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Mit TecDAX-ETFs kannst du von deutschen Tech-Innovationen profitieren. Worauf du dabei achten solltest.

Inhalt

Was ist der TecDAX?

TecDAX-ETF-Vergleich

Wann sind TecDAX-ETFs sinnvoll?

Das Wichtigste auf einen Blick:

TecDAX-ETFs bilden den Kurs des deutschen Technologie-Index TecDAX ab. Dort sind 30 Unternehmen aus Branchen wie IT, Software, Telekommunikation, Medizin, Biotechnologie oder Energie gelistet.

Auch wenn Tech-Unternehmen aktuell Kursverluste erwirtschaften, konntest du in der jüngsten Vergangenheit mit einem TecDAX-ETF überdurchschnittliche Renditen erzielen.

TecDAX-ETFs eignen sich am besten als Beimischung für ein gut diversifiziertes Depot.

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An der Börse sind sie die Stars: Tech-Aktien wie Netflix, Amazon oder Apple waren in den vergangenen Jahren bei InvestorInnen so beliebt wie kaum eine andere Branche. Neben hohen Renditen versprechen Tech-Unternehmen vor allem eins: die Zukunft. Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass Autos ohne Menschen am Steuer durch die Straßen fahren. Oder dass wir unsere Einkäufe einfach und bequem übers Internet bestellen können. Die Erfindung des Lasers hat von der Fertigung bis zur Medizin ganze Branchen revolutioniert. Und die meisten Menschen können sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen.

Nicht nur US-amerikanische Tech-Giganten verändern die Welt. Auch deutsche Unternehmen treiben den technologischen Fortschritt voran. Viele sind Marktführer in Branchen wie der Chemie oder Energietechnik und im deutschen Technologieindex, dem TecDax, gelistet.

Was ist der TecDAX?

Der TecDAX bildet die 30 größten Technologieaktien der deutschen Wirtschaft ab.

Dort finden sich also Unternehmen aus Branchen wie

  • IT
  • Software
  • Telekommunikation
  • Medizin
  • Biotech
  • Energie

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Grundsätzlich gelten für den TecDAX die gleichen Kriterien wie für andere deutsche Indizes. Einzige Ausnahme: Der TecDAX läuft parallel zu den anderen, daher können Unternehmen gleichzeitig noch in einem anderen Index gelistet sein.

Ein Beispiel ist die Deutsche Telekom. Sie ist sowohl im DAX als auch im TecDAX als eine der stärksten Positionen vertreten. Über die vergangenen drei Jahre schafften die Titel der Telekom ein Plus von über 15 Prozent.

Welche anderen Unternehmen sind noch im TecDAX?

Zu den bekanntesten und zugleich größten Positionen im deutschen Technologie-Index gehören sicherlich noch das deutsche Softwareunternehmen SAP oder der Windturbinenhersteller Nordex. Auch Eckert Ziegler, Entwickler für Geräte in der Strahlen- und Medizintechnik, ist im TecDax gelistet. Das Unternehmen will mit seinen Technologien die Krebstherapie revolutionieren. Andere Unternehmen in Index sind etwa das Biopharmaunternehmen Morphosys oder das Optikunternehmen Carl Zeiss Meditec.

Die besten TecDAX-ETFs im Vergleich

Willst du an den innovativen Erfindungen deutscher Tech-Unternehmen teilhaben, könnte ein ETF auf den TecDAX sinnvoll sein. Setzt du auf so einen ETF, investierst du damit in die deutsche Technologiebranche und kannst so von Megatrends profitieren. Ein TecDAX-ETF bildet eins zu eins die Entwicklung aller Unternehmen des TecDAX ab. Anders als beim direkten Kauf von Aktien streust du also mit TecDAX-ETFs automatisch dein Risiko.

Neben ETFs oder Einzelaktien könntest du natürlich auch einen aktiven TecDAX-Fonds kaufen. Im Gegensatz zum ETF wählt hier eine Fondsmanagerin aktiv die besten Aktien aus dem deutschen Technologieindex aus. Das Ziel: Die Rendite des Leitindex zu schlagen. Das gelingt allerdings nicht immer. Und Anlegerinnen müssen dann schlechtere Renditen als zum Beispiel bei einem ETF auf den TecDAX hinnehmen. Außerdem punktet ein TecDAX-ETF mit geringeren Kosten.

