Monatliche Dividende kassieren: Mit diesen Aktien und ETFs klappt's!

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Ein monatliches Zusatzeinkommen wäre fein. Durch eine ausgeklügelte Dividendenstrategie kann das gelingen.

Inhalt

Monatliche Dividendenzahler: Das Wichtigste in Kürze

Vor allem in den USA gibt es Aktien, die monatlich Dividenden ausschütten. Deutsche Unternehmen zahlen nur einmal jährlich.

Kombinierst du mehrere Aktien, die quartalsweise und zu unterschiedlichen Zeitpunkten Dividenden zahlen, fließt ebenfalls monatlich ein nettes Sümmchen auf dein Konto.

Diese Strategie funktioniert auch mit ETFs, da einige quartalsweise ausschütten. Sinnvoll ist eine Risikostreuung durch ETFs, die in verschiedene Länder und Branchen investieren.

Egal ob für jetzt oder später im Ruhestand: Wie wäre es, wenn Monat für Monat ein kleiner Betrag zusätzlich auf dein Konto fließt, ohne dass du dafür einen Finger rühren musst? Eine auf Dividenden fokussierte Anlagestrategie kann es ermöglichen, mit geschicktem Timing und richtiger Auswahl ein passives Einkommen zu generieren.

Monatliche Dividende mit Aktien: So funktioniert’s

Die aktuellen Dividendenbeträge schlagen klar die Renditen der Spareinlagen. Die Performance-Entwicklung des DivDAX untermauert das. Stand 31. Dezember 2023 betrug der Wert für das laufende Jahr 19,15 Prozent.

Wer mit einer monatlichen Dividende ein nettes Zusatzeinkommen erwirtschaften möchte, könnte sich also auf die Suche nach genau diesen Dividendenaristokraten machen. Aktien mit hoher Dividende findest du hier. Allerdings zählt nicht nur die Höhe der Dividende – schließlich soll sie in diesem Fall monatlich aufs Konto fließen.

Top-Aktien finden, die monatliche Dividenden zahlen

Monatszahler, die Monat für Monat Dividenden ausschütten, findet man nicht in Deutschland. Hierzulande wird der Gewinnanteil von Unternehmen nur einmal jährlich ausbezahlt.

Wenn du eine monatlich gezahlte Rendite möchtest, musst du Grenzen überschreiten. Monatliche Dividenden zahlen vor allem Unternehmen aus den USA wie Coca-Cola, Starbucks oder Cisco Systems:

Monatliche Dividende mit REITs und BDCs

Monatliche Dividenden zahlen vor allem Unternehmen aus den USA. Viele sind im Immobiliensektor aktiv – als sogenannte REITs. Das ist die Abkürzung für „Real Estate Investment Trust“. Dabei handelt es sich um eine Kapitalgesellschaft, deren Haupttätigkeit darin besteht, Immobilien zu besitzen und zu verwalten oder sich an Immobilienfinanzierungen zu beteiligen.

Der Grund für die zwölfmalige Ausschüttung ist ein rechtlicher. REITs sind nicht steuerpflichtig. Im Gegenzug müssen sie 90 Prozent ihrer Gewinne ausschütten, genau wie die sogenannten BDCs (Business Development Companies).

Beispiele: Wer zahlt monatliche Dividende?

Reality Income: Einer der Hochadligen unter den Dividendenaristokraten, die monatlich überweisen, ist Realty Income. Das börsennotierte US-Unternehmen (ISIN: US7561091049) ist ein REIT. Realty Income ist in den USA auf Einzelhandelsprojekte fokussiert. Der Immobilienkonzern ist mit rund 34 Milliarden Euro (Stand: Ende 2023) ein ordentlicher Brocken.

Wie es scheint, laufen die Geschäfte des US-Unternehmens in diesem Jahr gut. Der amerikanische Immobilienkonzern zahlte im November 2024 eine Dividende in Höhe von 6,1 Prozent oder 0,256 US-Dollar je Aktie. Dem Unternehmen zufolge war die Zahlung die 640. Ausschüttung seit Börsengang.

LTC Properties: Einer der Kollegen von Realty Income, der ebenfalls in den USA gelistet ist, ist LTC Properties (ISIN: US5021751020). Der REIT hat sich auf Seniorenheime und Einrichtungen für die Gesundheit spezialisiert (Börsenwert: 1.027 Milliarden Euro). Zuletzt gab es 2,08 Euro pro Aktie. Beim Das entspricht zum Kurs Anfang des Jahres einer Dividendenrendite von 7,11Prozent.

