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Sicherheit ist vielen derzeit wichtiger denn je. Wir haben uns daher auf die Suche nach den sichersten aktiven Fonds und ETFs gemacht.

Inhaltsverzeichnis

Wie sicher sind aktive Fonds und ETFs?

Welche Fonds sind die sichersten?
>Breite Streuung
>Dividenden-Fonds
>Standardwerte-Fonds
>Relativ sichere Branchen

Möglichst sicheres Depot zusammenstellen

Aktive Fonds und ETFs für sicherheitsbewusste Anlegerinnen: Das Wichtigste in Kürze

An der Volatilität kannst du ablesen, wie stark die Kurse von ETFs und Co. um ihren Mittelwert schwanken. Je höher diese Kennziffer, desto riskanter ist das Produkt.

100-prozentig sichere Fonds gibt es nicht, denn Verluste sind immer möglich. Aber auch im turbulenten Jahr 2022 gibt es aktive Fonds und ETFs, die etwas sicherer sind als andere. Das Zauberwort heißt Diversifikation (breite Streuung).

Daneben gelten auch Dividendenfonds, Standardwerte-ETFs und Fonds mit den Anlageschwerpunkten Konsumgüter und Gesundheit als relativ sichere Anlage.

Mitten in Europa herrscht Krieg, wir stecken immer noch in einer Pandemie, und, ach ja, den Klimawandel gibt es auch noch. In diesen turbulenten Zeiten ist für viele auch beim Vermögensaufbau die Sicherheit wichtiger denn je. Was bedeutet das für ETF-Sparerinnen?

Wie sicher sind aktive Fonds und ETFs?

Zunächst: Das Geld, das du in aktive Fonds und ETFs steckst, ist so sicher wie die Aktien, Anleihen, Indizes und Rohstoffe, in die das Fondsmanagement investiert oder die im zugrunde liegenden Index notiert sind. Die Sicherheit ist also abhängig davon, welche Werte der Fonds enthält. Nicht davon, wer den Fonds aufgelegt hat. Es gibt also kein Emittentenrisiko. Geht die Fondsgesellschaft oder der ETF-Anbieter pleite, ist dein Geld als Sondervermögen geschützt.

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Anders übrigens bei Einzelaktien: Ist das Unternehmen insolvent, von dem du dir Aktien gekauft hast, ist auch dein Geld weg, das du in die Aktien gesteckt hast. Wirecard-AnlegerInnen, die zu lange an ihren Papieren festgehalten haben, kennen das. Wie findest du also eine möglichst sichere Geldanlage, wenn du dich für Aktien, ETFs und Co. interessierst?

Welche aktiven Fonds und ETFs sind die sichersten?

Hier kommt die Volatilität ins Spiel. Diese Kennziffer gibt an, wie stark zum Beispiel der Kurs einer Aktie um seinen eigenen Mittelwert schwankt. Je höher diese Kennziffer, desto mehr weicht der Preis von seinem Mittelwert ab – desto riskanter ist das Produkt. Die Volatilität wird in Prozent angegeben. Mehr dazu und weitere Aktienkennzahlen findest du in diesem Artikel.

Die Volatilität wird nicht nur bei Aktien gemessen, sondern bei allen möglichen Wertpapieren. Diese Zahl findest du bei aktiven Fonds und ETFs meistens unter der Rubrik „Risiko“.

Die aktiven Fonds und ETFs mit der besten Morningstar-Bewertung und der niedrigsten Volatilität:

Generated by wpDataTables

Stand 03.08.2022, Quelle: Morningstar

Breit streuende aktive Fonds und ETFs sind risikoärmer

Du willst trotz niedriger Volatilität nicht auf einen Gewinn verzichten und möglichst sichere Fonds mit guter Rendite finden? Verständlich, gerade in Anbetracht der hohen Inflation. Mit unserem Inflationsrechner kannst du ausrechnen, wie sich die steigenden Preise und die sinkende Kaufkraft auf dein Vermögen auswirken.

