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Gaming und E-Sports üben auf viele eine enorme Faszination aus. Mit einem entsprechenden ETF können Sie davon profitieren.

Inhalt:

Die wichtigsten Infos:

Bislang gibt es in Deutschland nur einen Gaming- und E-Sports-ETF. Er hat im laufenden Jahr bislang rund 44 Prozent zugelegt (Stand August 2020, Quelle Morningstar).

Ob der Kurs weiter steigt, weiß niemand. Aber es könnte durchaus sein, dass sich in dieser Branche weiterhin gutes Geld verdienen lässt.

Die Gaming- und E-Sports-Branche ist eine kleine Nische, daher ist das Investment spekulativ. Das ist nicht per se gut oder schlecht. Nur sollte niemand all sein Geld in eine einzige Branche stecken.

Sind Sie auch manchmal genervt, wenn die Kids stundenlang auf ihrem Handy daddeln? Persönlich kann ich die Faszination für solche Digital-Spiele nicht nachvollziehen – ich bin ja eher die Generation, die sich von den Flipperautomaten mit den schweren, silbernen Mettallkugeln hat faszinieren lassen. Aber bitte: Während der Corona-Krise war so manches Elternteil sicher nicht undankbar darüber, dass die Gaming-Industrie die Kids beschäftigen konnte wie sonst kaum etwas.

Kurzum, die Faszination, die von Gaming und E-Sport ausgeht, ist riesengroß. Mittlerweile gibt es gigantische Championships, an der insbesondere junge Menschen teilnehmen. In der digitalen Spielebranche wird gutes Geld verdient. Da liegt es nahe darüber nachzudenken, ob sich diese Branche nicht auch als Investment eignet. Aber wie soll man es anfangen, wenn man sich in diesem Bereich nicht auskennt?

Was Sie über den Gaming- und E-Sports-ETF wissen sollten

Der Finanzmarkt hat dafür praktische Lösungen: Kaum lässt sich ein neuer Trend erkennen, schon gibt es ein Unternehmen, das dafür einen entsprechenden Index zusammenstellt. Und wenn es einen speziellen Index gibt, dann ist auch ein ETF nicht mehr weit, der darin investiert. Über einen Gaming- oder E-Sports-ETF können Sie vom Boom profitieren, ohne sich im Detail mit den einzelnen Anbietern auskennen zu müssen.

Bislang gibt es erst einen Gaming-ETF, der in Deutschland zugelassen ist und die digitale Spielebranche in den Fokus nimmt: Der Vaneck Vectors Video Gaming and ESports UCITS ETF mit der ISIN-Nummer IE00BYWQWR46. Er wurde bereits im Juni in seinem Domizilland Irland aufgelegt und weist mittlerweile ein Volumen von über einer halbe Milliarde US-Dollar auf.

Dass er in so kurzer Zeit ein derart großes Vermögen einsammeln konnte, ist nicht zwangsläufig ein Indiz dafür, dass er auch in Zukunft gut laufen wird. Aber es zeigt, dass viele Menschen der Gaming-Industrie ein großes Potenzial zutrauen und daran teilhaben wollen.

In diesem Gaming-ETF befinden sich zum einen Aktien von Hardware-Anbietern wie Advanced Micro Devices oder des Grafikplatten-Herstellers Nvidia. Aber auch weniger bekannte Software-Firmen wie Electronic Arts, Sea Ltd. oder Bilibili Inc. enthält das Fonds-Portfolio.

In einer so speziellen Nische ist es keine schlechte Idee, zumindest innerhalb der Branche etwas zu streuen. Das Einzelwert-Risiko ist hier nämlich besonders hoch, zumal man auch viele der einzelnen Player, die teilweise auf dem asiatischen Markt beheimatet sind, nicht wirklich kennt.

Der Preis-Chart des Vaneck Vectors Video Gaming and Esports UCITS ETF zeigt, dass zwar auch dieser Fonds zunächst mit der Corona-Krise deutlich ins Minus rutschte, dann aber tüchtig aufholen konnte. Mittlerweile ist er weit über das Vor-Corona-Niveau hinaus angestiegen. Bei der Gaming-Industrie handelt es sich also eindeutig um einen Corona-Gewinner.

