Academy by herMoney
Du hältst tausend Bälle in der Luft, doch bei Geldfragen duckst du dich weg? Das muss sich ändern!! Unser Fünf-Stufen-Plan hilft Frauen, ihre Finanzen zu optimieren - egal, ob mit Mitte 20 oder Ende 60.

Inhaltsverzeichnis

Schritt eins: Existenzrisiken absichern! Schritt zwei: Schulden abbauen Schritt drei: Notgroschen abzweigen Schritt vier: Altersvorsorge optimieren Schritt fünf: Vermögensstrategien

Das Wichtigste in Kürze

Beim Geld den Kopf in den Sand stecken, wird oft teuer. Der erste Schritt für die finanzielle Unabhängigkeit ist, dein Haupteinkommen abzusichern. Kostspielige Kontoüberziehungen sind tabu. Die mit Abstand lukrativste Art des Sparens ist es, Verbindlichkeiten abzubauen. Lang- oder kurzfristig? Deine Finanzplanung gibt den Rahmen vor. Gerade für Frauen lohnt es sich, in Sachen Altersvorsorge etwas tiefer einzusteigen, um auch später in den Genuss finanzieller Freiheit zu kommen.
Wieso ist das Konto lange vor dem Monatsletzten leer? Und die Reparatur des Autos treibt dich an die finanziellen Grenzen? Diese Art Probleme sind Indizien für eine suboptimale Finanzplanung. Das muss nicht sein, wenn du deine Gelddinge in fünf Schritten regelst.
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Schritt eins: Existenzrisiken absichern!

Der erste Schritt für die finanzielle Unabhängigkeit: sichere dein Haupteinkommen ab. Du und deine Lieben müssen auch dann noch essen, wohnen und leben, wenn du oder dein Partner plötzlich nicht mehr arbeiten können. Der Klassiker, um den Worst Case abzusichern, sind private Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- oder Unfallversicherungen. Ebenfalls zum Pflichtprogramm gehört eine Haftpflichtversicherung, die gegen unerwartete Kosten schützt, wenn dein Jüngster beispielsweise beim Spielen einen Radfahrer übersieht, einen schweren Sturz verursacht und du dafür aufkommen musst.

Spaschwein_Finanzen FrauenSchritt zwei: Schulden abbauen

Es klingt paradox: Doch die mit Abstand lukrativste Art des Sparens ist es, Verbindlichkeiten abzubauen. Egal, ob dein Konto in den Miesen ist oder du noch den Ratenkredit fürs Auto abstotterst. Wenn du möglichst zügig deine Schulden bedienst, sparst du deutlich mehr, als du mit den meisten Geldanlagen verdienen kannst. Das beste Beispiel ist das überzogene Girokonto. Viele Banken verlangen für einen Dispokredit derzeit zehn Prozent Zinsen oder mehr. Umgekehrt findet sich kaum eine risikofreie Geldanlage, die solche Erträge abwirft. Die beste Strategie für mehr Vermögen ist es daher, erst zu tilgen und dann zu sparen. Bei Ratenkrediten solltest du vorab schauen, ob eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird, wenn du die Schulden auf einen Schlag abbezahlen möchtest. Wenn ja, solltest du vor dem Ablösen des Kredits noch einmal rechnen, ob die Zinsersparnis höher als die zu zahlende Summe an die Bank ist. In dieser Folge des herMoney 1×1 widmen sich Simin und Saskia dem Thema Schulden:

Schritt drei: Notgroschen abzweigen

Dein Bankberater hat die perfekte Geldanlage für dich gefunden? Schön für ihn. Aber lass dich bitte nicht drängen! Sobald du dein Erspartes langfristig angelegt hast, kommst du- wenn überhaupt – kurzfristig nur noch mit Verlusten daran. Das kann passieren, denn oft benötigt man Bargeld für unerwartete Ausgaben, vielleicht weil dein Auto einen Totalschaden hat oder eine neue Waschmaschine hermuss. Dein dritter Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit sollte die Einrichtung für ein Konto sein, auf dem du einen Notgroschen parkst. Er hält dich im Alltag flexibel und handlungsfähig und verhindert, dass du im Ernstfall doch wieder kostspielige Kredite oder deinen Dispo in Anspruch nehmen musst. Achte aber drauf, ob deine Bank ein Unterkonto teuer berechnet oder du zu einer Bank wechseln kannst, wo ein kostenfreies (fachsprachlich Pockets) im Service inkludiert ist. Wie viele Rücklagen du brauchst, findest du in diesem Artikel. Interview Panagiota Petridou hat n

Schritt vier: Altersvorsorge optimieren

Zugegeben, das Thema ist nicht besonders sexy. Doch gerade für Frauen lohnt es sich, in Sachen Altersvorsorge etwas tiefer einzusteigen, um auch später in den Genuss finanzieller Freiheit zu kommen. Die Möglichkeiten, den Ruhestand abzusichern, waren nie so vielfältig wie heute. Einen Königsweg zur perfekten Altersvorsorge gibt es allerdings nicht. Angestellte und bestimmte Freiberuflerinnen sind verpflichtet, in die gesetzliche Rentenversicherung oder ein Versorgungswerk einzuzahlen. Freischaffende hingegen haben oft keinerlei gesetzlichen Schutz – und für Beamte gelten noch einmal andere Regeln. Nicht vergessen sollten Frauen zudem, dass die eigenen Beiträge nur ein Faktor von vielen sind. Auch Erbschaften, eine Heirat, Familiengründung oder eine Scheidung haben Einfluss auf die Finanzausstattung im Alter. Suche deshalb möglichst früh das Gespräch mit deiner Familie und deinem Partner und legt gemeinsam fest, wer im Fall der Fälle welche Ansprüche haben soll. So kannst du schon heute etwas für deine finanzielle Unabhängigkeit im Alter tun. Hier erfährst du mehr über Altersvorsorge.
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Schritt fünf: Vermögensstrategien

Die Pflicht ist absolviert. Nun folgt die Kür: der langfristige Vermögensaufbau. Je nachdem, ob du auf Sicherheit setzen oder ein bisschen zocken willst, kannst du dein Geld in Einzelaktien oder Fonds, Immobilien, Kunst oder Oldtimer anlegen – oder in eine Sofortrente investieren. Die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt. In jedem Fall solltest du prüfen, welche versteckten Kosten dein Investment birgt, welche Ansprüche das Finanzamt anmelden könnte und wer an dem Geschäft alles mitverdient, zum Beispiel über Provisionen. Du beherzigst nun die grundlegenden Finanzschritte und kannst gezielt aktiv werden. Wähle deine Lebensphase aus und mach den nächsten Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit!

herMoneyTipp

Die Beratung bei einer Bank ist nützlich, dennoch sollte man – wie bei einem operativen Eingriff – immer eine Zweitmeinung einholen. Denn die Bank handelt immer im Sinne ihres Geschäfts. Das kann man ihr nicht verdenken, denn sie muss wirtschaftlich handeln. Das gilt aber auch für dich. Fachkundige Beraterinnen findest du hier.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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