Rendite findest du traditionell am Aktienmarkt. Aktien sind hochriskant, denkst du? Nun ja. Setzt du dein Geld auf wenige Einzeltitel, dann schon. Das ist eher riskant – siehe Wirecard. Setzt du dein Geld allerdings auf viele unterschiedliche Aktien, dann nein. So minimierst du das Risiko deutlich. Das Zauberwort heißt Diversifikation.

In großen Indizes sind teilweise mehrere hundert oder sogar tausend Aktien aus zahlreichen Ländern enthalten. Geht es einem Unternehmen oder einer Branche schlechter, können das andere Sektoren gut ausgleichen.

In diesem Jahr rumpelt es an der Börse bekanntermaßen ziemlich. Der Blick auf die Performance unterschiedlich großer Indizes zeigt aber: Breit gestreute Barometer haben weniger stark verloren als diejenigen, die weniger Aktien und dann auch noch aus ähnlichen Branchen enthalten.

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Ein Beispiel: Im deutschen Leitindex DAX sind lediglich 40 Titel notiert. Breit gestreut ist er auch nicht. Es häufen sich Werte aus dem Automobil-Bereich und aus der Industrie. Seit Jahresbeginn hat der Index fast 14 Prozent an Wert verloren. (Stand: 04.08.)

Der MSCI All Country World Index hat hingegen lediglich rund vier Prozent eingebüßt. Zu sehen beispielsweise an einem ETF von iShares mit der Wertpapierkennnummer A1JMDF. Enthalten sind fast 3.000 Aktien aus Industrie- und Schwellenländern. (Quelle: Just ETF)

Ein weiterer Klassiker unter den breit streuenden ETFs wäre einer auf den FTSE All-World-Index, der in diesem Jahr ebenfalls nur knapp vier Prozent im Minus steht. Diesen findest du beispielsweise unter der WKN A2PKXG bei Vanguard.

Du siehst: Achtest du auf breite Streuung, kannst du auch im turbulenten Jahr 2022 relativ sichere Fonds und ETFs finden.

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Dass der DAX im laufenden Jahr übrigens nicht noch mehr verloren hat, liegt unter anderem daran, dass es sich um einen Performance-Index handelt. Das bedeutet, dass die Dividenden mit abgebildet werden. Und im DAX gibt es traditionell starke Dividendenzahler.

Dividenden als Sicherheitspuffer

Auch bei der Suche nach möglichst sicheren Aktienfonds stößt man schnell auf Dividendenfonds. Warum? Vereinfacht gesagt: Unternehmen, die hohe Dividenden ausschütten können, erwirtschaften in der Regel auch hohe Gewinne. Mit einer Dividende wirst du als Anlegerin am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Mehr Informationen zur Ausschüttung findest du in unserem Artikel über Dividendenrendite.

Die Dividende wird meist jährlich gezahlt. Das bedeutet, Jahr für Jahr bekommst du einen Teil deines Startinvestments wieder zurück – einfach so, ohne dass du etwas dafür tun musst. Du erzielst also laufende Erträge, ähnlich wie Zinsen.

Und wenn die Dividenden wieder reinvestiert werden, kommt die Magie des Zinseszinseffekts ins Spiel. Denn das Geld aus den Dividenden kann auch wieder verzinst werden. Du willst dich selbst davon überzeugen? Dann probiere unseren Zinseszinsrechner aus!

Bei thesaurierenden aktiven Fonds und ETFs werden übrigens – im Gegensatz zu ausschüttenden Varianten – die Dividenden ganz automatisch wieder reinvestiert.

Dazu kommt: Geht es mit den Kursen nach unten, minimieren die Dividendenzahlungen den Wertverlust. Warum Dividenden gerade in Krisenzeiten besonders interessant sein können, kannst du in dieser Podcast-Folge nachhören:

Aber Achtung. Nur weil ein Unternehmen eine hohe Dividende ausschüttet, heißt das nicht automatisch, dass es ein supersicheres Investment ist. Die Dividende kann auch gekürzt oder gar gestrichen werden. Zum Beispiel wenn die Geschäftsgrundlage wegbricht, sich das wirtschaftliche Umfeld verdüstert oder es zu gravierenden hausgemachten Problemen kommt. Auch hier denke wieder an Wirecard. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf eine Dividendenaktie zu setzen, sondern auf mehrere – zum Beispiel über einen Dividendenfonds.

