Frauen brauchen eigenes Geld, flache Schuhe, Kinderkrippen und mehr Liebe, als ein einziger Mann bieten kann.

Benoîte Groult, Autorin von „Salz auf unserer Haut“, hat es auf den Punkt gebracht. Über die Sache mit den Schuhen lässt sich zwar streiten. Fakt ist aber: In Finanzfragen haben sich Frauen noch längst nicht emanzipiert. Doch weiblicher Geldmangel ist kein Naturgesetz. Frauen, gleich welchen Alters, können mit moderatem Aufwand gegensteuern und ihre Finanzen auf Vordermann bringen. Wir zeigen dir, wie es klappt.

Warum stehen Frauen in Gelddingen noch immer schlechter da als Männer und geraten in finanzielle Abhängigkeit?

Frauen verdienen weniger.

Die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern hat sich 2020 zwar leicht verringert, dennoch verdienen Frauen durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer. Der kärgliche Lohn schmälert auch die Rentenansprüche der Frauen, denn sie zahlen dadurch weniger in die staatlichen Systeme ein. Zudem fehlt Geld für die private Vorsorge. Daten des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft zeigen, dass jede vierte Frau ohne eigene Altersvorsorge dasteht. Bei den Männern ist es nur jeder fünfte. So kommt es, dass Frauen auch im Alter finanziell von ihren Männern abhängig sind.

herMoney Tipp:
Verkaufe dich nicht unter Wert. Viele Frauen verhandeln beim Gehalt zu wenig – wenn überhaupt. Bei gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen noch 6 Prozent weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Beachte ein paar Regeln und du hast gleich mehr Geld zur Verfügung.

Frauen arbeiten kürzer:
Männer sind im Schnitt fast 40 Jahre lang berufstätig. Frauen hingegen arbeiten öfter in Teilzeit und übernehmen nach wie vor den Großteil der Betreuungs- und Familienaufgaben. Dadurch bringen sie es beim Renteneintritt nur auf 26 Jahre im Beruf. Das fördert die „Gender Pension Gap“ und damit die finanzielle Abhängigkeit zusätzlich. Unter dem Strich erhalten Frauen in Deutschland im Schnitt rund 40 Prozent weniger Rente als Männer.

herMoney Tipp:
Vertrauen ist gut, klare Vereinbarungen jedoch sind besser. Bespreche und entscheide gemeinsam mit deinem Lebenspartner, welches Lebensmodell zu welcher Lebensphase passt. Und kläre dann, welche finanziellen Vorkehrungen getroffen werden müssen, damit du für den Fall der Fälle abgesichert bist. Bevor sich Alltagssituationen verselbständigen, wissen beide Seiten, was dann auf sie zukommt - zumindest finanziell. So kannst du materielle Abhängigkeit vorbeugen.

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Frauen leben länger.
Im Schnitt werden Frauen derzeit fünf Jahre älter als Männer. Das ist aus weiblicher Sicht erfreulich, bedeutet aber auch: Um im Alter gut zu leben, müssten sie deutlich mehr Geld beiseite legen als Männer. Aktuell ist es jedoch umgekehrt.

herMoney Tipp:
Längere Lebenszeiten bedeuten längere Anlagehorizonte. Nutze dieses Wissen für dich und wähle dafür geeignete Finanzanlagen wie Aktienfonds oder ETFs, die kurzfristig zwar höhere Risiken, aber langfristig eine höhere Renditen versprechen. Wer regelmäßig in kleinen Schritten investiert, kann über die Zeit ein kleines Vermögen aufbauen bei überschaubarem Risiko. Oh, schon wieder das R-Wort. Mehr dazu unter Vermögensstrategien.

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Frauen kümmern sich zu wenig.
Der vielleicht schwerwiegendste Unterschied zwischen den Geschlechtern ist hausgemacht. Frauen drücken sich davor, sich mit Geld zu beschäftigen – sie kümmern sich nicht um ihr Geld.

herMoney Tipp:
Du verstehst nichts von Geldanlage, hast kein Interesse daran und auch keine Zeit, dich damit zu beschäftigen? Nicht doch! Stelle dein Licht nicht unter den Scheffel. Ein wenig Einsatz ist erforderlich, das stimmt. Aber er zahlt sich aus. Wenn du deine Finanzen im Griff hast, machst du dir das Leben leichter. Denn dann kannst du entspannter deinen vielfältigen Interessen nachgehen.

herMoney Fazit: Es ist eine unbequeme Wahrheit. Aber echte Gleichberechtigung wird es erst geben, wenn Frauen finanziell genauso unabhängig sind wie Männer. Dieses Ziel erreichst du am besten mit einer guten Portion Finanzwissen, einer Prise Feminismus und dem Mut, den ersten Schritt zu gehen – egal, in welchen Schuhen.

Schritt für Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit

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