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Gleiche Leistungen für weniger Geld? Klingt gut! Mit einem Wechsel der KFZ-Police kannst du viel Geld sparen.

Inhaltsverzeichnis

KFZ-Versicherung wechseln: Für wen rechnet sich das?
Versicherungsumfang festlegen
Angebote vergleichen
Sparpotenziale nutzen
Am Ball bleiben

The same procedure every year: Irgendwann im November flattert Post von deinem Autoversicherer ins Haus. Darin kündigt er an, wie viel Prämie du im kommenden Jahr für den gewählten Tarif bezahlen musst. Hier kann sich in Zeiten hoher Inflation die Möglichkeit zum Geldsparen auftun.

Denn durch den Wechsel des Anbieters kannst du nach Berechnungen der Technischen Hochschule Rosenheim gleich mehrere Hundert Euro sparen. Dafür musst du dich allerdings sputen: Bis Ende November muss deine Kündigung bei deinem alten Anbieter eingegangen sein. Ein Wechsel ist dann problemlos möglich.

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Für wen rechnet sich das?

Die Studien in Rosenheim ermittelten ein Einsparpotenzial von durchschnittlich 200 Euro. Wenn du deinen Vertrag noch nie oder schon lange nicht mehr geändert hast, dürfte sich ein Wechsel für dich besonders lohnen. Auch dann, wenn du ein teures und leistungsstarkes Auto fährst oder wenn du noch nicht lange unfallfrei unterwegs bist, macht ein Angebotsvergleich Sinn.

Versicherungsumfang festlegen

Versicherungswechsel klingt aufwändig, ist es aber nicht. Überlege zunächst, welchen Versicherungsschutz du benötigst. Der Grundbaustein bei der Autoversicherung ist die Haftpflichtpolice. Sie ist Pflicht und kommt bei selbst verursachten Unfällen für die Schäden am gegnerischen Fahrzeug und für Personenschäden auf.

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Benötigst du darüber hinaus eine Teil- oder Vollkasko? Die Teilkasko-Versicherung zahlt bei Diebstahl, Glasbruch, Wettereinflüssen und Tierunfällen. Wenn du eine Vollkaskoversicherung abschließt, wird dir im Regelfall auch der Schaden am eigenen Auto ersetzt. Dafür musst du aber auch tief in die Tasche greifen – die Prämie ist im Schnitt doppelt so hoch wie bei einer reinen Haftpflicht. Wenn du einen Neuwagen fährst, mag sich das rechnen – ein Unfallschaden ohne Zusatzschutz käme dich teuer zu stehen. Fährst du dagegen einen zehn Jahre alten Kleinwagen mit Kratzern und Beulen, rechnet sich die zusätzliche Prämie eventuell nicht.

Angebote vergleichen

Im Internet kannst du dir einen Marktüberblick verschaffen. Der schnellste Weg zu einem günstigen Kfz-Versicherungsangebot führt über einen Versicherungsvergleich auf Portalen im Internet. Die bekanntesten und von Verbraucherschützern oft empfohlenen Vergleichsportale heißen Check24 und Verivox. Du gibst dann deine KFZ-Daten aus der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher Fahrzeugschein), sowie die bisherigen Versicherungsdaten und Schadenfreiheitsklassen in die Maske ein.  Zusätzlich kannst du weitere Versicherungswünsche markieren. Auf der Grundlage dieser Angaben filtern die Portale mehrere Vorschläge aus.

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Damit hast du einen ersten Anhaltspunkt. Das erste Angebot gleich anzunehmen, ist allerdings nicht zu empfehlen, vor allem dann nicht, wenn du einen besonderen Versicherungsumfang benötigst. Beispiel: Du möchtest deine 18 oder 19 Jahre alten Kinder als mögliche FahrerInnen mit eintragen lassen – hier gehen die Angebote der Versicherer weit auseinander.

Oder aber du bist bereits Rentnerin – bei manchen Assekuranzen werden satte Aufschläge für SeniorInnen fällig. Wenn du für deinen individuellen Bedarf das günstigste Angebot rausfiltern möchtest, solltest du mindestens zwei Portale checken – denn kein Portal hat alle Anbieter im Angebot. Schließlich müssen die KFZ-Versicherer eine Vermittlungsprämie bezahlen, wenn via Portal ein Vertrag zustande kommt. Einige günstige Direktversicherer tauchen in den Portalen gar nicht auf, wie etwa die Hannoversche Direkt und Huk24. Andere sind nur in einem Portal präsent. Deshalb macht es Sinn, neben den Angeboten der Portale auch die Angebote der wichtigsten Direktversicherer zu checken.

Sparpotenziale nutzen

Ein günstiger Tarif ist gut, aber innerhalb jedes Tarifs kannst du zusätzlich sparen. Zum Beispiel, indem du jährliche Zahlweise wählst oder bei möglichen Unfällen auf die freie Werkstattwahl verzichtest. Bei dem Zusatzschutz lässt sich die monatliche Belastung durch einen Selbstbehalt reduzieren. Vor allem bei einer (teueren) Vollkasko könnte sich das rechnen, die in erster Linie das Risiko von kostspieligen Totalschäden absichern soll.

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Günstiger wird es auch, wenn nur du selbst als Fahrerin eingetragen bist. Denn je mehr potenzielle FahrerInnen und je jünger, desto teurer die Police. Auch die gefahrenen Kilometer beeinflussen den Preis. Wenn du im Jahr weniger Kilometer fährst – etwa weil du umgezogen bist, den Arbeitgeber gewechselt hast oder aber öfter öffentliche Verkehrsmittel benutzt – hat das Auswirkungen auf die Versicherungsprämie. Wer nur 6.000 statt 13.000 Kilometer im Jahr zurücklegt, zahlt im Schnitt 13 Prozent weniger, hat das Preisvergleichsportal Check24 ermittelt.

Am Ball bleiben

Möglich, dass deine Prämie nach einem Jahr deutlich steigt, obwohl du keinen Unfall hattest und dein Schadenfreiheitsrabatt entsprechend gesunken ist. Grund könnte eine Neueinstufung deines Fahrzeugs in eine höhere Versicherungsklassen sein.

Meist aber verhält es sich anders: Manche AutofahrerInnen profitieren beim Wechsel des Versicherers von Lockangeboten. Wenn der Umsteigerbonus nach einem Jahr entfällt, wird es teurer. Dann heißt es wieder: Preise vergleichen. Der Vorteil dann: Wenn deine KFZ-Versicherung teurer geworden ist, hast du nach Erhalt des Schreibens noch einen Monat Sonderkündigungsrecht. In diesem Fall gilt das magische Datum 30. November nicht.

herMoney-Tipp

Ewig dem besten Angebot hinterherlaufen ist nicht deine Sache? Verständlich. Aber bei der Autopolice solltest du eine Ausnahme machen. Der Preisvergleich ist schnell gemacht, ein Wechsel ohne großen Aufwand möglich. Einfacher kannst du kaum Geld sparen!

Dieser Artikel wurde 2018 von Birgit Wetjen verfasst und 2022 durch Floriana Hofmann überarbeitet und aktualisiert.

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