BDCs: Für BDCs (steht für Business Development Company) nennt das Magazin „Forbes“ als Beispiele Ares Capital, Main Street Capital oder Prospect Capital. Sie zahlten zuletzt zwischen über 9 Prozent Dividenden aus. Damit sie finanziell flexibel sind, wählen diese Firmen und REITs gerne die monatliche Dividendenzahlung.
Energietransport: Doch nicht nur mit REITs und BDCs lässt sich ein monatliches Einkommen generieren. Eine Top-Aktie ist unter anderem das Energietransportunternehmen Pembina Pipeline Corporation (ISIN: CA7063271034). Das Traditionsunternehmen wurde 1954 gegründet und wartet an der Börse von Toronto derzeit mit positivem Vorzeichen auf. Die Marktkapitalisierung beläuft sich Stand Januar 2023 auf über 17 Milliarden Euro.

Energietransport: Doch nicht nur mit REITs und BDCs lässt sich ein monatliches Einkommen generieren. Eine Top-Aktie ist unter anderem das Energietransportunternehmen Pembina Pipeline Corporation (ISIN: CA7063271034). Das Traditionsunternehmen wurde 1954 gegründet und wartet an der Börse von Toronto derzeit mit positivem Vorzeichen auf. Die Marktkapitalisierung beläuft sich auf über 18 Milliarden Euro.

Pembina Pipeline Corporation schüttete zum Beispiel für den Monat Dezember 2023 eine Dividende von 0,2175 CAD. Die Analysten erwarten für das laufende Jahr 5,95 Prozent Dividendenrendite. Das Energietransportunternehmen stellte in 2023 auf vierteljährliche Auszahlungstermine um.

InvestorInnen, die jetzt auf den Geschmack gekommen sind, können sich die Dividendenrendite selbst errechnen. Die Formel lautet: Dividende durch Aktienkurs x 100.

Grundsätzlich solltest du aber nicht nur die prognostizierten und aktuellen Dividenden anschauen, sondern auch die Historie einbeziehen. Wer sich über lange Zeit als zuverlässiger Dividendenzahler erwiesen hat, bleibt normalerweise dabei.

Ob sich die Dividenden-Strategie in Krisen-Zeiten ganz grundsätzlich eignet, erklärt Andrea Huber im Podcast herMoney Talk:

Monatliche Dividende mit 3 Aktien kassieren

Doch auch mit Dividendenpapieren, die quartalsmäßig ausschütten, lässt sich ein monatliches Einkommen schaffen. Denn die Unternehmen zahlen die Gewinne zwar „nur“ viermal jährlich, aber zu verschiedenen Terminen.

Hier zu nennen sind beispielsweise Microsoft (ISIN: US5949181045) oder Shell (ISIN: GB00BP6MXD84). Dazu zählt ebenfalls Coca-Cola (ISIN: US1912161007). Der Konzern zahlte in den vergangenen 60 Jahren immer eine Dividende. Dieses Jahr läuft es nicht ganz so gut. Bei Kursstand vom 21. Dezember beträgt die Dividenden-Rendite von 3,06 Prozent also 1,68 Euro pro Aktie, aufgeteilt auf vier Zahlungen.

Ist dein Depot terminlich entsprechend getaktet, bekommst du eine monatliche Zahlung hin. Schon drei Aktien reichen, heißt es auf „boerse-online.de“. Als Beispiel nennt die Redaktion Cisco Systems (zahlt im Januar, April, Juli und Oktober), den Kommunikationskonzern Verizon (zahlt im Februar, Mai, August und November) und Shell (zahlt im März, Juni, September und Dezember).

Das geht mit hiesigen Aktien nicht. Zwar kannst du auch mit deutschen Aktien die Dividendenverteilung auseinanderziehen, aber nur im Rahmen der üblichen Berichtssaison. Meist zum Ende des zweiten Quartals sind die Auszahlungen abgefrühstückt.

Monatliche Dividende mit ETFs: So klappt’s

Wenn du dich selbst nicht tagtäglich kümmern möchtest, kannst du auf entsprechende ETFs setzen. Dass es sich hier um einen ausschüttenden und nicht um einen thesaurierenden ETF handeln muss, weißt du als herMoney Leserin und Börsenprofi schon.

Wenn du eine monatliche Dividende möchtest, sollten die ETFs zumindest quartalsweise ausschütten. Durch Zahlungen an verschiedenen Terminen sollte jeden Monat etwas Rendite auf deinem Konto landen.

Quartalsweise fließt die Dividende beispielsweise bei folgenden ETFs:

  • SPDR S&P US Dividend Aristocrats UCITS ETF (ISIN IE00B6YX5D40)
  • iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) (ISIN: DE000A0F5UH1)
  • Invesco FTSE Emerging Markets High Dividend Low Volatility UCITS ETF (ISIN: IE00BYYXBF44)

Diese ETFs investieren allesamt in Unternehmen, die hohe Dividenden zahlen. Weitere Dividenden-ETFs findest du hier.