Preis-Chart des Vaneck Vectors Video Gaming and Esports UCITS ETF

Quelle: Onvista, Screenshot vom 12.8.2020

Lohnt sich ein Investment jetzt noch?

Die Frage ist schwierig zu beantworten, denn kein Mensch kennt die Börsenentwicklung von morgen mit Sicherheit. Sie sollten es wie bei jedem Investment in einen Branchen-Fonds handhaben: Überlegen Sie, ob das Geschäftsmodell dieser Branche auch in Zukunft tragfähig ist! Werden Hersteller von Hardware für Computerspiele, digitale Spiele-Anbieter und die entsprechenden Programmierer auch künftig einen Markt haben und gutes Geld verdienen können?

Wenn Sie diese Frage mit „ja“ beantworten, dann: Go for it! Es handelt sich bei dem Fonds um einen ETF, so dass Sie auch mit einem Limit einsteigen können, um nicht gerade eine Preis-Spitze zu erwischen. Wie der Limit-Kauf funktioniert, erfahren Sie hier.

Achtung: Bei der Gaming- und E-Sport-Branche handelt es sich um einen eng fokussierten Markt, der tüchtig auf und ab schwanken kann. Deshalb betrachten Sie das Investment in diesen Themenfonds am besten als renditeorientierten Baustein in einem Portfolio aus mehreren Fonds.

Investieren Sie nur so viel, dass Sie auch dann noch gut schlafen können, wenn der Fonds in kurzer Zeit um 20, 30 oder mehr Prozent nach unten sackt. Und freuen Sie sich, wenn Sie – vielleicht ebenfalls in kurzer Zeit – 20, 30 oder mehr Prozent Gewinn machen! Bei einem Gaming-Fonds handelt es sich eindeutig um ein spekulatives Investment.


Es gibt auch ETFs und Fonds, die in künstliche Intelligenz investieren!
Diese KI-ETFs erzielen hohe Renditen.

 


Welche Alternativen gibt es im Sportartikel-Bereich?

Alternativen zu Gaming-Fonds gibt es viele, denn es gibt mittlerweile kaum eine Branche, in die man nicht gezielt über einen Fonds investieren könnte. Branchen, die der Gaming-Branche relativ nahe kommen, sind die Bereiche Freizeit und Reisen – hier gibt es beispielsweise den Index Comstage Stoxx Europe 600 Travel & Leisure, auf den verschiedene ETFs setzen.

Stärker auf das reale Sport-Segment ausgerichtet ist der Fonds Top Sport Global Equity (ISIN: LU1673090038). Dabei handelt es sich um einen aktiven Fonds (also keinen ETF), der zum Beispiel in Sportartikel investiert. Aber auch Unternehmen aus den Bereichen Sportentertainment, Sportvereine, Infrastruktur für Sportereignisse oder Sportsponsoring sind im Fokus.

herMoney-Tipp

Gezielte Investments in eine einzige Branche sind immer riskanter als eine breit ausgelegte Anlage, bei der sich sowohl die Chancen als auch die Risiken besser ausgleichen. Das ist bei der Gaming- und E-Sport-Branche nicht anders als bei anderen Branchen!

Spekulative Investments sind per se nicht gut oder schlecht. Aber jeder sollte wissen, dass es sich um eine spekulative Anlage handelt. Dass man nie all sein Geld in einen einzigen Fonds oder eine einzige Branche steckt, versteht sich eigentlich von selbst. Schließlich weiß man nie, was die Zukunft bringt!

Zum Weiterlesen: Auch DAX-ETFs oder nachhaltige ETFs und Health-Fonds können spannende Investments sein.

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchen Sie ein Depot. Das können Sie bei Ihrer Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Depot eröffnen.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kaufen Sie nicht irgendwelche Fonds. Machen Sie sich erst Gedanken, wie Ihr Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfahren Sie hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lesen Sie es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit Ihr Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb sollten Sie einmal pro Jahr prüfen, ob Ihr Depot noch Ihrem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalten Sie einen kühlen Kopf und sitzen Sie die Kursschwankungen einfach aus. Ganz mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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