Beispiele für Dividendenfonds

Generated by wpDataTables

Stand 03.08.2022, Quelle: Morningstar

Standardwerte-Fonds: Warum die Größe zählt

Hohe Dividenden schütten meist große Unternehmen aus. Das könnte ein weiterer Weg sein, möglichst sicher zu investieren. Sogenannte Standardwerte, Blue Chips oder Large Caps sind Konzerne, die hohe Umsätze generieren und finanziell gut aufgestellt sind. Die Aktien sind meist in den großen Indizes enthalten.

In Deutschland zählen zum Beispiel der Industrie-Konzern Siemens oder der Versicherungsriese Allianz dazu. Internationale Klassiker aus den USA sind Coca-Cola und Apple. Aus der Schweiz stammt der Nahrungsmittelkonzern Nestlé.

Beispiele für Large Cap-Fonds

Generated by wpDataTables

Stand 03.08.2022, Quelle: Morningstar

Welche Branchen gelten als die sichersten?

Konsumgüter

Unternehmen wie Nestlé gelten als krisensicher – frei nach dem Spruch „gegessen wird immer“. Nachfrage nach Lebensmitteln und sogenannten nicht-zyklischen Konsumgütern, zum Beispiel Drogerieartikel und Haushaltswaren, besteht in wirtschaftlich starken und schwachen Zeiten.

Beispiele für Konsumgüterfonds

Generated by wpDataTables

Stand 03.08.2022, Quelle: Morningstar

Gesundheitsbranche

Auch der Gesundheitssektor und die Biotechnologiebranche werden in konjunkturell guten und schwierigen Zeiten benötigt. Gerade in der Corona-Pandemie zeigte sich, wie wichtig diese Sektoren sind.

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Und wir haben gesehen, dass hier hohe Renditen möglich sind – die Aktie des Impfstoffherstellers Biontech beispielsweise verdreifachte sich im vergangenen Jahr innerhalb von sechs Monaten. Aber auch das Risiko ist hoch: Der Absturz der Aktie kam dann in diesem Jahr.

Was zeigt: Gerade im Biotechnologie- und Gesundheitsbereich ist es wichtig, das Risiko zu streuen. Am besten geht das über Fonds. Hier wählt das Fondsmanagement die Unternehmen, hat sogar Kontakt zu VorständInnen und bringt meist auch selbst Expertise mit, was die Produkte betrifft.

Beispiele für Healthcarefonds

Generated by wpDataTables

Stand 03.08.2022, Quelle: Morningstar 

Was du beachten kannst, wenn du ein möglichst sicheres Depot zusammenstellen möchtest

  • Streue deine Anlagen breit.
  • Setze nicht nur auf Einzeltitel.
  • Setze dich vor einem Investment in Einzelaktien intensiv mit dem Unternehmen, dem Geschäftsbericht und dem Marktumfeld auseinander. Einen Artikel über sichere Aktien findest du hier.
  • Achte auf die Volatilität.
  • Vermeide hochriskante Anlagen wie spekulative Nebenwerte oder Kryptowährungen.

herMoney Tipp

Hast du einen mehr oder weniger sicheren ETF gefunden, kann es Sinn machen, einen Sparplan einzurichten. Damit zahlst du regelmäßig einen kleinen Betrag ein und kannst dich – im besten Fall – am Ende über ein nettes Sümmchen freuen. Viele Broker bieten ETF-Sparpläne auf die großen breit streuenden Indizes wie den MSCI World oder den FTSE All World an.

Zum Weiterlesen: Die aktuelle wirtschaftliche Lage ist dir nicht ganz geheuer? Hier kannst du nachlesen, was eine Rezession ist und was sie für deine Geldanlage bedeutet.

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchst du ein Depot. Das kannst du dir bei deiner Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kauf nicht irgendwelche Fonds. Mach dir erst Gedanken, wie dein Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfährst du hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lies es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit dein Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb solltest du einmal pro Jahr prüfen, ob dein Depot noch deinem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu findest du hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalte einen kühlen Kopf und sitze die Kursschwankungen einfach aus. Ganz Mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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