Wenn du einen risikoärmeren ETF mit breit gestreuter weltweiter Diversifikation willst, kannst du dir die ETFs anschauen, die sich am MSCI-World-Index orientieren. Der bildet etwa 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern ab. Auch hier ist die Kombination mehrerer ETFs das Rezept für eine monatliche Zahlung. Interessant könnte zudem der FTSE All World sein, der sogar noch mehr Unternehmen enthält.

Auch über aktive Fonds könntest du nachdenken. Hier steuern die Profis permanent für dich durch die unruhigen Börsengewässer. Dafür musst du aber mehr Gebühren einrechnen. Doch das kann sich lohnen.

Wenn du wissen willst, wie viel du einsetzen musst, um eine Dividende (zum Beispiel für die Rente) von monatlich 200 oder sogar 1.000 Euro zu haben, kannst du unseren Zinseszinsrechner nutzen.

Wie du Dividenden für deine Altersvorsorge nutzt, erfährst du hier:

Jeden Monat Dividende: FAQ

Sind Aktien mit jährlicher Ausschüttung attraktiver?

Die Dividende der deutschen Wertpapiere ist meist höher als die der Unternehmen aus den USA. Wer also nicht auf ein monatliches Einkommen angewiesen ist, könnte hier Geld liegen lassen.

Warum zahlen BDCs hohe Renditen?

Weil das Risiko groß ist. Denn die BDC-Gesellschaften investieren in Unternehmen, die noch in der Entwicklung sind.

Was bedeutet es steuerlich, wenn ich mein Portfolio auf überwiegend ausländische Aktien ausrichte, die monatlich Dividenden zahlen?

Auch auf ausländische Einnahmen aus Kapitalvermögen werden Steuern erhoben. Wo die Steuer fällig wird, entscheidet das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen mit dem ausländischen Staat. Wird die sogenannte Quellensteuer im Land der Kapitaleinkünfte einkassiert, kann sie (je nach bilateralem Abkommen) auf die deutsche Abgeltungsteuer angerechnet werden. Allerdings nur, wenn eine Einkommensteuererklärung abgegeben wird. Oder ist in Deutschland steuerfrei.

Welches Risiko bergen ausländische Aktien oder ETFs?

Es könnte ein Währungsrisiko bestehen. Beim ETF kannst du dem Prospekt entnehmen, ob und wie sich das Management absichert.

Ist das Einkommen sicher?

Aktien werden täglich gehandelt. Das hat den Charme, dass du auf die aktuelle Lage schnell und flexibel reagieren kannst. Wenn der Kurs eines Einzelwertes zulegt, kannst du dich neben der Dividende auf eine Erhöhung deines Einsatzes freuen. Doch beherzige die Regel: „Hin und her macht die Taschen leer.“ Dazu kommt: Das Unternehmen, das heute gut läuft, kann morgen Verluste machen. Dann wird meist die Dividende gekappt. Denn wo kein Gewinn, da keine Gewinnbeteiligung. Das ist nichts für schwache Nerven.

Wer Appetit bekommen hat, sollte eines beachten: Wichtig ist die richtige Branchenmischung. Denn es kann sein, dass die Dividendenzahlung auch mal ausbleibt, weil eine Branche nicht gut lief.

herMoney Tipp

Es ist sinnvoll, bei ETFs auf eine ausgewogene Mischung zu achten. Wenn du ausschließlich Immobilien-ETFs hast, könnte beim Crash des Immobilienmarktes nicht nur dein monatliches Dividendeneinkommen dahinschmelzen. Zusätzlich verliert auch dein eingesetztes Kapital an Wert. Daher empfehlen ExpertInnen, die Anlageprodukte oder Branchen zu mischen. Das schützt vor großen Verlusten. Wie du dir ein ETF-Portfolio zusammenstellen kannst, erfährst du hier.

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchst du ein Depot. Das kannst du dir bei deiner Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kauf nicht irgendwelche Fonds. Mach dir erst Gedanken, wie dein Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfährst du hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lies es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit dein Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb solltest du einmal pro Jahr prüfen, ob dein Depot noch deinem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu findest du hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalte einen kühlen Kopf und sitze die Kursschwankungen einfach aus. Ganz Mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

Dieser Artikel wurde ursprünglich von Christiane Habrich-Boecker am 21.07.2022 verfasst und zuletzt am 23.01.2024 von Christiane Habrich-Boecker aktualisiert.

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Christiane Habrich-Böcker

Christiane Habrich-Böcker ist langjährige Wirtschafts- und Nachrichtenredakteurin. Sie publizierte unter anderem für den Finanzen Verlag und schrieb für Euro am Sonntag und Börse Online.