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Die Preise steigen rasant, das Geld verliert an Wert. Wie viel, ist berechenbar. Wir zeigen wie

Inhalt

Inflation: Das Wichtigste in Kürze

Seit vergangenem Jahr nimmt die Inflation zu. Grund dafür sind die gestiegenen Energiepreise und der starke Konsum nach Ende der Lockdownphase, sowie die höheren Erzeugerpreise durch Lieferkettenschwierigkeiten.

Die Inflation mindert unsere Kaufkraft. Mit unserem Inflationsrechner kannst du die Auswirkungen auf dein Vermögen genau berechnen.

Coaching by herMoney

Dein Lieblingscafé hat mal wieder die Preise angehoben? Der Grund dafür ist wahrscheinlich der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus: Legen die Preise von Waren und Dienstleistungen zu, bezeichnet man das als Inflation. In der Konsequenz kannst du dir mit 10 Euro heute weniger leisten als gestern.

Die Inflationsrate in Deutschland betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Oktober 2022 über zehn Prozent. Sie wird berechnet, indem die Statistiker die Preisentwicklung eines „Warenkorbs“ von 650 Güterarten beobachten,  „die sämtliche von privaten Haushalten in Deutschland gekauften Waren und Dienstleistungen repräsentieren“.

Warum die Inflation derzeit so hoch ist, kannst du dir auch in dieser Folge des Podcasts “herMoney Talk” anhören:

Das Ergebnis fließt in den Verbraucherpreisindex ein, der monatlich die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen erfasst, die private Haushalte in Deutschland für Konsumzwecke kaufen. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat oder zum Vorjahr wird als Teuerungs- oder als Inflationsrate bezeichnet.

Wie hoch war die Inflationsrate in den letzten 10 Jahren?

Damit das Preisniveau auf mittel- und langfristige Sicht stabil bleibt, hat sich die Europäische Zentralbank ein sogenanntes Inflationsziel gesetzt. Das liegt in etwa bei zwei Prozent. Dieses Ziel wird derzeit  verfehlt – das zeigt die Entwicklung in Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas.

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2022; Stand: 02.12.2022 ; Verbraucherpreisindex (2015 = 100), Veränderung gegenüber Vorjahr in %, Wert für 2022: Prognose

Kaufkraft erklärt: So viel kannst du dir in Zukunft leisten

Die Kaufkraft sagt aus, wie viel du für dein Geld bekommst, also wie viele Waren du dir mit einem gewissen Betrag leisten kannst. Nehmen wir an, auf deinem Konto sind 10.000 Euro. Das Geld lässt du über 10 Jahre unverzinst dort liegen. Die Inflationsrate beträgt in unserem Beispiel zwei Prozent. In zehn Jahren möchtest du an dein Geld. In dieser Zeit hat es aber an Kaufkraft verloren. Du kannst dir nur noch Waren im Wert von 8.000 Euro kaufen.

Was die Inflation für deine Finanzen bedeutet, kannst du auch nochmal in dieser Folge des Podcasts “herMoney 1×1” nachhören:

Du siehst: Die Inflation hat mächtig Einfluss auf die Höhe deiner Ersparnisse und sorgt dafür, dass du dir in Zeiten der Inflation weniger leisten kannst. Je höher die Preise, desto weniger hast du an Kaufkraft.

Inflationsrechner: Die eigene Kaufkraft berechnen

Mit unserem Inflationsrechner kannst du die Kaufkraftveränderung anhand eigener Beispiele berechnen. Die Formel für die Berechnung der Kaufkraft ist etwas komplizierter. Sie lautet wie folgt:

KA = Gegenwärtige Kaufkraft in Euro

KN = Kaufkraft nach n Jahren in Euro

p = Inflationsrate in Prozent

t = Zeit in Jahren

KN = KA/(1+p/100)

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Du möchtest wissen, welche Kaufkraft dein Geld in der Zukunft hat? Um deinen Kaufkraftverlust zu berechnen, gibst du deinen Ursprungsbetrag und die Inflationsrate in den Kaufkraft-Rechner ein. Wählst du eine angenommene Inflationsrate, zeigt der Inflationsrechner an, wie viel Euro du mit dieser Rate an Kaufkraft verlierst. Du kannst auch die historische Inflationsrate nutzen, um deinen Kaufkraftschwund zu berechnen. In diesem Fall rechnet unser Inflationsrechner den Verlust automatisch mit der historischen Inflationsrate in Deutschland aus.

Möchtest du zum Beispiel wissen, wie viel 1.000 Euro in zwanzig Jahren wert sind, kannst du das Inflationsziel von zwei Prozent zugrunde legen. Der Inflationsrechner zeigt dir dann an, dass die 1.000 Euro in zwanzig Jahren nur noch eine Kaufkraft von 672,97 Euro besitzen.

