Der große herMoney Depotvergleich für ETF-Anfängerinnen und Fonds-Fans

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herMoney

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12. Dezember 2023

Wer in Fonds oder ETFs investieren will, braucht ein Wertpapierdepot. Der herMoney Depotvergleich hilft dir, das Richtige zu finden.

Inhalt:

Die herMoney Testsieger im Überblick

Die günstigsten Anbieter sind die Online-Broker Scalable Capital und Trade Republic. Es gibt keine Depotführungsgebühren und die Ordergebühren entfallen oder sind sehr günstig. Außerdem lassen sich die Sparpläne flexibel gestalten und individualisieren. Zudem sind die Webseiten sind übersichtlich aufgebaut. Auch Anfängerinnen finden schnell die Informationen, die sie brauchen. Doch dafür kannst du möglicherweise nur über bestimmte Plattformen handeln.

Zum Anbieter

> Ordergebühren: 0,99 €
> Mindestsparrate eines ETF-Sparplans: 1 €
> Kosten einer ETF-Sparplanausführung: 0 €
> Anzahl verfügbarer ETFs: über 2.000 gebührenfrei

Zum Anbieter

> Ordergebühren: 0 €
> Mindestsparrate eines ETF-Sparplans: 1 €
> Kosten einer ETF-Sparplanausführung: 0 € für 2.500
> 11.500 Aktien & ETFs sind handelbar

 Zum Anbieter

> Ordergebühren: 0 € (bei Orders unter 500 €, sonst 1 €)
> Mindestsparrate eines ETF-Sparplans: 1 €
> Kosten einer ETF-Sparplanausführung: 0 € für 1.300
> Anzahl verfügbarer ETFs: über 2.000

Die etablierten Direktbanken ING, Consorsbank und comdirect sind etwas teurer, bieten aber mehr Service. Bei Bedarf kannst du zum Telefonhörer greifen und zum Beispiel Fragen zu einer Order stellen. Außerdem gibt es keine Depotführungsgebühren und die Webseiten sind gut strukturiert.

Zum Anbieter

> Ordergebühren: 4,90 € plus 0,25 % Provision
> Mindestsparrate eines ETF-Sparplans: 25 €
> Kosten einer ETF-Sparplanausführung: 1,5 % des Ordervolumens pro Transaktion und ETF
> Anzahl verfügbarer ETFs: Über 2.000

 

Zum Anbieter

> Ordergebühren: 4,90 € plus 0,25 % Provision
> Mindestsparrate eines ETF-Sparplans: 1 €
> Kosten einer ETF-Sparplanausführung: 0€
> Anzahl verfügbarer ETFs: über 2.000

Welches Depot am besten zu dir passt, hängt natürlich von deinen Wünschen und von deinem Anlageverhalten ab. Mehr dazu erklären wir dir im Folgenden.

Wer in Fonds oder ETFs investieren will, braucht ein Wertpapierdepot. Der herMoney Depotvergleich hilft dir, das Richtige zu finden.

Welches Depot am besten zu dir passt, hängt natürlich von deinen Wünschen und von deinem Anlage-Verhalten ab. Mehr dazu erklären wir dir im Folgenden.

Alle Daten in der Übersicht findest du hier:

Deutsche Depotbanken im Vergleich: So haben wir getestet

Wir von herMoney haben uns einige Depotvergleiche angesehen. Allerdings waren wir nicht wirklich glücklich mit dem, was wir gefunden haben. Viele Vergleiche legen den Schwerpunkt auf die Depotgebühren. Andere sind unübersehbar von einem Anbieter gekauft.

Wir meinen, dass ein Depot zur Anlegerin passen muss. Und zwar in mehreren Punkten.

Depotkosten sind sicher ein Thema, doch je nach Anlageschwerpunkt können sie auch ausschlaggebender Punkt bei der Entscheidung sein. Was also lag näher, als für unsere Leserinnen einen eigenen Depot-Vergleich auf die Beine zu stellen?

Den herMoney ETF-Depot-Vergleich 2023.

