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Vermögensverwaltende Fonds sind praktisch, denn hier kümmert sich das Management wirklich um alles. Aber die Kosten sollten niedrig sein.

Inhaltsverzeichnis

Vermögensverwaltende Fonds dürfen fast alles!

Ersetzt eine Vermögensverwaltung – ist ja auch eine!

Kosten spielen eine immer größere Rolle

Vermögensverwaltende Fonds im Vergleich

Übersicht über Vermögensverwaltende Fonds

Das Wichtigste in Kürze

Vermögensverwaltende Fonds können in alle Anlageklassen investieren.

Dabei steuert das Fondsmanagement die Gewichtung von Aktien, Renten, Rohstoffen und Co. aktiv.

Diese Fonds stellen daher eine Vermögensverwaltung in der Rechtsform eines Investmentfonds dar. Das macht sie so praktisch.

Ja, genauso soll eine Geldanlage sein: praktisch, quadratisch, gut! Vielleicht nicht unbedingt quadratisch, aber praktisch und gut! Und kostengünstig am besten auch! Eine Traumvorstellung? Nicht unbedingt – es gibt Fonds, die genau das für sich beanspruchen!

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Vermögensverwaltende Fonds dürfen fast alles!

Bei diesen Fonds handelt es sich um sogenannte „vermögensverwaltende Fonds“. Sie sind eine spezielle Art der Mischfonds. Während Mischfonds auch ein festes Verhältnis zwischen den einzelnen Anlageklassen haben können, wird das Verhältnis bei sogenannten flexiblen Mischfonds und vermögensverwaltenden Fonds an die jeweilige Marktsituation angepasst.

Sie werden daher auch als „Asset Allocation Fonds“ bezeichnet. Dabei können sie nicht nur in verschiedene Anlageklassen (im Fachjargon: „Assetklassen“) wie Aktien, Renten, Rohstoffe, Währungen etc. investieren, sondern sie tun das im Regelfall über alle Regionen der Welt.

Vermögensverwaltende Fonds: Definition

Und weil sie sich „vermögensverwaltend“ nennen, streuen sie ihr Fondsvermögen nicht einfach nur ganz breit, sondern das Ganze wird auch noch gemanagt. Das heißt, jemand kümmert sich darum, wie die genaue Gewichtung der einzelnen Anlageklassen und Regionen aussehen soll und ändert die Gewichtung je nach Marktsituation und –aussicht. Das kann entweder eine Fondsmanagerin oder ein Fondsmanager aus Fleisch und Blut sein, oder ein Algorithmus. Ein Algorithmus ist ein Bündel aus „Wenn-Dann-Regeln“, die von einem Computerprogramm automatisch abgearbeitet wird.

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Vermögensverwaltende Fonds haben also ganz besonders breit ausgelegte Anlagerichtlinien und nur wenige Einschränkungen. Trotzdem müssen sie sich natürlich an die deutschen bzw. die europäischen Regeln für Investmentfonds halten. Das heißt, sie dürfen nicht in physische Edelmetalle investieren oder dürfen nur in sehr engen Grenzen Fremdmittel aufnehmen.

Ersetzt eine Vermögensverwaltung – ist ja auch eine!

Für Anlegerinnen sind solche vermögensverwaltenden Fonds insofern praktisch, als dass sie im Prinzip eine individuelle Vermögensverwaltung ersetzen. Das heißt, wir können unser Geld dort investieren und müssen uns dann keine Gedanken mehr darüber machen, wohin der US-Dollar tendiert, welchen Einfluss die nächste Lieferketten-Störung auf den Welthandel haben wird, und was dies für unser Portfolio bedeutet. Viel mehr können wir einfach unser Geld in einen solchen Fonds anlegen, und das Management machen lassen.

Bei langfristigem Anlagehorizont muss man für Investments in solche Fonds auch keinen besonders guten Ein- oder Ausstiegszeitpunkt abpassen. Vielmehr kannst du Geld anlegen und es auf unbestimmte Zeit liegenlassen; um die Timing-Fragen kümmert sich ja das Fondsmanagement. In der Finanzbranche spricht man hier von „buy-and hold“.

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Kosten spielen eine immer größere Rolle

In den letzten Jahren rückten auch die Kosten der Vermögensanlage immer weiter in den Vordergrund. Das liegt nicht nur daran, dass die Kundinnen und Kunden immer aufgeklärter werden, sondern auch am Marktumfeld. Seit Jahren haben wir ein extrem niedriges Zinsumfeld, und das drückt auf die Renditen. Wenn man früher mit sicheren Papieren 6 Prozent erwirtschaften konnte und 1,5 Prozent Kosten tragen musste, dann war ein Viertel der Rendite weg. Heute bieten einigermaßen sichere Papiere allenfalls 3 Prozent Rendite – wenn überhaupt. Und dann sind 1,5 Prozent Kosten schon die Hälfte des erwarteten Ergebnisses, also viel zu viel! Da auch die vermögensverwaltenden Fonds einen Teil ihres Portfolios in sicheren Papieren investieren, ist auch hier der Kostendruck immens.