Auch wenn die Tech-Branche boomt, haben Anlegerinnen nicht allzu viele Optionen zur Auswahl, wenn sie in einen TecDAX-ETF investieren wollen. Aktuell gibt das Analysehaus Morningstar nur für zwei ETFs auf den TecDAX eine Bewertung aus.

Generated by wpDataTables

Quelle: Morningstar, April 2022

Eine Empfehlung können wir natürlich nicht aussprechen. Aber ein Vergleich hilft, selbst eine Entscheidung zu treffen: Der TecDAX-ETF von iShares schaffte in den vergangenen fünf Jahren eine durchschnittliche jährliche Rendite von 10,6 Prozent. Die Kosten für den ETF liegen bei 0,51 Prozent pro Jahr und sind damit etwas höher als bei der Konkurrenz. Dafür sind bei dem Marktführer schon über 750 Millionen Euro investiert. Der iShares TecDAX ETF ist ein physischer ETF, der die Erträge der Anleger thesauriert, also direkt wieder anlegt.

Etwas erfolgreicher ist der Lyxor TecDAX ETF, der eine durchschnittliche Rendite von 10,7 Prozent schafft, bei Kosten von 0,4 Prozent pro Jahr. Er ist damit laut Morningstar bester TecDAX-ETF und zugleich kostengünstiger. Allerdings schüttet der Lyxor TecDAX ETF die Gewinne an seine Anlegerinnen aus. Beide ETFs unterscheiden sich in puncto Rendite nur geringfügig, da beiden der gleiche Index zugrunde liegt.

Ob sich für dich ein thesaurierender oder ein ausschüttender TecDAX-ETF eignet, hängt letztlich von deinen Vorlieben und deiner Anlagestrategie ab. Ausschüttende ETFs eignen sich für Anlegerinnen, die einen regelmäßigen Cashflow haben möchten und deren Gewinne am Aktienmarkt aktuell noch unter einem steuerlichen Freibetrag von 801 Euro liegen. Thesaurierende ETFs sind hingegen die richtige Wahl, wenn dein steuerlicher Freibetrag ausgeschöpft ist und du langfristig ein Vermögen aufbauen möchtest.

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Bewertung: Sind TecDAX-ETFs sinnvoll?

Vorteile von TecDAX-ETFs: Gute Prognose

Mit einem TecDAX ETF kannst du in der Regel von überdurchschnittlichen Renditen profitieren. Durch den Boom der Tech- und IT-Branche konnte der TecDax den DAX und den MDAX in der jüngeren Vergangenheit deutlich hinter sich lassen. Seit seiner Gründung schaffte der Kurs des TecDAX im Schnitt ein Plus von 40 Prozent pro Jahr, während der Dax lediglich auf ein Kurswachstum von 10 Prozent und der MDax auf 20 Prozent jährlich kam.

Die Rendite übersteigt auch die von MSCI-World-ETFs:

TecDax-ETF

Legende: Blaue Linie = ein TecDAX-ETF, grüne Linie: ein MSCI-World-ETF
Quelle: Morningstar, 28.04.2022

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Der beträchtliche Vorsprung des TecDAX ist kein Wunder: Während sich im DAX eher behäbige Schlachtschiffe wie etwa die Allianz befinden, umfasst der Tech-Aktienindex Unternehmen, die auf Wachstum ausgelegt sind. Die Aktie von Carl Zeiss hat über die vergangenen fünf Jahre um fast 200 Prozent zugelegt, die des Pharmazulieferers Sartorius um ganze 288 Prozent. Die Prognose bei TecDAX-ETFs ist also zunächst optimistisch.

Laut boerse.de raten einige Banken aktuell dazu, TecDAX-ETFs zu kaufen oder zu halten (Stand: 28.04.2022).

Diese Risiken bergen TecDAX-ETFs

Neben den extremen Gewinnen der vergangenen Jahre gibt es aber auch einige Risiken bei einem TecDAX-Investment. Ein ETF auf diesen Index investiert ausschließlich in Technologie-Unternehmen. Läuft es in der Branche nicht gut, müssen in der Regel alle Titel Kursverluste einbüßen. Genau das haben InvestorInnen in den vergangenen Monaten erlebt. Viele Tech-Aktien befinden sich seit Beginn des Jahres im freien Fall: Alphabet, Amazon oder Tesla verzeichneten Verluste von rund zehn Prozent, die Netflix-Aktie brach sogar um über 60 Prozent ein. Auch die deutschen Titel mussten im laufenden Jahr einige Kursverluste hinnehmen: Der gesamte TecDAX ist seit Jahresbeginn um etwa 20 Prozent eingebrochen.

