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Inflation, Energiekrise und Rezession belasten die Börsen. Dennoch gibt es Chancen, wie wir im jüngsten herMoney-Webinar erfahren haben.


Die gute Nachricht vorneweg. Die Inflation dürfte, zumindest in den USA, ihren Höhepunkt überschritten haben. Das erwartet zumindest Andrea Huber vom Vermögensverwalter DJE. Im herMoney-Webinar am Dienstag erklärte sie, warum: Die Erzeugerpreise in den USA sinken. Außerdem gehen die Frachtraten von Containertransporten im Hafen von Shanghai, dem größten Containerhafen der Welt, nach dem steilen Anstieg zu Jahresbeginn wieder nach unten.

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In den USA lag die Inflation im September bei 8,2 Prozent. Hierzulande und in der Eurozone stiegen die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um zehn Prozent. Den größten Anteil an der immensen Preissteigerung haben die steigenden Energiepreise. Die folgende Grafik zeigt die Inflation in der Eurozone, aufgeschlüsselt nach den unterschiedlichen Sektoren.

Inflation nach Sektoren Europa

Interessant dabei: Bereits im vergangenen Jahr stiegen die Energiepreise und damit die Inflation. Einen richtigen Schub bekamen sie bekanntermaßen durch den Angriff Russlands auf die Ukraine. Die Gasimporte aus Russland nach Europa brachen daraufhin ein – die Gaspreise steigen seitdem in bisher unbekannte Höhen, die Angst vor leeren Gasspeichern und damit kalten Wohnungen und geschlossenen Fabriken geht um.

Als Hoffnungsschimmer bezeichnet Huber das Flüssigerdgas (LNG), das mittlerweile stark nachgefragt wird und dafür sorgt, dass sich die deutschen Gasspeicher wieder füllen. Insbesondere Norwegen sieht sie als „Schlüssel für Deutschlands Energieversorgung“.

Europa: Gasimporte 1. Halbjahr 2022 vs. 1. Halbjahr 2021

Somit erwartet sie, dass an der Börse die aktuelle Talfahrt irgendwann endet und es wieder nach oben geht. Auch im historischen Verlauf sieht man, dass bisher jede Krise irgendwann überwunden wurde. Das zeigt Huber in einem Chart vom „guten alten DAX“, dem deutschen Leitindex.

Wie lange dauern Krisen?

In dieser Grafik sieht man beispielsweise, dass es mit dem Beginn der Finanzkrise im Sommer 2007 erstmal einige Jahre nach unten gegangen ist. Wie es zur Finanzkrise gekommen ist, kannst du übrigens in diesem Artikel nachlesen.

Anfang 2009 drehte der Markt dann, brauchte aber bis 2013, um die alten Höchststände wieder zu erreichen. Andere Krisen konnte der DAX schneller hinter sich lassen. „Bei der Corona-Krise 2020 ging es sogar ziemlich steil wieder nach oben,“ sagte Huber. Deshalb: Lieber nicht vorschnell alles verkaufen:

Andrea Huber rät deshalb Anlegerinnen:

  • Ruhe bewahren
  • Auf Kurs bleiben! Vertraue auf deine Anlagestrategie
  • Die größte Herausforderung meistern – Du selbst!
  • die Gelegenheit für einen Depotcheck nutzen
  • Sparpläne durchhalten

Chancen sieht sie in Anleihen, regional in den USA, bei Unternehmen mit Preissetzungsmacht, in defensiven Sektoren oder bei dividendenstarken Titeln. Einen Artikel über Geldanlage in der Rezession findest du hier.

Am wichtigsten ist für Huber, langfristig zu investieren. Das zeigt auch das DAX-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts. Hier kann man sehen, dass sich ein Investment in den DAX nach 10-15 Jahren immer eine positive Rendite gebracht hat.

Ihr Fazit:

  • Jede Krise hat ein Ende
  • Vertraue auf deine Anlagestrategie
  • Setze auf den Faktor Zeit.

Und: „Wer nichts hat, wenn’s nach unten geht, der hat auch nichts, wenn’s nach oben geht.“

Zum Weiterlesen: Sichere Fonds & ETFs verlinken wir dir hier.

Du hast das Webinar verpasst? Dann sei bei unserem nächsten Event dabei: Die herMoney Safety Night!

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchst du ein Depot. Das kannst du dir bei deiner Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kauf nicht irgendwelche Fonds. Mach dir erst Gedanken, wie dein Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfährst du hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lies es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit dein Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb solltest du einmal pro Jahr prüfen, ob dein Depot noch deinem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu findest du hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalte einen kühlen Kopf und sitze die Kursschwankungen einfach aus. Ganz Mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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