Da die meisten unserer Leserinnen ihren Schwerpunkt auf ETFs setzen, haben wir die Depots unter dieser Prämisse begutachtet.

Das erwartet dich:

  • Im herMoney ETF-Depotvergleich haben wir bei von uns ausgewählten Institutionen untersucht, was es kostet, Wertpapiere zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen.
  • Wir haben uns auch angesehen, wie hoch die Kosten von ETF-Sparplanausführungen sind.
  • Der herMoney ETF-Depotvergleich zeigt außerdem, ob und welche Depotgebühren zu zahlen sind.

Depotbanken für den ETF- oder Fondskauf kann man bei unzähligen Faktoren vergleichen. Je mehr Produkte AnlegerInnen handeln, desto mehr Faktoren gibt es zu beachten. Terminhandel, Handelsplätze, Handelszeiten, Agios, Gebühren, die mit ausländischen Trades einhergehen und so weiter. Wir haben in unserem Vergleich versucht, uns – im Sinne unserer Leserinnen – auf wesentliche Faktoren zu beschränken.

Welcher Anleger-Typ bist du?

Wenn du ein Depot eröffnen willst, um ETFs oder Fonds zu kaufen, nimm dir etwas Zeit für den Vergleich. Denn du möchtest dich ja nicht bei jedem Blick ins Depot über penetrante Pop-up-Fenster beim Log-in, eine magere Produktpalette, unübersichtliche Listen, versteckte Kosten und hohe Gebühren ärgern.

Wir starten unseren herMoney ETF-Depotvergleich mit deiner Selbsteinschätzung: Für welchen Zweck möchtest du das Depot eröffnen? Welcher Anleger-Typ bist du?

Anleger-Typen:

Typ Sparplan: Ich möchte erst einmal nur einen ETF-Sparplan oder Fonds-Sparplan.

Typ Buy & Hold: Ich möchte einmalig Aktien kaufen und sie dann erst einmal liegen lassen.

Typ gemischte Anlage: Ich will mehrere kleinere ETFs, Fonds und Aktien kaufen und sie über einen längeren Zeitraum halten, eventuell noch einen Sparplan.

Typ Zockerin*: Ich will kurzfristig Aktien, Derivate, ETFs und Fonds kaufen und verkaufen – und zwar viel!

*Achtung: herMoney rät generell von risikoreichen Anlagen und „zocken“ ab. Wer bereits breit aufgestellt ist, die Altersvorsorge in trockenen Tüchern, bestenfalls eine eigene Immobilie und ein Konto im Plus hat, kann sich mit einem überschaubaren Betrag den gewünschten Nervenkitzel auf dem Börsenparkett holen.

Die oben genannte Einteilung ist gültig für den jetzigen Zeitpunkt. Wer heute einen Online- Depotvergleich mit Schwerpunkt auf ETFs macht und sich irgendwann an Einzelwerte wagen möchte, kann das Depot natürlich wechseln. Wie jedes Konto auch.

Filialbank, Direktbank oder Online-Broker?

Ein Depot kannst du bei deiner Hausbank, einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnen, um dort ETFs oder Fonds zu kaufen.

Filialbanken haben Schalterbetrieb. Das bedeutet, KundInnen können sich bei Bedarf vor Ort von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin beraten lassen. Zu den Filialbanken gehören beispielsweise Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken oder große Geldinstitute wie die Commerzbank. Ein Vorteil einer Filialbank kann der Service sein und ein weiterer die Beratung für Einsteigerinnen.

Anfänger sind bei ersten Investments unsicher und tendieren dazu, das Depot bei der Hausbank zu eröffnen. Verständlich. Allerdings solltest du wissen, dass Filialbanken erfahrungsgemäß die teuersten Depots führen. Wer keinesfalls die vertraute Hausbank verlassen möchte, fragt am besten bei der Filiale nach dem günstigsten Depotmodell. Sparkassen, Volksbanken und große Geschäftsbanken haben alle recht preiswerte Online-Depots in ihrem Angebot.

Direktbanken haben keine Filialen. Kontoeröffnung, Überweisung, Kreditantrag, Depoteröffnung und sämtliche Bankprodukte werden online, telefonisch und postalisch abgewickelt. Bei Fragen stehen die Servicemitarbeiter nicht in persona, sondern via E-Mail, Chat oder Telefon mit Rat und Tat zur Seite. Zu den großen Direktbanken zählen zum Beispiel ING, DKB oder Comdirect.

AnlegerInnen, die bereits erste Erfahrungen gemacht haben und auf eine Beratung verzichten möchten, sind mit einem Depot bei einer Direktbank gut aufgehoben.

Online-Broker haben sich auf den Wertpapierhandel spezialisiert. Hier gibt es keine Bankprodukte wie Konto, Dispo oder Baufinanzierung. Es geht rein um den Handel mit Wertpapieren, ETFs, Fonds, Aktien, Derivate oder CFDs. Broker sind in Bezug auf Depots und traden oft unschlagbar günstig, meist über eine App mobil gut nutzbar und von der Aufmachung her auf ein junges Zielpublikum ausgerichtet. Beispiele dafür sind Trade Republic oder Smartbroker

Depots im Test: Kosten beim Fonds- und ETF-Kauf

Egal ob Broker, Filial- oder Direktbank: Aufbewahrung, Handel und Verwaltung von Wertpapieren stellt einen Aufwand für die Anbieter dar. Die entstandenen Kosten legen die Broker und Geldhäuser über Gebühren auf die Kunden um.

Posten, die wir genauer angesehen haben, sind:

  • Monatliche Depotführungskosten: oft ein prozentualer Wert des Depotvolumens. Der kann nur ein paar wenige Zehntel betragen oder ein Prozent des Kurswerts der Wertpapiere.
  • Ordergebühren: Orderkosten setzen sich oft aus einer Grundgebühr und der Orderprovision zusammen.
  • Kosten der ETF-Sparplanausführung: Manche Anbieter berechnen Pauschalen. Andere bieten den Service beim ersten Sparplan kostenlos an oder verlangen bei ETF-Sparplänen, die nicht von ihren Partnern kommen, eine Gebühr
  • Ausgabeaufschlag: Der Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) ist ein Posten bei aktiv gemanagten Fonds.

Zudem können noch viele weitere Kosten entstehen, wie

  • Provisionen für den Makler
  • Entgelt für die Börse
  • Kosten für Telefonorder
  • Kosten und Gebühren für sonstige Leistungen wie Porto und Steuerbescheinigung

Dem Einfallsreichtum der Anbieter sind kaum Grenzen gesetzt. Es gibt zum Beispiel auch ein paar, die auf ausländische Dividendenzahlungen eine Gebühr erheben. Deshalb lohnt sich der Blick auf das Kleingedruckte allemal.

Depotgebühren im Vergleich

Die Höhe der Depotkosten ist relevant für den Anlage-Erfolg. Uralte Weisheit „Kosten fressen Rendite auf!“. Daher gilt, auf möglichst geringe Depotgebühren zu achten.

Im Grunde gibt es drei Modelle: 

  • Kostenfrei sind die Depots meist bei Brokern und einige Direktbanken.
  • Pauschalgebühren für Onlinedepots berechnen manche Direktbanken und auch Filialbanken. Die Gebühr beträgt aufs Jahr gesehen in der Regel zwischen 20 und 50 Euro.
  • Volumenabhängige Kosten berechnen meistens nur noch Filialbanken für ein Depot. Diese volumenabhängigen Depotgebühren können wenige Zehntel, aber auch bis zu 1,0 Prozent vom Kurswert (!) der Wertpapiere betragen. Das kann richtig teuer werden.
    Beispiel: Wenn die Kurse steigen, steigen volumenabhängige Gebühren automatisch mit. Nehmen wir an, das Börsenjahr war erfolgreich. Das Depot hatte im Schnitt einen Wert von 50.000 Euro. Verlangt der Anbieter 0,15 Prozent Depotgebühr pro Jahr, wären das immerhin 75 Euro, die man sich auch sparen könnte.
Depotbank monatliche
Depotführungskosten
 keine
keine
0,1 Prozent auf den Wert des Wertpapierdepots
keine
keine
keine
keine bei mindestens 2 Trades im Quartal oder regelmäßigen Wertpapiersparplan (1 Ausführung im Quartal)
keine
degiro keine
keine

(free broker)
keine
keine
keine

(prime broker)
2,99 €

(prime+ broker)
 4,99 €

Ordergebühren unterscheiden sich stark!

Neben der Depotgebühr erheben die Anbieter für Wertpapiergeschäfte Transaktionsgebühren (= Ordergebühren). Sie werden immer dann fällig, wenn du Wertpapiere kaufst oder verkaufst. Die Preismodelle der Anbieter sind unterschiedlich und beim Vergleich der Online-Broker sollte man sich nach der eigenen Strategie und seinem Anlageverhalten richten.

Für unseren herMoney ETF-Depotvergleich sind wir von folgendem ausgegangen: Die Orderkosten (für Inlandsorder) setzen sich oft aus Grundgebühr und Orderprovision zusammen. Broker nennen zusätzlich einen Mindestpreis: Unterschreitet das Ergebnis Grundgebühr und Orderprovision, gilt der Mindestpreis. Der Höchstpreis ist das Maximum, das pro Order verlangt wird. Gibt es einen fixen Orderpreis, haben wir ihn zur besseren Vergleichbarkeit auch bei Mindest- und Höchstpreis angeben. Natürlich können noch Fremdkosten an den Handelsplätzen anfallen. Trade Republic berechnet dafür eine Pauschale von 1,00 Euro je Order.

Depotbank Grundgebühr in € Orderprovision in % Mindestpreis Höchstpreis

(prime broker)
Gebührenfrei ab 250€ Ordervolumen keine  keiner keiner

(prime+ broker)
Gebührenfrei ab 250€ Ordervolumen keine keiner keiner

(free broker)
 0,99 € keine keiner keiner
keine Keine, aber eine Fremdkostenpauschale von 1,00 €  1,00 €  1,00 €
keine ab 500 € pro Order,
4 € unter 500 € pro Trade
0 € über Gettex (ab 500 € Ordervolumen
pro Trade, sonst 4 € zzgl. marktüblicher
Spreads/Zuwendungen)
 4,00 €  4,00 €
degiro für die sog. Kernauswahl keine; sonst: 1,00 € Bearbeitungsgebühr 1,00 € für US-Aktien, 3,90 € für XETRA-Aktien, 2,00 € für weltweite ETFs  1,00 € keiner
keine 0,14% für ETFs  5,80 €  99,00 €
4,90 € pro Trade 4,90 € Grundentgelt plus 0,25 % Orderprovision mindestens (bis 2.000 EUR Ordervolumen) 9,90 €  59,90 €
4,90 €  0,25 % des Kurswerts, maximal 69,90 Euro (inkl. Grundgebühr) 4,90 €  69,90 €
4,90 € 0,25% vom Kurswert  9,90 €  59,90 €
Silver: 4,95 € zzgl. marktüblicher Spreads
Gold: 3,95 € zzgl. marktüblicher Spreads
Platinum: 3,95 € zzgl. marktüblicher Spreads
Silver: 0,25 % je Order
Gold: 0,25 % je Order
Platinum (1 bis 6 Sterne): 0,22 % bis 0,08  je Order
Silver: 9,95 €, Gold: 9,95 €, Platinum 1–3 Sterne: 8,95 €, Platinum 4–5 Sterne: 7,95 € Silver: 69 €
Gold: 59 €
Platinum 1–3 Sterne: 49 €
Platinum 4 Sterne: 39 €
Platinum 5–6 Sterne: 29 €
keine 5,90 €  5,90 € keiner
keine 5 € Orderprovision (zzgl. pauschalierte
Handelsplatzgebühr i. H. v. 2 €, Gesamt-
preis 7 €) – volumenunabhängig
5,00 € (ggf. zzgl. Gebühren, dann 7,00 €)  5,00 €
10,00 € bis 5.000 € Ordervolumen, 15,00 € bis 20.000 € Ordervolumen, 30,00 € ab 20.001 € Ordervolumen keine 10,00 €  30,00 €
keine keine (außer marktüblicher Spreads und ggf. Mindermengenzuschlag bei Orders unter 500 € von 1 €)  keiner  keiner

Wie ordne ich die Ordergebühren richtig ein?

