge Geld sein.

Laut Informationen der Techniker Krankenkasse werden nämlich als beitragspflichtiges Einkommen alle Einkommensarten angerechnet, die du zum Lebensunterhalt verbrauchen kannst.

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Ich bekomme neben meiner eigenen auch eine Witwenrente, was muss ich beachten?

Witwen müssen ebenfalls aufpassen. Ist der Partner zum Beispiel 2022 verstorben, werden sie im Jahr 2024, also nach dem zweiten Jahr des Todes, nicht mehr nach der Splittingtabelle, sondern nach der Grundtabelle veranlagt.

Das kann eine Steuerzahlung auslösen, muss es aber nicht. Wer sich darum nicht kümmert und keine Steuererklärung beim Finanzamt einreicht, muss mit Verspätungszuschlägen, Zinsen und eventuellen Bußgeldern rechnen.

Ich bekomme eine Rente aus dem Ausland, was mache ich damit?

„Auslandsrenten sind grundsätzlich anzugeben, das sollte man aber im Detail unbedingt prüfen lassen“, erklärt Eser. Denn es kommt zum Beispiel darauf an, aus welchem Land die Rente fließt und ob es zum Beispiel Doppelbesteuerungsabkommen mit diesem Staat gibt und wie dieses ausgestaltet ist.

herMoney Tipp

Keine Sorge: Auch wenn die Besteuerung von Renten im Detail ganz schön kompliziert ist – wenn du dich im Zweifelsfalle beraten lässt und auch im Alter nicht scheust, Belege zu sammeln, kannst du deine Steuerlast ziemlich drücken. Womöglich sogar auf null!

Zum Weiterlesen: Du hast vor Jahren eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen? Hier erfährst du, wie viele Steuern du auf die Betriebsrente zahlen musst!

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Disclaimer: Alle Angaben sind ohne Gewähr. Trotz sorgfältiger Recherche kann herMoney keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernehmen. Der Artikel dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar.