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Du hast das Luxusproblem, 50.000 Euro anlegen zu müssen? herMoney gibt dir die besten Tipps, wie du mehr aus deinem Geld machst.

Inhalt

Wie kann ich 50.000 Euro am besten anlegen?

Mit 50.000 Euro reich werden – geht das?

Wie teile ich mein Anlagekapital von 50.000 Euro am besten auf?

herMoney-Tipp

Das Wichtigste auf einen Blick

Werde dir zuerst über deine Ziele klar. Wofür möchtest du das Geld später verwenden? Wie lange möchtest du die 50.000 anlegen?

Je nach Anlagedauer eignen sich Tagesgeld, Festgeld, Aktien-ETFs, aber auch Gold. Deine Risikobereitschaft und die Anlagedauer bestimmen die Mischung, die zu dir passt.

Wenn du deine 50.000 Euro etwa zehn Jahre liegen lassen kannst und Schwankungen aushältst, kannst du 50 bis 75 Prozent an der Börse anlegen.

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Es gibt Luxusprobleme, die hätte frau gerne: Du bekommst unerwartet von deiner Großmutter 50 000 Euro als vorzeitiges Erbe geschenkt. Oder es steht eine Auszahlung über 50 000 Euro aus einer Lebensversicherung an. Glückwunsch! Denn 50 000 Euro sind eine ordentliche Stange Geld – und mit etwas Geschick lässt sich einiges mehr daraus machen. Aber wie legt man 50 000 Euro am besten an? herMoney gibt dir Antworten auf diese Frage.

Wie kann ich 50.000 Euro am besten anlegen?

Gleich alles in Aktien investieren oder doch besser auch in Gold und in Tagesgeld? Eine einfache Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Klar ist aber, dass Anlegerinnen nicht alles auf eine Karte setzen sollten. Besser ist es, die 50 000 Euro breit gestreut auf verschiedene Anlageformen zu investieren.

Doch bevor du dich allzu schnell für eine Geldanlage entscheidest, empfiehlt es sich, zunächst einen Schritt zurückzutreten und folgende Fragen zu beantworten. Denn ein maßgeschneiderter Plan ist die Basis für eine sinnvolle Geldanlage.

Wie ist deine finanzielle Gesamtsituation?

Du hast keine Konsumschulden und in der Regel auch keine Probleme, monatlich mit deinem Geld auszukommen? Prima, dann kannst du vermutlich die vollen 50.000 Euro anlegen. Oder passiert es dir häufiger, dass du am Monatsende in den Dispokredit rutschst, weil dir mal wieder eine unerwartete Ausgabe dazwischen gekommen ist? Dann solltest du besser einen Teil der 50.000 Euro als Notfallreserve auf ein jederzeit zugängliches Tagesgeldkonto legen.

Als Richtschnur plant man mindestens drei Nettomonatsgehälter als Puffer ein. „In der unsicheren Corona-Zeit dürfen es auch ruhig zwei bis drei Gehälter mehr sein“, empfiehlt Stefanie Kühn, freie Finanzplanerin aus Grafing bei München.

Welches Ziel verfolgst du mit der Anlage deiner 50.000 Euro?

Klar ist: Dein Ziel bestimmt auch deinen Weg. Du möchtest dir ein zweimonatiges Sabbatical gönnen? Dann parkst du die für diese Zeit benötigte Summe, sagen wir 8.000 Euro, auf einem jederzeit verfügbaren Tagesgeldkonto. Den Rest kannst du längerfristig anlegen.

Möchtest du dir dagegen in wenigen Jahren eine Eigentumswohnung anschaffen? Dann empfiehlt es sich, die 50.000 Euro dafür als Kapitalstock einzuplanen. Als Faustregel gilt: 20 Prozent Eigenkapital sollte man für einen Immobilienkauf mindestens mitbringen, um die Finanzierung auf solide Beine zu stellen.

50.000 Euro für ein oder mehrere Jahre ohne Risiko anlegen:

Wenn du den Traum von der eigenen Immobilie umsetzen möchtest, solltest du das Geld sicher, aber auch rasch verfügbar anlegen. In Betracht kommen zum Beispiel Tages- oder Festgelder mit kürzerer Laufzeit. Leider gibt es derzeit kaum Zinsen auf diese Anlagen. Aber Alternativen, die ohne Risiko sind, gibt es leider nicht.

Wie lange hast du Zeit für den weiteren Vermögensaufbau?

Vielleicht verfolgst du aktuell kein konkretes Sparziel und möchtest das Geld einfach langfristig vermehren? Oder du willst die 50.000 Euro für die Rente anlegen? Als Faustregel kann dann gelten: Je länger Zeit du für den Vermögensaufbau hast, desto mehr Risiko kannst du bei der Anlage der 50.000 Euro eingehen.

Du weißt jetzt schon, dass du das Geld in den nächsten zehn, besser 15 Jahren nicht brauchst? Prima, denn dann empfehlt es sich, einen Großteil des Geldes gezielt in kostengünstige Aktien-ETFs zu investieren.

Wie steht es um dein Nervenkostüm?

Wie hoch der Anteil an Aktien-ETFs ausfallen darf, hängt insbesondere von deinem Nervenkostüm ab. Kannst du nachts nicht schlafen, wenn ein Teil der angelegten Summe von 50.000 Euro mal eine Zeit lang klar im Minus notiert? Dann solltest du auch bei der langfristigen Geldanlage kein allzu großes Risiko eingehen.

Du willst trotzdem an die Börse? So minimierst du die Risiken.

Mit 50.000 Euro reich werden – geht das?

Mach dir klar: Die Anlagedauer beeinflusst deine Chancen, das Startkapital von 50.000 Euro deutlich zu mehren. Dazu ein Rechenbeispiel.

50.000 Euro anlegen: So vermehrt sich dein Geld bei 5,5 Prozent Zinsen

Angenommen, du investierst die gesamten 50.000 Euro für 15 Jahre in ETFs. Wir unterstellen einen langfristig realistischen Kurszuwachs von 5,5 Prozent pro Jahr und jährliche im ETF wiederangelegte Erträge von 1,5 Prozent sowie Gebühren von 0,2 Prozent pro Jahr. Dann stehen die Chancen gut, dass aus den anfänglich investierten 50.000 Euro mehr als 133.000 Euro werden. Lässt man das investierte Geld hingegen 30 Jahre liegen, dann werden daraus bei unveränderten Annahmen sogar mehr als 358.000 Euro. Eine stattliche Summe.

Wie teile ich mein Anlagekapital von 50.000 Euro am besten auf?

Es ist allerdings auch sehr wahrscheinlich, dass die Börsenkurse zwischenzeitlich ordentlich schwanken werden. Daher empfiehlt es sich auch für die wagemutigsten Anlegerinnen, nicht die gesamten 50.000 Euro in Aktien-ETFs zu stecken.

Eine Alternative ist das sogenannte Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest:

Empfehlenswert ist es, als mutige Anlegerin 20 bis 25 Prozent risikolos als Tages- oder Festgeld anzulegen und maximal 75 Prozent bis 80 Prozent an der Börse zu investieren. Wenn du lieber weniger Risiko eingehen möchtest, ist vielleicht ein ausgewogenes Portfolio etwas für dich. Dann legst du die Hälfte risikolos, die andere Hälfte in Aktien-ETFs an.

Aber auch wenn du eher vorsichtig bist, solltest du in der aktuellen Nullzinsphase zumindest mit etwa einem Viertel deiner 50.000 Euro an die Börse gehen. Andernfalls kann dein Anlagekapital derzeit kaum wachsen. Den Rest investierst du wiederum in Tages- oder Festgeld.

Wie bestücke ich den risikolosen Teil meines Portfolios?

Du kannst den Rest deiner 50.000 Euro einfach als Tagesgeld anlegen. Damit bleibst du vollständig flexibel, kassierst allerdings derzeit allenfalls minimale Zinsen. Eine weitere einfach umsetzbare Anlage-Idee ist die der Zinstreppe.

Angenommen, du möchtest die Hälfte deines Geld auf längere Sicht risikoarm anlegen. Dann teilst du die 25 000 Euro auf in fünf Teilbeträge zu 5.000 Euro und schließt ein Ein-Jahres-, ein Zwei-Jahres-, ein Drei-Jahres-, ein Vier-Jahres- und ein Fünf-Jahres-Festgeld ab. So sicherst du dir zumindest etwas höhere Zinsen auf die angelegte Summe. Und wenn nach einem Jahr das erste Festgeld fällig wird, kannst du es wieder auf fünf Jahre anlegen. Sind dann die Zinsen wieder etwas gestiegen, profitierst du davon.