Typ Sparplan: Für diesen Anleger-Typ sind Ordergebühren nebensächlich. Für ETF-Sparpläne berechnen Anbieter oft Pauschalen.

Typ Buy & Hold: Wer einmalig oder gelegentlich ETFs, Fonds oder Aktien kauft und sie dann liegen lässt, dürfte mit einem Broker mit günstigen Orderprovisionen und kostenfreiem Depot gut beraten sein.

Typ gemischte Anlage: Wichtig sind günstige Orderprovisionen, aber in Kombi mit einem preiswerten Depot und Sparplanausführungskosten.

Typ Zockerin: Für Zockerinnen, die viel kaufen und verkaufen, sind volumenunabhängige Festpreise oder Trading Flats erste Wahl.

Depot-Vergleich: Wie viel kosten ETF-Sparpläne?

Wer du dein Geld in ETF-Sparpläne anlegen möchtest, solltest du wissen: Auch diese Käufe erfolgen über die Börse und kosten etwas. Auf die prozentuale Berechnung der Ordergebühren verzichten die Banken in der Regel und veranschlagen stattdessen eine Pauschale.

Viele Anbieter haben auch von bestimmten Emittenten kostenlose ETFs im Angebot.

Depotbank minimale Sparrate Sparplanausführung Kosten

(prime broker)
 1,00 € keine bei über 2.000 ETFs

(prime+ broker)
 1,00 € keine bei über 2.400 ETFs
 1,00 €
1,00 € für fractional Shares (Teilaktien)
keine
 50,00 € 1,00 €
 25,00 € pauschal 1,50 €, 0 € bei Aktions-ETFs
 25,00 € ETF-Sparpläne: 1,50 % vom Sparbetrag, mindestens 1,50 €, maximal 14,90 €
 25,00 € keine

(free broker)
 1,00 € keine
1,00 € keine
 25,00 € 24 sparplanfähige ETFs ohne Gebühren (außer marktübliche Spreads, Zuwendungen und Produktkosten); sonst: 0,20% (mindestens 0,80 Euro) je Ausführung (zzgl. marktüblicher Spreads, Zuwendungen und Produktkosten)
 10,00 € Je nach ETF-Sparplan kostenlos oder 1,5 % pro Ausführung.
Fonds-Sparpläne: Fonds-Sparpläne ab 1,00 % Ausgabegebühr
 25,00 € ETF-Sparpläne: 1,50 % pro Ausführung
Fonds-Sparpläne: bis zu 100% Discount auf
Ausgabeaufschlag
 1,00 € ETF-Sparpläne: 0% der Sparsumme pro Ausführung, aber mögl. Produktkosten
Fonds-Sparpläne: Ausgabeaufschlag

Ausgabeaufschlag bei Fonds-Sparplänen beachten!

Wer nicht auf ETFs, sondern auf einen Fondssparplan setzen möchte, sollte neben den Depotgebühren den sogenannten Ausgabeaufschlag im Blick haben. Der Ausgabeaufschlag wird beim Fondskauf erhoben und ist ein „Renditefresser“. Er kann – je nach Fonds – zwei bis sechs Prozent des Kaufpreises betragen. Fondsvermittler, Broker und einige Direktbanken gewähren einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, teils bis zu 100 Prozent.

Depotbank Rabatt auf Ausgabeaufschlag
100% bei 5.000 Fonds
100%
Ab 1,00 % Ausgabegebühr
alle Fonds mit mindestens 25 % Rabatt (bei einigen Produkten bis 100 %)
50% (bei einigen Produkten bis zu 100 %)
100%
100%
40 „Premium”-Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Wer bietet die meisten ETFs und Sparpläne an?

Wer viele verschiedene Fonds oder ETFs kaufen möchte, profitiert von einem breiten Angebot. Allerdings geben nicht alle Broker Auskunft darüber, wie viele ETFs und Fonds ihre Kunden tatsächlich bei ihnen erwerben können. Die Broker, die Angaben machen, zeigen große Unterschiede.