Daher kamen ein paar Häuser auf die Idee, ein besonders kostengünstiges Fondsmanagement anzubieten. Teilweise investieren die Fonds in Einzelwertpapiere, und teilweise in kostengünstige ETFs. Bei ETFs handelt es sich um Indexfonds, die im Regelfall sehr niedrige Kosten haben. Die Idee dahinter ist: Die schwierigste Entscheidung bei der Portfolio-Verwaltung ist nicht die Auswahl der besten Einzeltitel, sondern die Steuerung der Marktgewichtung: Mehr Aktien, Renten oder Rohstoffe? Mehr Asien oder mehr USA, oder eher Emerging Markets?

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Vermögensverwaltende Fonds: Vergleich

Einer dieser Alleskönner-Fonds, die Wert auf niedrige Kosten legen, ist der ARERO-Fonds (WKN: DWS0R4), den Prof. Martin Weber von der Uni Mannheim konzipiert hat. Statt über ETFs bildet er den Aktien- und den Rentenanteil des Fondsportfolios über Direktinvestitionen ab, was den Anlegern einen steuerlichen Vorteil bringt (für Kennerinnen: 30 Prozent Teilfreistellung nach der aktuellen Steuerregelung). Der ARERO-Fonds hat eine feste Aufteilung der Komponenten: 60 Prozent Aktien, 25 Prozent Renten und 15 Prozent Rohstoffe. Diese Aufteilung wird regelmäßig wiederhergestellt, durch sogenanntes „Rebalancing“. Die laufenden Kosten sind mit 0,5 Prozent sehr niedrig, Ausgabeaufschläge oder eine Gewinnbeteiligung („Performance-Fee“) gibt es nicht – allerdings auch keine Provisionen. Daher wird dir dieser Fonds auch von keiner Bank aktiv angeboten.

Ein ähnliches Konzept, allerdings etwas anders umgesetzt, hat auch der von Andreas Beck gemanagte „XTrackers Portfolio UCITS ETF“ (WKN: DBX0BT). Anstatt über Direktinvestitionen, wie der ARERO-Fonds, deckt dieser Fonds die Märkte über ETFs ab. Auch der ACATIS Datini Valueflex Fonds B gehört in diese Kategorie. Er investiert besonders breit und ist mit einem Teil des Fondsvermögens beispielsweise auch in CO2-Emissionszertifikaten investiert.

Vermögensverwaltende Fonds unterscheiden sich nicht nur darin, ob sie direkt in Einzelwertpapiere oder über ETFs investieren, sondern auch hinsichtlich ihrer Risikoklasse. Hier werden die Fonds in die Kategorien „defensiv“, „ausgewogen“ und „offensiv“ eingeteilt. Klar ist: Ein offensiv ausgerichteter Fonds ist flott mit dabei, wenn es aufwärts geht, aber er verzeichnet auch deutliche Einbußen, wenn die Märkte einbrechen. Der „Crocodile Capital 1 Global Focus A“, der in der Tabelle unten Platz 1 einnimmt, gehört dazu. Er hat durch die Ukraine-Krise gute Gewinne mit australischen Kohle-Produzenten gemacht.

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Bei defensiv ausgerichteten vermögensverwaltenden Fonds steht die Begrenzung der Verluste weiter im Vordergrund, dafür sind sie auch nach oben nur mit gebremsten Schaum dabei. Je nach Marktsituation liegen mal die defensiv ausgerichteten und mal die offensiven Fonds vorne.

Vermögensverwaltende Fonds: Übersicht

Wenn du dir die besten vermögensverwaltenden Fonds ansehen möchtest, nimm diese Tabelle zur Hand. Sie ist sortiert nach dem Fonds-Ergebnis über einen 5-Jahres-Zeitraum und unterscheidet zwischen aktiven Fonds und ETFs. An Hand der Tabelle wird deutlich: Gerade bei vermögensverwaltenden Fonds zahlt sich ein aktives Management aus und sorgt langfristig für höhere Renditen. Und das obwohl die aktiven Manager eine höhere Kostenquote haben als die ETFs.

Vermögensverwaltende Fonds in der Übersicht

Generated by wpDataTables

Quelle: Morningstar Direct, Stand: 11.08.2022

Vermögensverwaltende ETFs im Vergleich

Generated by wpDataTables

Quelle: Morningstar Direct, Stand: 11.08.2022

herMoney Tipp

Vermögensverwaltende Fonds sind aus Anlegerinnen-Sicht praktisch, denn hier kümmert sich das Fondsmanagement um alles. Achte gern auf die Kosten, aber auch auf das langfristige Können des Managements! Einfache Strategien wie die von Arero und Co. bieten eine breite Streuung und sind günstiger. Aber auch andere aktive ManagerInnen brauchen den Wettbewerb nicht zu scheuen. Schau dir die Konzepte an und vergleiche die Ergebnisse auch über drei und fünf Jahre! Denn kurzfristige Ergebnisse können zufallsgetrieben sein.

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchst du ein Depot. Das kannst du dir bei deiner Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kauf nicht irgendwelche Fonds. Mach dir erst Gedanken, wie dein Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfährst du hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lies es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit dein Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb solltest du einmal pro Jahr prüfen, ob dein Depot noch deinem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu findest du hier.

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Ein Börsencrash ist keine Katastrophe

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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