Was sollte ich beim Investieren an der Börse beachten?

Anlegerinnen sollten unbedingt auf eine international breite Streuung des Anlagerisikos achten. Das ermöglichen zum Beispiel Aktien-ETFs auf dem Index MSCI World, der in mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Industrieländern rund um den Globus investiert.

Wer gezielt auch auf Schwellenländer setzen möchte, kann seinen Aktien-Anteil im Depot auch mit einem ETF auf den MSCI All Country World Index setzen, der zusätzlich in Aktien aus 26 Schwellenländern anlegt.

Oder Anlegerinnen teilen ihre Aktienkomponente auf und investieren einen Großteil davon in den MSCI World Index und einen kleinen Teil in den MSCI Emerging Market Index. „Das verschafft einem die Flexibilität, bei Schwellenländerinvestments gezielt Gewinne mitzunehmen, wenn die Börsen gut gelaufen sind“, erläutert Finanzplanerin Kühn.

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Sollte ich einen Teil der 50.000 Euro auch in Einzelaktien und Gold investieren?

Nur sehr mutige Anlegerinnen, die sich gut auskennen und sich gerne regelmäßig mit ihrer Geldanlage beschäftigen, können auch in Einzelaktien investieren. Aber bitte nur in Ergänzung eines mit Hilfe von Aktien-ETFs international breit gestreuten Depots. Sei dir im Klaren darüber, dass du damit ein hohes Risiko eingehst. Es empfiehlt sich, nur Geld zu investieren, das man wirklich übrighat.

Gold hingegen bringt zwar keinerlei Zinsen, gilt aber als ein Stabilitätsanker für eine breit gestreute Geldanlage. Vorsichtige investieren fünf bis maximal 10 Prozent des anzulegenden Geldes darin. Mehr Details zur Anlage in Gold findest du hier.

herMoney-Tipp

Wenn du 50.000 Euro anlegen möchtest, teile die Summe auf verschiedene Anlageklassen auf und lege international breit gestreut an. Wenn du aus Sorge vor einem Rücksetzer an den Börsen nicht alles auf einen Schlag investieren möchtest, warte nach jedem Investment einige Wochen oder Monate. So kannst du dein Vermögen weiter aufbauen – vorausgesetzt, du lässt dein Geld 20 Jahre und länger für dich arbeiten.

Zum Weiterlesen: Nicht nur ETFs, auch Fonds können interessant sein, wenn du eine größere Summe anlegen möchtest. Es gibt viele verschiedene Themenfonds, die infrage kommen – zum Beispiel im Bereich Wasserstoff, Nachhaltigkeit oder Technologie.  

Keine Ahnung von der Börse? So geht’s:

  1. Schritt: Depot eröffnen
    Um Fonds zu kaufen, brauchen Sie ein Depot. Das können Sie bei Ihrer Hausbank oder – meist günstiger – bei Online-Brokern einrichten. Im herMoney Depotvergleich erfährst du, welches das richtige sein könnte.
  2. Schritt: Strategie überlegen
    Kaufen Sie nicht irgendwelche Fonds. Machen Sie sich erst Gedanken, wie Ihr Depot strukturiert sein soll. Welchen Anteil sollen Aktien, ETFs und Rentenfonds ausmachen? Mehr über die sogenannte Asset Allocation erfahren Sie hier.
  3. Schritt: Fonds auswählen
    Wie erkennt der Laie eigentlich einen guten Fonds? Lesen Sie es hier nach.
  4. Schritt: Jährlicher Check
    Der Markt ändert sich und damit Ihr Depot. Manche Aktien und Anleihen steigen, andere fallen. Deshalb sollten Sie einmal pro Jahr prüfen, ob Ihr Depot noch Ihrem Risikoprofil entspricht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Extra-Tipp: Was tun, wenn die Börse crasht?
Ein Börsencrash ist keine Katastrophe. Behalten Sie einen kühlen Kopf und sitzen Sie die Kursschwankungen einfach aus. Ganz mutige kaufen jetzt sogar nach. Warum das sinnvoll sein kann.

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

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