Dass der deutsche Technologie-Markt Risiken ausgesetzt ist, hat auch der Wirecard-Skandal gezeigt. Der Zahlungsanbieter aus Aschheim bei München war im TecDAX gelistet, als das Unternehmen aufgrund betrügerischer Geschäftspraktiken vor zwei Jahren insolvent ging. In Folge stürzte der Index um fast 30 Prozent ab. Nicht nur die Performance hat unter den Ereignissen gelitten, sondern auch Deutschlands Ruf als Technologiestandort.

Ein weiteres Manko sind sicherlich die geringe Auswahl für Anlegerinnen und der Home Bias. Letzteres bedeutet: Wer nur einen TecDAX-ETF im Depot hat, setzt damit ausschließlich auf deutsche Unternehmen. Geht es der deutschen Wirtschaft und damit dem Tech-Index schlecht, bedeutet das langfristig eine schlechtere Rendite.

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Für wen sind TecDAX-ETFs sinnvoll?

Bevor du dich also für ein Investment in einen TecDAX-ETF entscheidest, solltest du dir gut überlegen, ob du lieber etwas breiter investieren oder wirklich eine Wette auf die Zukunft deutscher Technologie eingehen möchtest. Wenn dir allerdings die Gewichtung großer Indizes wie dem DAX nicht reicht, kannst du mit einem TecDAX-ETF technologische Unternehmen in deinem Portfolio stärker berücksichtigen.

Außerdem sollten Anlegerinnen etwas Risiko und die aktuelle Schwächephase der Technologie-Branche aushalten können. Die Chancen stehen allerdings gut, dass sich Tech-Aktien wieder erholen, sagen Branchenexperten. Schließlich dürften auch in den kommenden Jahren technologische Innovationen anstehen, die in den Alltag Einzug erhalten. Während wir uns aktuell noch mit dem Abschied von Verbrennern schwertun und langsam den Übergang zu E-Autos gestalten, könnten schon bald Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb der der gängige Standard auf den Straßen werden. Übrigens gibt es mittlerweile auch separate Wasserstoff-ETFs. Mehr dazu hier.

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Was du beim Kauf beachten solltest

Falls dich die Risiken nicht abschrecken und die Vorteile dich überzeugen, solltest du dennoch darauf achten, dass dein Portfolio ausreichend diversifiziert ist. Das gilt umso mehr, wenn du ein Investment in einen TecDAX-ETF planst. Da deutsche Titel sowohl im DAX als auch im TecDAX sein können, kann es zu gefährlichen Klumpenrisiken kommen. Der Zahlungsdienstleister Wirecard war zum Beispiel sowohl im DAX als auch im TecDAX vertreten. Bei seiner Pleite wurden logischerweise beide Indizes in Mitleidenschaft gezogen. Das Klumpenrisiko nimmt zu, wenn bestimmte Branchen oder Regionen übermäßig in deinem Portfolio vertreten sind. Deshalb solltest du immer darauf achten, dass ausreichend diversifiziert ist. Wie du ein ETF-Portfolio zusammenstellen kannst, erklären wir dir hier.

herMoney Tipp:

Am besten betrachtest du eine Investition in einen TecDAX-ETF nicht als Basisinvestment, sondern als Beimischung für dein Depot. Hast du bereits ein gut diversifiziertes Portfolio, minimierst du automatisch den Home Bias und das Klumpenrisiko So kann dein Depot auch schwierige Zeiten, wie wir sie aktuell erleben, besser ausgleichen.

Zum Weiterlesen: Auch amerikanische Tech-Aktien können interessant sein. Investieren kannst du zum Beispiel mit Nasdaq-ETFs.

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Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchen Sie ein Depot. Das können Sie bei Ihrer Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kaufen Sie nicht irgendwelche Fonds. Machen Sie sich erst Gedanken, wie Ihr Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfahren Sie hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lesen Sie es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit Ihr Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb sollten Sie einmal pro Jahr prüfen, ob Ihr Depot noch Ihrem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.