Der Wert unseres Geldes: Früher vs. heute

Dein Money 1x1 von herMoney

Mit unserem Inflationsrechner kannst du auch umrechnen, wie viel ein bestimmter Geldbetrag in der Vergangenheit im Vergleich zu heute wert war. Dafür legst du beim Inflationsrechner die historische Inflationsrate als Grundlage zur Berechnung fest. Du kannst hier beliebige Zeiträume ab 1991 angeben.

Willst du zum Beispiel wissen, wie viel 1.000 Euro 2005 wert waren, gibst du 1.000 Euro in das Feld „Zukünftige Kaufkraft“ ein. Den Zeitraum stellst du auf 2005 bis 2020. Das Ergebnis: Damals waren deine 1.000 Euro noch 1.227,38 wert.

Der persönliche Inflationsrechner: Deine individuelle Inflation bestimmen

Sind wir mal ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit, dass du mit deinem Geld nicht exakt so umgehst wie der oder die durchschnittliche Deutsche, ist relativ hoch. Wenn du es zum Beispiel in den kommenden Wintermonaten zu Hause schön warm haben möchtest und die Heizung kräftig aufdrehst, könnte deine persönliche Inflationsrate über der amtlich berechneten liegen. Denn gerade die Preise für Energie kennen derzeit scheinbar keine Grenzen.

Coaching by herMoney

Bei der genauen Berechnung deiner Inflationsrate hilft der persönliche Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes. Hier kannst du das jeweilige Gewicht der einzelnen Güter entsprechend deiner Konsumgewohnheiten verändern. Der EZB-Inflationsrechner ist eine Alternative. Du findest ihn hier.

Gehaltskiller Inflation: Die Auswirkungen der Inflation auf dein Einkommen

Die Strom- und Heizkosten steigen, das Benzin wird auch immer teurer und die Lebensmittel auch: Höchste Zeit, noch einmal über das Thema Gehaltsverhandlung nachzudenken! Berechne doch mal mit unserem Inflationsrechner, wie viel dein Gehalt von heute in fünf Jahren noch wert ist. Du siehst: Regelmäßige Gehaltsverhandlungen sind angesagt! Dass die Inflation dabei dein ausschlaggebendes Argument ist, bezweifeln wir allerdings. Die Verhandlungsexpertin Claudia Kimich hat deutlich bessere Tipps auf Lager!

herMoney-Tipp

Langfristig nagt die Inflation ordentlich an unserem Vermögen. Höchste Zeit, das eigene Geld inflationsgeschützt anzulegen. In unserem herMoney Coaching nehmen wir dich auf deinem Weg von der Sparerin zur Investorin an die Hand. Du lernst die wichtigsten Basics der Geldanlage und wir zeigen dir praxisnah, wie du deinen ersten ETF-Sparplan einrichtest.

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FAQ

Wie wird die Inflation offiziell berechnet?

In Deutschland wird die Inflation bzw. die Preissteigerung vom Statistischen Bundesamt berechnet. Dafür wird ein fiktiver Warenkorb zusammengestellt. Darin befinden sich Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte während eines Jahres konsumieren. Dabei beruft man sich auf Durchschnittswerte. Auf der Seite des Statistischen Bundesamtes kannst du aber auch deine persönliche Preissteigerungsrate berechnen.

Was war das Geld vor 30 Jahren wert?

Von 1991 bis 2020 betrug die durchschnittliche Inflationsrate 1,68 Prozent. 100 Euro von heute entsprechen einem Ursprungsbetrag von damals 161,68 Euro.

Was ist der Euro in 10 Jahren noch wert?

Wie viel ein Euro in 10 Jahren wert ist, ist schwer zu beantworten. Dafür müssten wir in der Lage sein, die Inflationsrate vorauszusagen. Leider haben auch wir keine Glaskugel und können daher nur das EZB-Inflationsziel als Grundlage nehmen. Mit unserem Inflationsrechner kannst du dann selbst bestimmen, wie viel ein Euro in 10 Jahren noch wert ist, nämlich 0,82 Euro.

Wie berechne ich den Inflationsausgleich?

Möchtest du dein Geld inflationsbereinigt anlegen, muss dein Investment den durch die Inflation verursachten Kaufkraftverlust ausgleichen. Das bedeutet, du rechnest einfach aus, wie viel dein Geld durch die Inflation an Wert über einen bestimmten Zeitraum verliert. Die Rendite deines Investments muss diesen Betrag ausgleichen. Du kannst diese Inflationsbereinigung also ganz einfach mit unserem Rechner ermitteln.

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