Depotbank Anzahl ETFs Sparplanfähige ETFs Anzahl Fonds Sparplanfähige Fonds
über 1.000 über 1.000 über 41.000 rund 3.000
rund 2.800 rund 1.750 über 60.000 rund 2.000
rund 3.000 rund 100 rund 40.000 rund 60
über 2.000 über 1.300 über 3.100 98
über 2.000 über 1.500 über 30.000 rund 6.000
2000 650 18000 über 1200
über 2.000  über 800 über 7.000 über 650
rund 2.000 über 1.700 über 5.000 rund 1.000
300 rund 1.600 rund 6.500 rund 4.700

(free broker)
über 2.400 über 2.400 über 3.000 50

(prime+ broker)
über 2.400 über 2.400 über 3.000 keine
über 1.800 keine k.A. keine
11.500 Aktien & ETFs rund 2500 keine keine
DEGIRO über 200 keine k.A. keine

ETF-Depot-Vergleich: Komme ich mit der Webseite zurecht?

Jetzt erst einmal genug von Kosten und Gebühren. Wer bereits einige Anbieter in die engere Auswahl gezogen hat, sollte sich deren Websites ansehen. Findest du dich hier zurecht? Sind alle notwendigen Infos vorhanden, sind die Tools verständlich?

Nicht nur für Einsteigerinnen ist die Erreichbarkeit des Services ein wichtiges Kriterium. Muss man sich erst durch drei Pop-up-Fenster quälen und fünf Werbefenster wegklicken, bevor man die Kontaktadresse findet?

Checkliste für die Auswahl:

  • Ist die Webseite gut aufgebaut?
  • Hast du das Log-in-Fenster gleich entdeckt?
  • Sind die Werbeanzeigen erträglich?
  • Hast du die 24-Stunden-Hotline schnell gefunden?
  • Kannst du auch mit wenig Vorwissen die Benutzeroberfläche des Online-Depots bedienen?
  • Sind die Infos relevant, die dir angezeigt werden?

Welche Broker haben Apps?

Der Handel via Smartphone kann nützlich sein. Denn den Depotstand abrufen, ein paar Einzelwerte kaufen, einen Sparplan einrichten oder mit dem Musterdepot CFDs ausprobieren – alles eher einfache Geschichten, die Anleger mit dem Smartphone erledigen können.

Depotbank App

(prime broker)
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
degiro Ja
Ja

ETF-Kinderdepots vergleichen: Tipps für Eltern

Ein Kind kostet – und je älter unsere Kinder werden, desto teurer wird es. Möchte ein Kind studieren, sollten rund 40.000 Euro zur Verfügung stehen. Gut beraten ist, wer so früh als möglich anfängt, für den Nachwuchs zu sparen. Schon ab 25 Euro im Monat wird sich in zehn Jahren ein ordentlicher Betrag anhäufen, der als Geldspritze während der Ausbildung guttut.

Favoriten sind Fonds oder ETF-Sparpläne. Außer Depotgebühren (die für Kinderdepots meistens 0,00 Euro betragen) sind Produktangebote und geringe Transaktionskosten wichtig. Eltern sollten unterschiedliche Depots vergleichen, um ein rentables Kinderdepot zu finden.

Kostengünstig kommen Eltern bei Direktbanken und Online-Brokern weg. In unserem ETF-Depot-Vergleich haben wir nicht explizit danach gefiltert. Aber es gibt Minderjährigen-Depots mit günstigen Konditionen:

  • 0,- € Depotführungsentgelt
  • kein VL-Vertragsentgelt
  • Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Kinderdepots unterliegen vielen Regelungen. Die Eltern können das Kapital der Kindersparpläne ausschließlich für Bedürfnisse ihres Nachwuchses verwenden.

Wie sicher sind die Depots?

Sollte dem Online-Broker Insolvenz drohen, müssen Anleger keine Angst um ihre Wertpapiere haben. Eine Depotbank verwaltet die Wertpapiere, hat aber keine Besitzansprüche.

Wer seine Bankgeschäfte ausschließlich online erledigen möchte, sollte Bank und Broker auf deren Sicherheitsvorkehrungen prüfen. Etwa die HTTPS-Verschlüsselung, Zwei-Faktoren-Schutz, Überweisungslimits, Warnung vor Phishing-Mails und Überweisungen per mTAN oder TAN-Generator.

In der Eigenverantwortung liegt:

  • Karte und PIN immer getrennt aufzubewahren
  • Zugangsdaten niemals auf dem PC abzuspeichern
  • sich bei Banking-Seiten immer abzumelden und das Fenster zu schließen
  • keine telefonischen Auskünfte zu erteilen

Mehr Sicherheit gefällig?
So verringerst du das Risiko, Geld an der Börse zu verlieren

 


Fazit: Welche Bank eignet sich für mein Fonds- oder ETF-Depot?

„Wo soll ich denn nun ein Depot eröffnen? Was ist das beste Depot für meine ETFs?“ Die Entscheidung musst du selbst treffen. Nur du kennst deine Bedürfnisse und kannst einschätzen, welches Onlinedepot du für deine ETF- oder Fonds-Käufe nutzen möchtest.

Typ Sparplan:
Der Fokus liegt auf Depotgebühr, Grundgebühr, Sparrate und Kosten der Sparplanausführung. Geeignete Anbieter wären beispielsweise Finanzen.net Zero und Trade Republic. Scalable bietet je nach Modell ein kostenloses Depot und einen Sparplan “for free”.
Tipp: Online-Broker haben immer wieder Aktionen – meist begrenzt auf einen bestimmten Zeitraum – und bieten bestimmte ETF-Sparpläne kostenlos an.

Typ Buy & Hold:
Wenn du Depots vergleichst, weil du eine ETF-Einmalanlage im Blick hast, kannst du den Fokus auf günstige oder unentgeltliche Orders legen – idealerweise ohne Depotgebühr. Lieblinge vieler Anlegerinnen sind neben den etablierten Direktbanken ING, DKB und comdirect die Online-Broker Finanzen.net Zero, Trade Republic und Smartbroker.
Tipp: Filialbanken stehen im harten Wettbewerb mit Direktbanken und Brokern. Wer schon länger bei seiner Hausbank Kundin ist und gerne bleiben möchte, sollte auf alle Fälle die (Depot)Gebühren verhandeln. Oft sind die Filialen zu Rabatten bereit, um die KundInnen zu halten.

Typ gemischte Anlage:
Gute Allrounder sind Scalable Prime Broker und wieder die Fintechs Finanzen.net Zero und Trade Republic. Auch die Direktbanken ING (die von Kunden oft für die Übersichtlichkeit ihrer Seite gelobt wird), DKB und comdirect kommen infrage. Alle bieten sowohl für Aktionärinnen als auch für ETF-Sparerinnen ein vernünftiges Gesamtpaket aus Kosten, Gebühren und Handelsmöglichkeiten.
Tipp: Wer nicht alle Wünsche bei einem einzigen Anbieter erfüllt bekommt, kann auch für jede Anlage ein eigenes Depot bei unterschiedlichen Anbietern einrichten.

Typ Zockerin:
Mit einer Trading Flatrate überzeugt das Depot von Scalable. Fintech Trade Republic ist mit seiner 1,00 Euro Order ebenfalls interessant für Viel-Käuferinnen. Smartbroker und Flatex haben gute Ordergebühren, doch solltest du Depot- und Grundgebühr im Blick haben.

Die nächsten Schritte: Wenn du dich für ein Depot entschieden hast, kann es losgehen. Aber welcher ETF eignet sich für Anfängerinnen? Hier findest du eine Liste mit soliden ETFs für Einsteiger. Ideen für den Aufbau eines Weltportfolios findest du hier.

Der Artikel wurde ursprünglich im November 2020 von Ines Bauer und Simin Heuser erstellt und zuletzt im Dezember 2023 von Simin Heuser aktualisiert.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

Stand der Daten: Dezember 2023

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